Der SC Paderborn verliert zum Saisonauftakt bei Holstein Kiel mit 0:1
Punktloser Start

Kiel (WB/MR). Saisonstart kann der SC Paderborn nicht: Am Sonntag verloren die Ostwestfalen den Zweitligaauftakt bei Holstein Kiel verdient mit 0:1 (0:0). Den entscheidenden Treffer erzielte Alexander Mühling in Minute 59. Den letzten Startsieg feierten die SCPer übrigens 2011 mit einem 2:1 Rostock.

Sonntag, 20.09.2020, 15:39 Uhr aktualisiert: 21.09.2020, 07:18 Uhr
Ab durch die Mitte: Kiels Fabian Reese gegen die Paderborner Maximilian Thalhammer (links) Dennis Srbeny. Foto: dpa

Die Paderborner Elf ging – wie angekündigt – unverändert in den ersten Spieltag. Trainer Steffen Baumgart nahm im Vergleich zum 5:0-Sieg im DFB-Pokal gegen Viertligist SC Wiedenbrück keine Änderungen vor. Damit standen wieder vier Neuzugänge (Frederic Anaou, Marcel Correia, Chima Okoroji und Maximilian Thalhammer) in der Anfangself. „Paderborn hat eine eingespielte Mannschaft, das finde ich gut. Die werden eine gute Rolle spielen“, sagte Domi Kumbela. Der ehemalige Paderborner Stürmer war beim Pay-TV-Sender Sky zu Gast. Im SCP-Kader gab es einen Wechsel: Neuzugang Julian Justvan (VfL Wolfsburg) fuhr mit an die Ostsee, Rechtsverteidiger Jesse Tugbenyo blieb zuhause.

Wohlgemuth zurückhaltend

Paderborns Manager Fabian Wohlgemuth hatte sich im Vorfeld auf das Gastspiel bei seinem Ex-Klub gefreut, blieb direkt vor dem Anpfiff aber sehr zurückhaltend: „Unsere Jungs müssen nach dem Abstieg die 2. Liga annehmen. Das ist auch emotional nicht so einfach, außerdem ist die Klasse sehr viel ausgeglichener. Da müssen wir uns als SC Paderborn erst einmal bewähren, dann können wir Ziele festlegen.“

1. Spieltag: Holstein Kiel - SCP07 1:0

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  • 1. Spieltag: Holstein Kiel - SCP07 1:0
Foto: Frank Molter/dpa
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Kiels Coach Ole Werner hatte die erste Pokalhürde gegen den Oberligisten FC Rielasingen-Arlen mit einem 7:1-Erfolg ebenfalls sehr souverän genommen. Im Vergleich zu dieser Partie änderte er eine Position: Johannes van den Bergh ersetzte in der Verteidigung Simon Lorenz.

Die nur 1709 Zuschauer (aufgrund der Hygienevorschriften waren 3000 zugelassen) sahen im Holstein-Stadion eine kampfbetonte Partie mit Vorteilen für die Gastgeber. Der Ligaelfte hatte zwei Großchancen und musste nach 20 Minuten eigentlich 2:0 führen. Zunächst war es Janni Serra, den mit einem Schuss von der Strafraumgrenze an den Innenpfosten Pech hatte. Allein die Vorarbeit seines Teamkollegen Jae-Sung Lee verdiente das Prädikat „Extraklasse“. In Minute 19 war wieder Lee der Ausgangspunkt, der Ball kam nach weiteren Stationen (Fin Bartels und Serra) zu Fabian Reese, der hatte auch freie Bahn, verzog aber.

SCP mit Erstliga-Offensive

Der SC Paderborn, der mit seiner Erstliga-Offensive antrat, konnte den Kieler Kasten kaum in Gefahr bringen. Nur zwei Distanzschüsse von Maximilian Thalhammer und Kai Pröger (34./43.) sowie ein Kopfball von Dennis Srbeny (37./Flanke Okoroji) brachten den neuen Kieler Keeper Thomas Dähne zumindest etwas in Bedrängnis.

Die zweite Hälfte kam zunächst nur schleppend in Fahrt, die Kieler nutzten diesmal aber ihre erste Möglichkeit: Wieder war der starke Südkoreaner Lee entscheidend beteiligt, seinen Ball legte Reese für Alexander Mühling auf, und der brauchte nur noch zum 1:0 (59.) einzuschieben.

Die Gäste aus OWL versuchten nun mehr Druck zu machen, doch wie schon in Abschnitt eins kam der finale Pass viel zu selten an. Und wenn es mal klappte, fehlte den SCP-Spitzen wie Srbeny (68.) der Mut zum Abschluss. Der SC Paderborn mühte sich zwar um mehr Spielkontrolle, hatte aber kaum Ideen. Das Team war am Sonntag nicht zwingend genug und konnte sich keine klaren Möglichkeiten herausspielen. Die beste Chance ließ auf der anderen Seite Fin Bartels aus. Kiels Heimkehrer zwang Leopold Zingerle (79.) zu einer Glanztat. In einem höchstens durchschnittlichen Spiel behielten die Kieler am Ende verdient die Punkte.

Jetzt kommt der HSV

Für den SCP geht es erst am Montag, 28. September (Anstoß: 20.30 Uhr) weiter, dann kommt der Hamburger SV. Die Kieler sind schon am kommenden Samstag (13 Uhr) bei Eintracht Braunschweig zu Gast.

Die Statistik

Holstein Kiel: Dähne - Ignjovski, Wahl, Komenda, van den Bergh - Meffert - Mühling, Lee - Reese (75. Porath), Serra (54. Hauptmann), Bartels (85. Dehm)

SC Paderborn: Zingerle - Ananou (65. Dörfler), Correia, Schonlau, Okoroji - Pröger (65. Führich), Vasiliadis (89. Hünemeier), Thalhammer, Antwi-Adjei (89. Steinwender) - Srbeny, Michel (78. Justvan)

Schiedsrichter: Dankert (Rostock)

Tor: 1:0 Mühling (59.)

Gelbe Karten: Komenda, Hauptmann, van den Bergh / Thalhammer

Zuschauer: 1709

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