Paderborner Jahresauftakt in Düsseldorf
„Gleich in Fahrt kommen“

Paderborn -

Dass die 2. Bundesliga in dieser Saison völlig verrückt spielt, ist ein offenes Geheimnis. Das Beispiel Düsseldorf ist in diesem Zusammenhang wie gemalt.

Sonntag, 03.01.2021, 09:59 Uhr aktualisiert: 03.01.2021, 13:48 Uhr
Da geht es lang: Trainer Steffen Baumgart gibt beim SC Paderborn die Richtung vor. Foto: dpa

Gut einen Monat ist es her, da war die Stimmung in der Landeshauptstadt im Keller. Die Fortuna war nach der 0:5-Niederlage am 9. Spieltag beim VfL Bochum mit mageren elf Punkten Zwölfter. Vor dem Absteiger-Duell am Montag gegen den SC Paderborn (20.30 Uhr, Sky) hat sich das Blatt grundlegend gewandelt.

Denn nach Bochum fuhr die Mannschaft von Trainer Uwe Rösler vier Siege in Folge ein und sprang in der Tabelle unter die Top5. Es spricht aber für die, wie erwähnt, verrückte Spielzeit, dass sich die Düsseldorfer dann mit einem Pokal-Aus beim Regionalligisten RW Essen in die kurze Weihnachtspause verabschiedeten.

Paderborns Trainer Steffen Baumgart interessiert Letzteres aber weniger. „Das ist ein anderer Wettbewerb und ändert nichts daran, dass Fortuna zuletzt sehr formstark war. Sie haben sehr gut gespielt, waren sehr aggressiv und haben ganz wenig Gegentore bekommen.“

Gegensätzlich zu Düsseldorf verlief die Ergebniskurve des SCP. Nach vier Spielen (drei Niederlagen) ohne Sieg gewannen die Ostwestfalen das letzte Punktspiel in 2020 beim VfL Osnabrück mit 1:0 und setzten drei Tage später mit dem 3:2 im Pokal beim Erstligisten Union Berlin noch einen drauf. Doch Baumgart bleibt auf dem Boden: „Die Serie davor hat mich mehr gestört. Klar, wir haben zweimal in Folge gewonnen, aber wir dürfen in dieser Liga nicht nachlassen und müssen sofort wieder in Fahrt kommen.“

Düsseldorf gegen Paderborn: Da werden auch Erinnerungen ans Frühjahr wach. Am 13. März war der SCP schon in Düsseldorf, als das Spiel wenige Stunden vor dem Anpfiff abgesagt wurde. Bei Baumgart gab es einen Corona-Verdacht, der sich jedoch nicht bestätigte. Tatsächlich infiziert aber hatte sich Luca Kilian als erster Bundesliga-Spieler. Der Re-Start nach der Pause erfolgte dann in der Merkur Spiel-Arena am 16. Mai. Es ging 0:0 aus, Ende Juni stiegen beide Mannschaften ab. Auch der SCP-Start in die neue Saison war holprig, aber von einer Krise will Baumgart nichts wissen: „Ich steige lieber mit so einem Fußball ab wie wir, als mich so zu präsentieren, wie ich es teilweise von anderen Mannschaften sehe.“

Einen Tag vor seinem 49. Geburtstag kann der Paderborner Coach personell fast aus dem Vollen schöpfen, lediglich der gesperrte Ron Schallenberg fehlt. „Ich habe eine große Auswahl“, sagt er. Der Kader steht noch nicht fest, sicher ist nur, dass Ersatztorwart Jannik Huth nach langer Verletzungspause erstmals in dieser Saison zum Aufgebot gehört und Baumgart es beim 4-3-3 belässt.

 

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