Oelde Kirchengemeinde investiert in Friedhof

Verl (matt) - Rund 270.000 Euro nimmt die katholische Pfarrgemeinde St. Anna in die Hand, um den östlichen Eingangsbereich ihres Friedhofs aufzuwerten. Außer einer bereits fertiggestellten Lagerhalle entstehen Sozialräume, die auch als Informationsbüro dienen sollen.

Von Anonymous User

Wirklich einladend wirkte der Eingangsbereich in diesem Teil bisher nicht. Dort gab es vier in die Jahre gekommene Garagen auf der linken Seite und dem friedhofseigenen kleinen Bauhof auf der anderen Seite. Wie es besser geht, ist auf der Westseite des Gottesackers zu sehen: Dort, im Bereich der Kapelle, sieht es sehr gepflegt aus. Aber der Zustand auf der Ostseite ändert sich aktuell: Zwei der vier Garagen wurden abgerissen. An der Stelle wird ein multifunktionaler Gebäudekomplex hochgemauert. Personalräume mit Duschen, sanitären Anlagen und einem offenen Aufenthaltsraum für Friedhofsgärtner Ralf Austermann und seinen Kollegen werden geschaffen.

Aber nicht nur für Pausen ist dieser Raum vorgesehen, sondern auch für Beratungsgespräche. „Wir haben mittlerweile zwischen sechs verschiedene Grabvarianten bei uns“, erklärte Kirchenvorstandsmitglied Lothar Meyer bei einem Pressegespräch. Und da bestehe durchaus Informationsbedarf, den Austermann künftig an Ort und Stelle abdecken soll. Einzel-, Doppel-, Urnen-, Rasen, Vinka-, oder Waldsteinia-Gräber bietet der Verler Friedhof an Bestattungsmöglichkeiten.

„Man kann schon sagen, dass der Trend zu immer pflegeleichteren Grabstätten geht“, sagt Brigitte Gnegel, geschäftsführende Kirchenvorstandsvorsitze von St. Anna. „Je pflegeleichter, desto größer die Nachfrage“, stimmt Friedhofsverwalter Heinz Masmeier zu und ergänzt um einen weiteren Punkt: „Und günstiger sollen Grabstätten werden.“ Noch spürt man den Preisdruck in Verl nicht.

Damit der Friedhof für die St.-Anna-Gemeinde sich langfristig rechnet, investiert die Gemeinde regelmäßig und bietet moderne Formen der Bestattung an. Die erste Bauphase ist bereits abgeschlossen: Das 77 Quadratmeter große Lager ist fertiggestellt. Dort ist Platz für Fahrzeuge und Gerätschaften.

Der Bauhofbereich soll nach Abschluss der gesamten Maßnahmen mit Zaun und Tor optisch und funktional abgetrennt werden. Gegenüber soll im Sommer das neue Beratungszentrum fertiggestellt werden. Ein Flachdach-Kubus, der mit Stein und Holzoptik schlicht und gradlinig ist und doch zeitlos modern wirken wird. 50 Quadratmeter groß wird das Gebäude werden.

„Die beiden verbliebenen Garagen werden optisch dem Neubau so angepasst, dass später Alt-Garagen und Neubau nicht mehr voneinander zu unterscheiden sein werden“, verspricht Pfarrer Karl-Josef Auris. Einen weiteren Service wird der Neubau bieten: Im Ost-Eingangsbereich soll es dann auch öffentliche Toiletten geben, die den Friedhofsbesuchern zu Verfügung stehen.

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