Der SC Paderborn bekommt zu einfache Gegentore – Blick nach unten hat jetzt erst einmal Priorität
Auf der Suche nach Konstanz

Paderborn (WB/pk) -

Ein kleines Ständchen auf der Rückfahrt im Bus gab es trotzdem, aber dem Geburtstagskind war verständlicherweise nicht zum Feiern zumute.

Mittwoch, 06.01.2021, 07:01 Uhr aktualisiert: 06.01.2021, 07:06 Uhr
Enttäuschung pur: Julian Justvan nach dem Schlusspfiff in der Düsseldorfer Arena. Foto: dpa

„Die Enttäuschung war groß und die Stimmung dementsprechend gedrückt. Leider haben wir es nicht geschafft, an die Auftritte vor Weihnachten anzuknüpfen“, sagt Steffen Baumgart. Nach der 1:2 (0:1)-Niederlage am Montagabend zum Jahresauftakt bei Fortuna Düsseldorf beging der Trainer des SC Paderborn seinen 49. Geburtstag am Dienstag im Kreise seiner Familie.

Die war eigens aus Berlin angereist und machte ihm damit ein großes Geschenk, das er von seiner Mannschaft auf dem Platz nicht bekommen hatte. „Die Jungs sollen gesund bleiben, mehr brauche ich nicht“, gibt sich der Trainer bescheiden. Nach einem freien Tag am Mittwoch startet am Donnerstag die Vorbereitung auf das Heimspiel am Sonntag gegen Erzgebirge Aue.

Gegen die Sachsen werden die Ostwestfalen den nächsten Anlauf unternehmen, eine stabile Leistung abzurufen. Das Spiel in Düsseldorf war ein Spiegelbild der bisherigen Saison, mit ständigen Aufs und Abs. „Die Schlussphase verdient Respekt, aber wir müssen mehr Konstanz reinbekommen“, sagt Geschäftsführer Sport Fabian Wohlgemuth. Auffällig ist auch: Der SCP lag in dieser Saison sechsmal zurück und konnte keine einzige Begegnung drehen. Baumgart weist darauf hin, dass die Mannschaft nicht jede Woche die gleiche Leistung bringen könne, und meint: „Die Frage ist nicht, warum wir nicht zurückkommen. Die Frage ist, warum wir in Rückstand geraten.“ In Düsseldorf fiel ihm die Antwort nicht schwer: „Wir sind nicht gut reingekommen, haben viele leichte Fehler gemacht, die entscheidenden Zweikämpfe verloren und waren zu ungenau. So haben wir das Spiel verschenkt.“

14. Spieltag: Fortuna Düsseldorf - SC Paderborn 07 2:1

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  • Kenan Karaman erzielt das 2:0 für Düsseldorf.

    Kenan Karaman erzielt das 2:0 für Düsseldorf.

    Foto: Roland Weihrauch/dpa
  • Der Paderborner Julian Justvan nach dem Schlusspfiff .

    Foto: Roland Weihrauch/dpa
  • Der Düsseldorfer Alfredo Morales (rects) und der Paderborner Dennis Srbeny kämpfen um den Ball.

    Foto: Roland Weihrauch/dpa
  • Der Düsseldorfer Torschütze zum 2:0, Kenan Karaman (3. von links), jubelt mit dem Vorbereiter Matthias Zimmermann (2. von links).

    Foto: Roland Weihrauch/dpa
  • Düsseldorfs Alfredo Morales (rechts) im Gespräch mit Paderborns Sven Michel. Düsseldorfs Torwart Florian Kastenmeier beruhigt offensichtlich die Gemüter.

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  • Düsseldorfs Trainer Uwe Rösler gestikuliert.

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  • Düsseldorfs Kevin Danso (links) und der Paderborner Julian Justvan

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  • Der Düsseldorfer Torschütze zum 1:0, Kristoffer Peterson (3. von link), jubelt mit seinen Teamkollegen.

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  • Düsseldorfs Edgar Prib (links) und Paderborns Julian Justvan.

    Foto: Roland Weihrauch/dpa
  • Düsseldorfs Andre Hoffmann (rechts) und der Paderborner Dennis Srbeny kämpfen um den Ball.

    Foto: Roland Weihrauch/dpa

Über weite Strecken ging zu wenig und der SCP hätte höher zurückliegen können als 0:2, erst nach dem Anschlusstreffer von Chris Führich zehn Minuten vor dem Ende wurde es besser. Entscheidend für die Niederlage waren aber die vielen Fehler. Der Aussetzer von Uwe Hünemeier blieb noch ohne Folgen, ein Missverständnis zwischen Chima Okoroji und Svante Ingelsson sowie ein weiterer Patzer von Ingelsson führten dann zu Gegentoren. Baumgart sucht Erklärungen und gibt zu: „Das ging zu einfach. Die Jungs wollen und ich habe eher das Gefühl, dass sie nicht wissen, was sie können. Das führt dazu, dass sie unsicher sind und zögern. Die letzten Millimeter, die wir in den vergangenen Jahren bei den zwei Aufstiegen genommen haben, um den Berg zu erklimmen, fehlen gerade. Wir treten auf der Stelle und rollen eher zurück. Das zehrt.“

Von Abstiegskampf kann noch keine Rede sein, dennoch ist die 3. Liga momentan näher als die Bundesliga. „Wir müssen sehen, dass es schnell wieder in die richtige Richtung geht“, mahnt Baumgart. Routinier Hünemeier erklärte: „Wir müssen uns an die eigene Nase fassen, aber ich habe keine Angst, dass wir unten reinrutschen. Wenn wir unseren Plan durchziehen, sind wir für jeden unbequem.“

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