Oelde Stadthalle besteht den Stresstest

Rheda-Wiedenbrück (kvs) - 800 Gäste bei „Nightwash“ in der Stadthalle hinterlassen Spuren. Noch in der Nacht wird damit begonnen, die Veranstaltungsstätte auf Vordermann zu bringen. Letzte Hand legen die Flora-Westfalica-Mitarbeiter morgens an, schließlich steht ein aufregender Tag bevor.

Von Anonymous User

Im Rahmen eines Tags der offenen Tür präsentiert sich das Haus erstmals einer breiten Öffentlichkeit. Bis zuletzt sei man etwas unsicher gewesen, ob alles so wie geplant funktionieren würde, ob die Rheda-Wiedenbrücker der Einladung auch nachkommen würden, sagt am Samstagvormittag Kerstin Bruchmann-Schön von der Flora-Westfalica-GmbH als Hausherrin.

Und dann das: Bereits eine halbe Stunde vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung, während drinnen die finalen Vorbereitungen getroffen werden, begehren draußen bereits Dutzende Besucher Einlass. Heerscharen von Besuchern ziehen den ganzen Tag über durch das Millionenobjekt, dem zwar hier und da noch etwas Farbe oder eine andere Kleinigkeit fehlt, das aber im Großen und Ganzen fertiggestellt ist.

Kein Winkel der neuen Veranstaltungsstätte bleibt den Gästen verborgen: Von der Künstlergarderobe bis zum rundumlaufenden Regiegang, vom Lieferantenbereich bis hin zum Seminarraum wird alles in Augenschein genommen und – das ist wohl das Wichtigste – für gut befunden.

Die Begrüßung übernimmt am Tag der offenen Tür „Knacki“ Deuser. Er ist einer der Wegbereiter der deutschen Comedyszene und der Erfinder des Fernsehformats „Nightwash“, das auch mehrfach im Reethus Station machte. Jahr für Jahr spottete der Entertainer darüber, dass es die Konstruktion immer noch gebe. „Das war die Stadthalle, die niemals gehen wollte“, sagt Deuser am Samstag. „Ich weiß gar nicht, wie oft ich dort meine vermeintlich letzte Show gespielt habe.“ Dass es nun, nach gefühlten 37 Jahren der Planung, eine neue Veranstaltungsstätte gebe, die in nur eineinhalb Jahren Bauzeit umgesetzt worden sei, verlangt selbst „Knacki“ Deuser Respekt ab. „Wenn die das am Flughafen Berlin mitkriegen.“

Ich glaube, es ist für alle etwas dabei“, mutmaßt kurz darauf Sebastian Siefert, Geschäftsführer der Flora-Westfalia-GmbH, auf der Bühne. Er behält recht. Clown Tasso und sein unsichtbares Hündchen begeistern die Gäste ebenso wie „Siegfried und Joy“, die frischen Wind in die Szene der Berufsmagier bringen. Zwischen den Darbietungen auf der Bühne unterhält Thomas Großekathöfer im Foyer am Flügel. Es ist ein rundum gelungener Einstand, den die Stadthalle am Wochenende feiert.

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