Nach dem 1:1 in Fürth und vor dem Hinrundenabschluss gegen Würzburg bilanziert Paderborns Trainer Baumgart die erste Saisonhälfte
„Nur ein Spiel war nicht gut“

Fürth/Paderborn -

Keine Frage, sie hätten sich nicht dagegen gewehrt, alle drei Zähler mit zurück nach Ostwestfalen zu nehmen. Wohl wissend, dass es nicht so ganz dem Spielverlauf und der Verteilung der Torchancen entsprochen hätte.

Montag, 18.01.2021, 02:56 Uhr aktualisiert: 18.01.2021, 07:16 Uhr
Paderborner Rückhalt: Leopold Zingerle hielt in Fürth den Punkt fest. Foto: Hiegemann

„Wenn Svante es schafft, den Ball an Sascha vorbeizukriegen, gehen wir hier als glücklicher Sieger vom Platz“, kommentierte Steffen Baumgart die finale Szene am Ronhof. Doch auch Burcherts Parade gegen den zur Pause eingewechselten Ingelsson änderte nichts daran, dass der Trainer des SC Paderborn nach dem 1:1 (1:1) bei der SpVgg Greuther Fürth ein entspanntes Wochenende verbrachte.

„Ich bin sehr zufrieden. Die Mannschaft befindet sich in einem Lernprozess und wir haben den nächsten Schritt gemacht“, sagte Baumgart. Ein weiterer soll am Samstag beim Hinrundenabschluss gegen die Würzburger Kickers folgen, doch Vorsicht: Der Aufsteiger ist zwar immer noch Tabellenletzter, aber seit drei Spielen unbesiegt.

„Das ist ein ganz wichtiges Spiel“, blickte Baumgart voraus und zog in der Pressekonferenz in Fürth schon mal ein Fazit der ersten Saisonhälfte: „Man hat heute beim Gegner gesehen, was uns noch fehlt. Aber wir haben aus meiner Sicht nur ein nicht gutes Spiel gemacht und das war beim 0:3 in Bochum. Ansonsten war ich mit vielen Leistungen einverstanden, auch wenn wir uns mit dem Ergebnis nicht immer belohnt haben. Wir hatten die Möglichkeit, mehr zu punkten.“

Die 90 Minuten am Freitag in Franken gehörten zweifellos zu den besseren. Allerdings trifft das auch auf die Gastgeber zu. Das Unentschieden war okay, aber wenn einer dem Sieg näher war, dann die Mannschaft von Coach Stefan Leitl. „Beide Teams haben mit offenem Visier gespielt, diese hochklassige Zweitligapartie hätte definitiv viele Zuschauer verdient gehabt“, begann Leitl seine Analyse und stellte fest: „Wir waren einen Tick besser und hätten aufgrund der klareren Möglichkeiten den Sieg verdient gehabt. Paderborn ist richtig gut, hätte sich aber über eine Niederlage nicht beschweren dürfen. Auch wenn Sascha uns kurz vor Schluss den Punkt festhält.“

16. Spieltag: SpVgg Greuther Fürth - SC Paderborn 07 1:1

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  • Chris Führich (rechts) von Paderborn jubelt über seinen Treffer zum 1:1.

    Chris Führich (rechts) von Paderborn jubelt über seinen Treffer zum 1:1.

    Foto: Daniel Karmann/dpa
  • PaderbornsTrainer Steffen Baumgart diskutiert mit dem Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck.

    Foto: Daniel Karmann/dpa
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    Foto: Daniel Karmann/dpa
  • Der Fürther Paul Jaeckel (links) und Dennis Srbeny von Paderborn.

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  • Der Fürther Havard Nielsen (links) kämpft mit Uwe Hünemeier von Paderborn um den Ball.

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  • Der Fürther Trainer Stefan Leitl.

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  • Paderborns Trainer Steffen Baumgart.

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  • Der Fürther Sebastian Ernst (Mitte) jubelt mit seinen Kollegen Paul Seguin und Branimir Hrgota über seinen Treffer zum 1:0.

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  • Paul Jaeckel im Duell mit den Paderbornern Uwe Hünemeier und Maximilian Thalhammer (rechts).

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  • Der Fürther Julian Green (unten) und Paderborns Johannes Dörfler.

    Foto: Daniel Karmann/dpa
  • Paderborns Trainer Steffen Baumgart von steht für ein Fernsehinterview vor Spielbeginn auf dem Platz.

    Foto: Daniel Karmann/dpa

Das tat Burcherst Gegenüber gleich mehrfach. Neben Pfosten und Latte war Leopold Zingerle in seinem 50. Zweitligaspiel (alle für den SCP) mit zahlreichen Paraden ein Garant für den neunten Auswärtspunkt in dieser Saison. „Es war von Beginn an ein schwieriges Spiel, mit dem Ausgleich sind wir besser reingekommen. Der Punkt geht in Ordnung, auch wenn Fürth die größeren Chancen hatte“, sagte der Jubilar, der 2015/2016 für die zweite Mannschaft des Kleeblatts aktiv war. Auch dem Trainer war die herausragende Leistung seiner Nummer 1 nicht verborgen geblieben, von ihm gab es ein Extralob: „Leo hatte einen sehr großen Anteil an dem Unentschieden. Er ist auf einem aufsteigenden Ast, macht keine groben Fehler und hält sehr souverän. Er ist der Rückhalt, den ich mir wünsche.“ Baumgart feierte übrigens das gleiche Jubiläum wie Zingerle und stimmte in Bezug auf das Resultat vielleicht auch deshalb mit seinem Schlussmann überein, als er erklärte: „Der Punkt ist meiner Meinung nach verdient.“

Die Begegnung zeigte aber auch, dass die Paderborner weiter schwanken. Julian Justvan, vor einer Woche gegen Aue noch gefeierter Siegtorschütze, musste diesmal zur Pause raus. Ingelsson kam und das System änderte sich von einem 4-3-3 auf ein 4-2-3-1. „Ju war nicht so gut drin im Spiel. Aber er ist jung, mit der Auswechslung sehr gut umgegangen und wird daraus lernen. Ich war nicht unzufrieden, aber wollte mehr Stabilität. Das war ein taktischer Wechsel, der manchmal sein muss“, sagte Baumgart.

Ein Dreier gegen Würzburg würde 25 Punkte bedeuten. Dann müsste sich der Absteiger nach unten wohl keine Sorgen mehr machen, Spieler wie Justvan könnten sich in Ruhe entwickeln und verbessern.

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