Verteilung der Medienerlöse: von neuem Modell würden Arminia und SCP profitieren
Montag geht‘s wieder ums Geld

Bielefeld -

Serien-Meister FC Bayern München erhält aus der TV-Vermarktung der Fußball-Bundesliga in dieser Saison insgesamt 105,4 Millionen Euro.

Donnerstag, 03.12.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 07:21 Uhr
Bei der Verteilung der Medienerlöse liegt der FC Bayern vorne: 105,4 Millionen Euro von der TV-Vermarktung erhält der Münchner Verein. Foto: dpa

Das berichtet der „Kicker“. Auf den Plätzen zwei und drei der Geld-Rangliste folgen demnach Borussia Dortmund (94,95 Millionen) und Bayer Leverkusen (88,07 Millionen). Laut dem Bericht werden in dieser Saison insgesamt 1,448 Milliarden Euro aus nationaler und internationaler Vermarktung an die 36 Vereine ausgeschüttet. Bei den Bayern stammen laut diesen Angaben aus dem Topf des Verkaufs der nationalen Rechte 74,3 und der internationalen Rechte 31,1 Millionen Euro.

Die geringsten Einnahmen der Erstligisten haben in der laufenden Saison nach Angaben des Fachmagazins Arminia Bielefeld (34,31 Millionen Euro) und Union Berlin (37,07 Millionen Euro). Absteiger SC Paderborn erhält in der aktuellen Spielzeit 15,06 Millionen Euro. Am kommenden Sonntag entscheidet das Präsidium der DFL über den neuen Verteilerschlüssel der Medienerlöse in Höhe von etwa 4,4 Milliarden Euro für die vier Spielzeiten von 2021/22 bis 2024/25, über den zuletzt gestritten wurde. Am Montag steht dann die DFL-Vollversammlung mit allen 36 Vereinen auf dem Programm.

24 Verlierer, 12 Gewinner

In einem „Impulspapier“ hatten vier Erstligisten (darunter Arminia) und zehn Zweitligisten (darunter der SC Paderborn) dafür geworben, über eine andere Verteilung der TV-Gelder nachzudenken. Angeführt von Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge stellte sich der Rest der beiden Ligen gegen die „Kleinen“. Bielefeld, Paderborn und Co. plädieren dafür, dass zumindest der Unterschiedsfaktor zwischen dem Erst- und dem Letztplatzierten innerhalb einer Liga bei maximal 2 liegt. Laut „Kicker“ lag der Faktor im Vorjahr zwischen Meister Bayern und Absteiger SCP bei 3,5 (nationale und internationale Erlöse addiert).

Sollten die Erlöse unverändert im Verhältnis 80:20 zwischen Bundesliga und 2. Liga verteilt werden, aber nur noch mit einer Spreizung von 2:1, und würden dann auch die Zweitligaklubs von den internationalen Vermarktungserlösen profitieren, gäbe es laut „Kicker“ zwölf Gewinner und 24 Verlierer. Arminia würde in diesem Modell den zweitgrößten Zuwachs verzeichnen, nämlich 7,59 Millionen Euro. Nur Union Berlin (7,82 Millionen Euro) hätte ein größeres Plus. Der SC Paderborn dürfte mit 2,32 Millionen Euro mehr planen.

Größter Verlierer wären die Bayern (minus 21,42 Millionen Euro). Bei einem Jahresumsatz von zuletzt 750,4 Millionen Euro wäre das für den Rekordmeister sicher zu verschmerzen. Und dass München dadurch einen Rückschlag im Kampf um die deutsche Meisterschaft erleben würde, ist auch nicht zu erwarten. Bei Arminia mit einem Umsatz von 32,2 Millionen Euro (Geschäftsjahr 2018/19) sind 7,59 Millionen Euro allerdings viel mehr als nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

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