Paderborn spielt 1:1 in Sandhausen
Baumgart wird schon wieder verwarnt

Paderborn (WB/MR). In der Nachspielzeit sah Steffen Baumgart am Sonntag in Sandhausen (1:1) bereits seine zweite Gelbe Karte in dieser Saison. Die könnte noch Folgen haben. Nach nur vier Verwarnungen folgt bereits eine Sperre. Diese Regel wurde in der vergangenen Saison eingeführt.

Montag, 26.10.2020, 02:51 Uhr aktualisiert: 26.10.2020, 07:48 Uhr
„Rasend“ am Rasen-Rand: SCP-Trainer Steffen Baumgart. Foto: dpa

„Der Dennis Diekmeier macht da den sterbenden Schwan, und der Linienrichter fällt darauf rein. Wie schnell so ein Freistoß mal reinrutschen kann, wissen wir alle. Genau deshalb habe ich mich so aufgeregt, mich richtig geärgert und mir die Karte redlich verdient.“ Doch Paderborns Trainer war am Ende auch wieder versöhnlich: „Das Spiel war sehr kampfbetont und deshalb für den Schiri nicht einfach zu leiten.“

Außerdem kann Baumgart mit Gelben Karten auch umgehen. In der Saison 2019/2020 schrieb der 48-Jährige am 2. Spieltag sogar Geschichte: Bei der 1:3-Heimniederlage seines Teams gegen den SC Freiburg wurde er von Schiedsrichter Tobias Welz (Wiesbaden) als erster Trainer der Bundesliga-Geschichte verwarnt. Baumgart hatte sich damals sehr lautstark beim Unparteiischen beschwert, weil dieser einen vermeintlichen Vorteil für seine Mannschaft abgepfiffen hatte. Danach kassierte er nur noch zwei weitere und überstand seine erste Spielzeit als Erstliga-Trainer ohne Sperre.

Zwei andere Szenen hatte Baumgart dagegen nicht so im Blick: Beim üblen Tritt von Aleksandr Zhirov an Svante Ingelsson (5.) war er zu weit weg und meinte hinterher: „Damit habe ich mich auch gar nicht mehr beschäftigt. Aber wenn es am Bildschirm so schlimm aussah, warum schalten sich unsere Videoschiedsrichter dann nicht ein?“ Das vermeintliche Handspiel von Denis Linsmayer (26.) hatte er dagegen auch anders gesehen: „Seine Hand war relativ weit hoch, aber vom Pfiff war ich dann auch überrascht.“ Doch am Ende zählte das für Baumgart alles nicht mehr: „Wir haben einen Punkt mitgenommen, den wir uns über die 90 Minuten redlich verdient hatten.“

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