SC Paderborn empfängt am Freitag Darmstadt 98 – bis auf den gesperrten Collins sind alle Spieler einsatzbereit
Hinten rechts gibt‘s ein Fragezeichen

Paderborn -

Trainer Steffen Baumgart ist kein Freund von Statistiken, doch in diesem Fall hätte er wohl nichts gegen eine Fortsetzung.

Donnerstag, 04.03.2021, 03:00 Uhr aktualisiert: 04.03.2021, 06:36 Uhr
Rechtsverteidiger Johannes Dörfler trainiert wieder und könnte trotz Bänderriss spielen. Foto: Wilfried Hiegemann

Anders als vor einer Woche in Regensburg, als Zweitligist SC Paderborn im Jahnstadion nach 0:3 und 0:2 die dritte Niederlage in Folge ohne eigenen Treffer (0:1) kassierte, fielen die jüngsten Ergebnisse gegen den kommenden Gegner deutlich erfreulicher aus. 6:2 und 4:0 gewann sein Team zuletzt gegen den SV Darmstadt 98.

Am Freitag in der Benteler-Arena (18.30 Uhr, Sky) soll der dritte Dreier in Folge eingefahren werden, auch wenn Baumgart nichts auf die Vergangenheit hält: „Das ist erledigt. Es ist ein neues Spiel, es sind zum größten Teil andere Spieler auf dem Platz und es ist eine andere Konstellation.“

Während es für die im gesicherten Mittelfeld platzierten Ostwestfalen (nur) darum geht, in der Tabelle etwas zu klettern, müssen die Hessen um den Ligaverbleib bangen. Nach zwei Pleiten am Stück auf St. Pauli (2:3) und gegen Karlsruhe (0:1) ist die Mannschaft von Trainer Markus Anfang als 14. nur noch vier Punkte vom Relegationsrang 16 entfernt. Der Respekt auf Seiten der Gastgeber ist dennoch groß. Baumgart rechnet nicht damit, dass die Darmstädter von ihrer offensiven Ausrichtung abgehen, auch wenn Anfang im Vorfeld der Partie erklärte: „Wir müssen die Defensivarbeit in den Vordergrund stellen.“ Der SCP-Trainer sagte am Mittwoch: „Das ist eine Mannschaft, die trotz nicht so guter Ergebnisse an ihrer Struktur festhält und Fußball spielt. Sie haben eine große individuelle Qualität, vor allem auch bei Standards.“ In diesem Zusammenhang nannte er den Ex-Paderborner Tobias Kempe: „Standards waren zuletzt unsere Achillesferse, da brauchen wir Lösungen.“

Okoroji ersetzt den gesperrten Collins

Das gilt auch für die eine oder andere Position, denn der 49-Jährige kann bis auf den gesperrten Linksverteidiger Jamilu Collins personell aus dem Vollen schöpfen. Alle sind gesund, auch die jüngsten Coronatests waren negativ. Die Befürchtungen, dass sich ein Spieler gegen Regensburg (der SSV Jahn beklagt inzwischen acht Infizierte) angesteckt hat, haben sich also nicht bestätigt. „Wir werden so etwas nicht verhindern können, aber entscheidend ist, schnell zu reagieren. Darum geht es“, sagte Baumgart.

Bislang mussten sich die Ostwestfalen damit nicht beschäftigen, so entscheiden auch gegen Darmstadt allein sportliche und taktische Gründe über die Aufstellung. Klar ist: Chima Okoroji (zuletzt am 15. Januar beim 1:1 in Fürth in der Startelf) ersetzt Collins, rechts in der Viererkette gibt es dagegen noch ein Fragezeichen. Johannes Dörfler, der sich in Regensburg einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen hatte, absolvierte am Mittwoch seine erste Laufeinheit und soll am Donnerstag wieder voll einsteigen. „Ich könnte ihn einsetzen“, mutmaßte Baumgart, sagte aber auch: „Die Frage ist, ob wir das Risiko eingehen wollen.“ Die Tendenz geht da wohl eher in Richtung Frederic Ananou. Als wahrscheinlich bezeichnete Baumgart auch, dass Chris Führich anstelle von Kai Pröger in die Startelf zurückkehrt und schloss darüber hinaus gehende Veränderungen nicht aus.

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