Ein Kommentar zum Auftritt von Schiedsrichter Tobias Stieler bei der Pokalpartie zwischen Dortmund und Paderborn
An Arroganz kaum zu überbieten

Paderborn -

Darf ich das arrogant nennen? Diese Frage stellte Steffen Baumgart noch am Dienstag in der nächtlichen Pressekonferenz und sie ist mit einem eindeutigen Ja zu beantworten. Das, was sich Schiedsrichter Tobias Stieler am Dienstag erlaubte, war an Arroganz kaum zu überbieten.

Mittwoch, 03.02.2021, 19:31 Uhr aktualisiert: 04.02.2021, 09:41 Uhr
Vor dem Elfmeter für den SC Paderborn 07 vergewisserte sich Tobias Stieler selbst am Monitor, bei Erling Haalands Siegtreffer verzichtete der Schiedsrichter auf die Ansicht der Bilder. Foto: Guido Kirchner/dpa-Pool/dpa

Was unzählige Kameraeinstellungen und Zeitlupen nicht endgültig auflösen konnten, entschied der 39-Jährige ohne einen Satz der Erklärung mal eben nach eigener Wahrnehmung und beendete damit einen Paderborner Pokaltraum, der so gerade begonnen hatte, Realität werden zu können.

Dabei hätte der Unparteiische, der vor mehr als zehn Jahren in Paderborn seine Profilaufbahn begann, nur ein paar Schritte zur Seitenlinie laufen müssen, um auf dem Monitor noch einmal zu sehen, dass man nichts sieht: keine Berührung, keine Veränderung der Flugbahn des Balles.

Warum er das Siegtor nicht zurücknahm, versuchte der DFB einen Tag später scheibchenweise aufzuklären und brachte schließlich ein „Deliberate Play“ ins Spiel. Im Fußball soll demnach nicht mehr entscheidend sein, wie stark die Berührung ist oder ob sich die Flugbahn des Balls sichtbar ändert. Das mag ein Erklärungsversuch dafür sein, warum sich der studierte Jurist ausgerechnet bei dieser kniffligen Situation nicht der technischen Hilfsmittel bediente. Nachzuvollziehen ist aber weder diese unsinnige Regel noch das Verhalten Stielers. Denn auch wenn es nur den kleinen SCP betrifft: Wer sich der Kritik nicht direkt und öffentlich stellt und auch am Tag danach nicht so viel Anstand besitzt, zumindest das eigene Verhalten stichhaltig zu erklären, der hat durch Nichtstun noch einmal nachgetreten. Dafür gibt es im Fußball Rot.

Und noch eins: In der Branche wird Stieler als Duzfreund der Stars hinter vorgehaltener Hand schon seit Jahren die Nähe zu großen Klubs vorgeworfen. Das mögen ganz böse Unterstellungen sein. Die 120 Minuten in Dortmund haben allerdings nicht dazu beigetragen, diese zu entkräften.

18. Spieltag: SC Paderborn 07 - Holstein Kiel 1:1 (1:1)

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