Stürmer Sven Michel steht beim Fußball-Bundesligisten Union Berlin auf der Einkaufsliste
Ausgerechnet Paderborns Pokalschreck

Paderborn -

Trennen sich die Wege von Sven Michel und dem SC Paderborn 07? Nach WESTFALEN-BLATT-Informationen liegt dem Berater des dribbelstarken Stürmers eine Anfrage des Erstligisten Union Berlin vor.

Donnerstag, 07.01.2021, 03:00 Uhr aktualisiert: 07.01.2021, 14:24 Uhr
Paderborns Stürmer Sven Michel traf beim Pokalsieg in Berlin gleich doppelt. Foto: imago images/Nordphoto

 Zu einem Angebot ist es aber scheinbar noch nicht gekommen. Paderborns Geschäftsführer Fabian Wohlgemuth machte am Mittwoch jedenfalls noch einmal deutlich: „Uns liegt weder schriftlich noch mündlich etwas vor. Im Fall von Sven Michel kann ich mir auch nicht vorstellen, dass da noch etwas kommt.“

Fakt ist, dass die Köpenicker, die mit 24 Punkten nach 14 Spieltagen und Platz fünf bislang eine glänzende Saison spielen, auf Stürmersuche sind. Topscorer Max Kruse (32) wird den Eisernen wohl erst im Februar wieder zur Verfügung stehen. Joel Pohjanpalo (26/Sprunggelenk-OP) und der Dauerverletzte Anthony Ujah (30/Arthroskopie im Knie) fallen wohl ebenfalls noch etwas länger aus.

Fakt ist aber auch, dass Michel erst kurz vor Weihnachten mit seinem Doppelpack beim 3:2-Pokalsieg der Paderborner an der Alten Försterei eine glänzende Visitenkarte abgegeben hat.

Dabei hatte der 30-Jährige wegen eines Innenbandanriss zunächst große Teile der Saison verpasst. Sein Auftritt als Pokalschreck bei den Unionern war erst sein sechster Pflichtspieleinsatz in dieser Saison.

Michel selbst äußerste sich gestern erstmals gegenüber dieser Zeitung zu den Spekulationen rund um seine Person: „Ich spiele supergerne für den SC Paderborn, mit diesem Verein habe ich meine größten Erfolge gefeiert. Aber ich bin auch 30 Jahre alt. Wenn also noch einmal ein Angebot aus der Bundesliga kommen würde, müsste ich sehr ernsthaft darüber nachdenken.“

Allerdings wäre Michel kein Schnäppchen. Sein Vertrag läuft noch bis zum 30. Juni 2022 und Trainer Steffen Baumgart machte am Mittwoch deutlich: „Svenni genießt bei uns einen hohen Stellenwert, ihn würden wir nicht so einfach laufen lassen. Ganz im Gegenteil: Ich möchte ihn hier behalten.“

Allerdings wäre der Coach auch nicht der Typ, der seinem Spieler eine Chance unter allen Umständen verbauen würde. In Michels Alter würden aus der 1. Liga nicht mehr so oft Anfragen kommen, ist Baumgart überzeugt, würde im Falle eines Falles aber auch klare Forderungen stellen: „Das Geschäft funktioniert nur, wenn es noch eine andere Lösung geben würde und damit am Ende des Tages ein entsprechender Ausgleich geschaffen wird.“ Doch so richtig ernsthaft will sich der 49-Jährige damit (noch) nicht beschäftigen: „Ich bin sehr entspannt und glaube, hier ist nur ein Buschfeuer gelegt worden, um von einem ganz anderen Wechsel abzulenken.“

Transferschluss ist erst am 1. Februar, bis dahin hat der SC Paderborn 07 noch fünf Punktspiele zu absolvieren und Michel verspricht: „Egal was passiert, ich werde mir bis zuletzt für den SCP den Arsch aufreißen. So, wie ich es immer gemacht habe.“

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