Paderborns Angreifer feiert nach mehr als zwei Monaten Verletzungspause sein Comeback
Michel fühlt sich „echt gut“

Paderborn -

Es war kein guter Tag für den SC Paderborn. Die Leistung gegen den 1. FC Nürnberg war okay, das Ergebnis (0:2) alles andere als zufriedenstellend.

Dienstag, 08.12.2020, 02:30 Uhr
Co-Trainer Daniel Scherning bereitet Sven Michel auf seine Einwechslung gegen Nürnberg vor. Foto: Wilfried Hiegemann

Nach drei Heimsiegen in Folge verlor der SCP zum zweiten Mal in dieser Saison in der Benteler-Arena. Die Stimmung war im Keller, nur einer hatte ein wenig Grund zum Lächeln: Sven Michel.

Nach mehr als zweimonatiger Verletzungspause feierte der Angreifer sein Comeback, wurde in der 81. Minute für Chris Führich eingewechselt und durfte noch gut zehn Minuten mitmachen. Große Akzente konnte der 30-Jährige auf der linken Außenbahn nicht mehr setzen, doch der Anfang ist gemacht. „Ich habe mich riesig gefreut, wieder mit den Jungs auf dem Platz zu stehen. Auch wenn es nicht lange war, der Gegner sehr tief stand und wir verloren haben“, sagt er.

Vergangene Woche im Auswärtsspiel beim Karlsruher SC schaffte es Michel zum ersten Mal wieder in den Kader, jetzt kehrte er auf den Rasen zurück. „Ich hoffe, dass Sven in den kommenden Wochen weiter ein Faktor für uns wird. Er hat heute auf einer für ihn ungewohnten Position gespielt und wird sich Woche für Woche heranarbeiten“, sagte Trainer Steffen Baumgart.

Für Michel, der für den SCP seit 2016 117 Punktspiele bestritt und dabei 39-mal traf, ist wieder einmal ein langer Weg zurück beendet. Zuletzt war er in der Hinrunde der Spielzeit 2018/2019 aufgrund von Achillessehnenproblemen wochenlang ausgefallen. In dieser Saison stand er zum Auftakt in Kiel in der Startelf, verletzte sich dann vor dem ersten Heimspiel gegen den Hamburger SV im Training. Innenbandanriss im linken Knie lautete die Diagnose, es musste sogar befürchtet, dass das Fußballjahr für ihn vorbei sein könnte. Das ist nicht der Fall und sein Ehrgeiz ungebrochen: „Ich fühle mich echt gut und nicht wie ein 30-Jähriger. Ich bin bereit und helfe der Mannschaft, wo und so schnell ich kann“, sagt der Ex-Cottbuser, der in Paderborn noch bis 2022 unter Vertrag steht. Gespräche über eine Verlängerung laufen schon und Michel gesteht: „Ich würde gerne bleiben.“

Natürlich mindestens in Liga zwei und das wird schwer genug: „Die Tabelle ist unfassbar eng., das wird ein Glücksspiel. Wir müssen extremst aufpassen und uns schnell ein Polster nach unten schaffen.“

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