Paderborner Nullnummer in Heidenheim
Der erste Punkt

Paderborn (WB/pk). Es bleibt dabei, der SC Paderborn spielt gerne gegen den 1. FC Heidenheim. Am Samstag holte der heimische Zweitligist in Heidenheim ein 0:0 und hat auch nach dem fünften Vergleich noch nie gegen die Schwaben verloren. Es war der erste Punkt in der dritten Punktepartie, saisonübergreifend aber hat der SCP nun schon 18-mal nicht gewonnen.

Samstag, 03.10.2020, 14:56 Uhr aktualisiert: 03.10.2020, 15:16 Uhr
Schiedsrichter Timo Gerach zeigt Paderborns Trainer Steffen Baumgart die Gelbe Karte. Foto: dpa

Heidenheims Trainer Frank Schmidt, mit 13 Jahren beim Verein dienstältester Coach der Liga, reagierte auf die 2:4-Niederlage auf St. Pauli mit fünf Veränderungen in der Startelf. Sein Gegenüber Steffen Baumgart tauschte zweimal. Für Chima Okoroji, der sich im Abschlusstraining am Freitag einen Bänderverletzung im Fuß zugezogen hatte , spielte Uwe Hünemeier überraschend hinten links. Jamilu Collins, der auf dieser Position erwartet und angekündigt worden war, stand aufgrund einer Erkältung gar im Kader. Somit war Collins neben Okoroji, Jannik Huth, Sven Michel und Maxi Thalhammer bereits der fünfte Ausfall. Im zentralen Mittelfeld wählte Baumgart in Person von Ron Schallenberg anstelle von Julian Justvan die defensive Variante und entschied sich insgesamt für ein 3-5-2-System.

Uwe Hünemeier stand in der Startelf des SCP.

Uwe Hünemeier stand in der Startelf des SCP. Foto: dpa

Vor der Partie auf der schwäbischen Alb blickte Baumgart noch einmal auf das 3:4 am Montag gegen den Hamburger SV zurück und wagte einen Ausblick auf die bevorstehenden 90 Minuten: „Wenn man vier Gegentore bekommt, hat man einiges nicht richtig gemacht. Heidenheim gehört für mich zu den besten Mannschaften der 2. Liga, was speziell Robustheit, Mentalität und das spielerische Element betrifft. Ich erwarte viel Druck, da müssen wir hellwach sein und Lösungen finden.“

Mit Dreierkette

Im Nieselregen von Heidenheim machten die Hausherren sofort Betrieb, aber die erste Chance hatten die Gäste. Über Sebastian Vasiliadis und Chris Führich landete der Ball bei Dennis Srbeny, doch der scheiterte an Torwart Kevin Müller. Das war es aber auch schon an gefährlichen Szenen in der ersten halben Stunde. Beide Teams rieben sich in Zweikämpfen auf und fanden kaum Löcher in der Defensive des Gegners. Interessanter als auf dem Feld wurde es zunächst am Rand, als Baumgart von Schiedsrichter Timo Gerach die Gelbe Karte wegen Meckerns sah.

Chris Führich (links), gegen den HSV Doppeltorschütze, kam in Heidenheim kaum zum Zug.

Chris Führich (links), gegen den HSV Doppeltorschütze, kam in Heidenheim kaum zum Zug. Foto: dpa

In der 37. Minute dann die 100-prozentige Gelegenheit zur Führung für den SCP. Nach einem Doppelpass mit Srbeny tauchte Svante Ingelsson frei vor Müller auf, traf aber nur das Außennetz. Das war wunderschön gespielt, allein der Abschluss passte nicht. Jetzt wurde es lebhafter. Drei Minuten später verfehlte Vasiliadis das Tor mit einem Schuss von der Strafraumgrenze nur knapp, im Gegenzug parierte Leopold Zingerle einen Versuch von Robert Leipertz. Für den gebürtigen Schwaben Vasiliadis wäre ein Treffer bei seinem „Heimspiel“ gleichzeitig ein vorgezogenes Geschenk zu seinem 23. Geburtstag am Sonntag gewesen.

Nach dem Wechsel dauerte es bis zur 52. Minute, ehe Zingerle die Ostwestfalen erneut vor einem Rückstand bewahrte. Nach einem Fehler von Frederic Ananou rettete er gegen Leipertz. Die Gastgeber erwischten wieder den besseren Start, aber weiter ohne zählbaren Ertrag. Nah dran am 1:0 waren sie bei einem Distanzschuss von Andreas Geipl (64.). Von Paderborn kam zusehend zu wenig, am Ende zitterten sich die Gäste zum ersten Punkt. „Beide Mannschaften haben fehlerhaft gespielt. Wir hatten viele Ballgewinne, es fehlten aber noch die Sicherheit und Leichtigkeit. Das war heute ein erster kleiner Schritt“, sagte Trainer Baumgart. Keeper Zingerle pflichtete ihm bei: „Heute müssen wir mit dem Punkt leben. In den nächsten Begegnungen müssen wir wieder mehr unsere Stärken ausspielen.“

Statistik

1. FC Heidenheim: Müller - Busch, Mainka, Theuerkauf, Föhrenbach - Geipl, Sessa (46. Kerschbaumer) - Leipertz (86. Schnatterer), Mohr (60. Pick) - Schmidt (60. Schimmer), Kühlwetter (78. Otto)

SC Paderborn: Zingerle - Correia, Schonlau (68. Pröger), Hünemeier - Vasiliadis (79. Justvan), Ingelsson - Ananou (57. Dörfler), Schallenberg, Antwi-Adjei - Srbeny, Führich (79. Jastrzembski)

Zuschauer: 2600

Tore: -

Schiedsrichter: Gerach (Landau)

Gelbe Karten: /Baumgart, Antwi-Adjei

 

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