So war es in der Hinrunde: Der SCP verliert in Kiel verdient mit 0:1
Mal wieder ein Paderborner Saisonstart ohne Sieg

Paderborn -

Saisonstart kann der SC Paderborn nicht. So war es auch am 20. September 2020 in Kiel: Der Erstliga-Absteiger aus Ostwestfalen verlor den Zweitligaauftakt bei Holstein Kiel verdient mit 0:1 (0:0).

Dienstag, 26.01.2021, 02:00 Uhr aktualisiert: 26.01.2021, 08:44 Uhr
Trost vom Trainer: nach der 0:1-Auftaktpleite in Kiel musste Steffen Baumgart nicht nur Dennis Srbeny aufrichten.

Saisonübergreifend war der misslungene Beginn bereits Paderborns 16. siegloses Punktspiel in Folge.

Die Gefühlslage bei Trainer Steffen Baumgart war hinterher entsprechend: „Wir fahren nach Hause und haben null Punkte. Wir sind aber die Mannschaft, die von oben nach unten gekommen ist. Die muss in der Lage sein, ihre Chancen zu nutzen. Deshalb reicht es jetzt auch nicht mehr, ein bisschen gut zu spielen, jetzt muss gewonnen werden.“ Auch Manager Fabian Wohlgemuth war nach der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte bedient: „Das war unterm Strich zu wenig, um hier zu punkten.“

Die nur 1709 Zuschauer (aufgrund der Hygienevorschriften waren vor vier Monaten noch 3000 Fans zugelassen) sahen im Holstein-Stadion eine kampfbetonte Partie mit deutlichen Vorteilen für die Gastgeber. Der Ligaelfte des Vorjahres hatte zwei Großchancen und musste nach nur 20 Minuten eigentlich schon 2:0 führen. Erst war es Janni Serra, der mit einem Schuss von der Strafraumgrenze an den Innenpfosten Pech hatte. Auch Fabian Reese verzog wenig später aus aussichtsreicher Position.

Der SCP, der mit seiner Erstliga-Offensive (Dennis Srbeny, Sven Michel, Kai Pröger, Christopher Antwi-Adjei) antrat, konnte dagegen im Spätsommer des vergangenen Jahres den Kieler Kasten kaum in Gefahr bringen. Die Angriffe der Paderborner ähnelten mehr dem Bemühen, sich den Ball und damit die Verantwortung hin und her zu schieben. Es fehlte das Zwingende im Sturmzentrum. Das wurde nach einer halben Stunde besser, doch nur zwei Distanzschüsse von Maximilian Thalhammer und Pröger (34./43.) sowie ein Kopfball von Dennis Srbeny (37./Flanke Chima Okoroji) brachten den neuen Kieler Keeper Thomas Dähne zumindest mal etwas in Bedrängnis. „Wir bekommen die Bälle nicht aufs Tor. So lange wir das nicht schaffen, wird es auch in dieser Liga schwer, Spiele zu gewinnen“, monierte Baumgart.

Die zweite Hälfte kam zunächst nur schleppend in Fahrt. Die Kieler nutzten diesmal aber ihre erste Möglichkeit in Person von Alexander Mühling, der in Minute 59 den Ball zum 1:0 (59.) einschob. „Dieses Tor hat uns aus dem Rhythmus gebracht. Da haben wir in Überzahl nicht gut verteidigt“, sagte Wohlgemuth.

Der SCP versuchte zwar noch, den Druck zu erhöhen, doch wie schon in Abschnitt eins kam der finale Pass viel zu selten an. Es fehlte an Ideen, die Paderborner fanden gegen immer tiefer stehende Hausherren auch keine Mittel. Und wenn es mal klappte, fehlte den Spitzen wie Srbeny (68.) der Mut zum Abschluss. Da wurde lieber noch mal quer gespielt, als den Abschluss zu suchen. Deshalb passte es perfekt ins Bild, dass auch in Durchgang zwei die beste Chance ein Kieler ausließ:  Fin Bartels zwang Leopold Zingerle (79.) noch zu einer Glanztat.

Den letzten Startsieg feierten die SCPer übrigens 2011 mit einem 2:1 bei Hansa Rostock. Bei allem Frust mühten sich Trainer und Spielführer hinterher nicht alles nur negativ zu sehen. „Vor zwei Jahren sind wir in der 2. Liga auch mit einer Niederlage gestartet und dann aufgestiegen. Ich will damit jetzt nicht vom Aufstieg reden, aber abgestiegen sind wir auch noch nicht“, sagte ein angefressener Baumgart dem Pay-TV-Sender Sky. Dem Coach gefiel besonders die Bewertung von Paderborns Ex-Stürmer Domi Kumbela nicht. Der sprach nach der Partie im TV-Studio von einem „Kieler Powerplay“. Das gab es definitiv nicht, dieses Urteil hatte der 36-Jährige exklusiv.

Baumgart wollte die Mannschaft von außen aber auch nicht in zwei Gruppen aufteilen lassen. Gute Noten gab er seinem mit drei Neuzugängen stark veränderten Abwehrverbund, die „Abteilung Attacke“ sah er hingegen ebenfalls nicht so schlecht: „Hinten war alles super, nur vorne hat es gehakt – das ist mir zu einfach. Wir sind ein Mannschaftssport, da muss man immer in beide Richtungen schauen.“ Offensiv und defensiv dachte auch der neue Kapitän Sebastian Schonlau: „Wir brauchen vorne bessere Ideen. Wir dürfen aber in Überzahl so ein Gegentor nicht bekommen“, sagte der 26-Jährige, der statistisch gesehen in Kiel einen Glanztag erwischte: Er gewann als einziger SCPer alle Zweikämpfe.

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