DFB-Pokal-Achtelfinale: Der SC Paderborn 07 unterliegt in Dortmund erst nach Verlängerung mit 2:3
Zur Sensation fehlt nicht viel

Dortmund -

Zweitligist SC Paderborn 07 hat sich an einem langen Dienstagabend sehr achtbar geschlagen und die Sensation nur ganz knapp verpasst. Die Ostwestfalen unterlagen im Achtelfinale des DFB-Pokals bei Borussia Dortmund erst nach Verlängerung mit 2:3 (2:2, 0:2).

Dienstag, 02.02.2021, 23:22 Uhr aktualisiert: 03.02.2021, 06:45 Uhr
Erling Haaland erzielt in der Verlängerung das entscheidende 3:2 für den BVB. In dieser Szene hat Frederic Ananou das Nachsehen. Foto: Guido Kirchner/dpa-Pool/dpa

Paderborns Trainer Steffen Baumgart vertraute zunächst seiner Elf, die zuletzt in der 2. Liga beim Tabellenführer Hamburger SV mit 1:3 unterlag. BVB-Coach Edin Terzic stellte dagegen auf mehreren Positionen um: Abwehrchef Mats Hummels (Knieprobleme) fiel aus, Marco Reus nahm zunächst auf der Bank Platz.

DFB-Pokal-Achtelfinale: Borussia Dortmund - SC Paderborn 07 3:2 n. V.

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    Foto: Guido Kirchner
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  •   Dortmunds Jadon Sancho.

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  • Paderborns Prince Osei Owusu (r.) verwandelt den Elfmeter zum 2:2 gegen Dortmunds Torwart Marwin Hitz.

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  •  Prince Osei Owusu jubelt nach seinem Elfmeter zum 2:2 gegen Dortmund. 

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  •  Dortmunds Erling Haaland jubelt nach seinem Tor zum 3:2. Vorne sitzt Paderborns Torwart Leopold Zingerle.  

    Foto: Guido Kirchner
  •   Schiedsrichter Tobias Stieler überprüft den Videobeweis. 

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  •  Dortmunds Erling Haaland jubelt nach seinem Tor zum 3:2.  

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  •  Paderborns Jamilu Collins.

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  • Dortmunds Erling Haaland (r.) in Aktion gegen Paderborns Sebastian Schonlau. 

    Foto: Guido Kirchner

„Wir wollen zeigen, wie gut unser Fußball aussieht“, machte Baumgart noch vor dem Anpfiff eine Kampfansage. Davon war zu Beginn allerdings nur wenig zu sehen. Der BVB führte nach 20 Minuten schon 2:0. Erling Haaland war es, der den Eckball von Jadon Sancho ins Zentrum köpfte, dort nutzte Emre Can (6.) die kollektive SCP-Verwirrung und traf zum 1:0. Tor Nummer zwei besorgte Sancho: Vier Stationen (Hitz, Brandt, Haaland und eben Sancho) brauchten die Borussen, dann war Zingerle erneut geschlagen (16.).

Noch bitterer aus SCP-Sicht: Nach 25 Minuten musste Sven Michel mit einem dick bandagierten linken Oberschenkel raus. Für ihn rückte wieder Dennis Srbeny in die Spitze. Der hatte nach Vorarbeit von Christopher Antwi-Adjei sofort den Anschlusstreffer (25.) auf dem Fuß, doch Marwin Hitz konnte abwehren. Das war das erste ganz dicke Ausrufezeichen des SCP, das zweite folgte wenig später: Der BVB-Keeper stand daher auch in Minute 32 im Blickpunkt, als Antwi-Adjei mit einer Körpertäuschung Piszcek ins Leere laufen ließ und dann aus acht Metern abzog. Hier wehrte Hitz den Ball erneut ab. Das war im ersten Abschnitt die beste Phase der insgesamt wie gewohnt mutigen Elf von Baumgart. Delaney (40.) und Piszczek (45.) waren auf der Gegenseite noch gefährlich.

Im zweiten Teil der Pokal-Partie lauerten die Paderborner weiter auf ihre Chance. Nach einem Freistoß von Chris Führich (57.) hatte Srbeny seine nächste Möglichkeit, doch der Torjäger konnte den Ball nicht mehr kontrollieren. Das machte Führich (72.) wenig später besser, auch der scheiterte an Hitz. Der SCP übernahm nun immer mehr die Kontrolle und wurde mit dem ersten Tor belohnt. Der eingewechselte Julian Justvan (79.) verkürzte auf 1:2. Da sah Hitz gar nicht gut aus. Doch es kam noch besser: Nach einem Foul von Felix Passlack an Sebastian Schonlau verwandelte Prince Owusu in der Nachspielzeit den fälligen Strafstoß und stellte verdient auf 2:2.

In der Verlängerung war es dann Erling Haaland, der nach einem langen Pass von Delaney einen Konter bitzsauber abschloss. Das war stark abseitsverdächtig, doch zurückgenommen wurde das Tor auch nach vierminütiger Überprüfung nicht mehr. „Das war ein Riesenspiel. Die Entscheidung, die zum 3:2 geführt hat, war aber einfach lächerlich. Das tut mir leid für meine Jungs“, sagte Baumgart.

Der SCP-Trainer kritisierte in einem ARD-Interview Schiedsrichter Tobias Stieler scharf.

Dortmund: Hitz - Piszczek, Akanji, Can - Morey (46. Passlack), Delaney, Bellingham (74. Dahoud), Schulz (91. Guerreiro) - Sancho (116. Reus), Haaland, Brandt (65. Reyna)

Paderborn: Zingerle - Ananou, Hünemeier, Schonlau, Collins - Schallenberg (88. Owusu), Thalhammer (69. Justvan) - Führich (105. Heller), Srbeny (69. Terrazzino), Antwi-Adjei - Michel (24. Ingelsson)

Schiedsrichter: Stieler (Hamburg)

Tore: 1:0 Can (6.), 2:0 Sancho (16.), 2:1 Justvan (79.), 2:2 Owusu (90+7./Foulelfmeter), 3:2 Haaland (95.)

Gelbe Karten: Delaney / Ingelsson, Schonlau, Antwi-Adjei

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