SC Paderborn: Trainer und Mannschaft wählten Schonlau zum Kapitän
Respekt vor dem Amt

Paderborn (WB). Wenn Paderborns Trainer Steffen Baumgart gefragt wurde, welche Spieler er nach dem Abstieg für den Neuaufbau braucht, fiel zuerst der Name Sebastian Schonlau. Der 26-Jährige hat sich im Bundesligajahr zu einem Führungsspieler entwickelt, als Kapitän steht er nun besonders im Blickpunkt.

Dienstag, 15.09.2020, 02:00 Uhr
Voller Einsatz: Paderborns neuer Kapitän und Abwehrchef Sebastian Schonlau gegen Wiederbrücks Saban Kaptan Foto: dpa

„Ich habe noch Markus Krösche als Spielführer erlebt und in den vergangenen drei Jahren Christian Strohdiek. Das sind riesige Fußstapfen, für mich wird das eine Herausforderung und deshalb habe ich mit großem Respekt das Amt übernommen“, sagt Schonlau. Respekt ja, Bedenken hatte Schonlau aber nicht. Zumal er auf einem guten Fundament aufbauen kann. Ein Großteil der Mannschaft stimmte für den gebürtigen Warburger , Baumgart selbst votierte auch für diesen Wechsel.

Vertrag läuft 2021 aus

Wobei damit die sportliche Zukunft von Sebastian Schonlau noch immer nicht endgültig geklärt ist. Sein Vertrag läuft zum 30. Juni 2021 aus, ein Transfer bis zum Ende der Wechselfrist am 5. Oktober erscheint nicht unmöglich. „Man sollte im Profußball nie etwas ausschließen, aber aktuell beschäftige ich mich nicht mit diesem Thema“, sagt Schonlau und wird dann etwas deutlicher: „Mein Fokus liegt voll auf Paderborn.“

Zu konkreten Zielen will sich der neue Spielführer nicht äußern. Das sei Sache des Trainers, hält sich der Abwehrchef lieber zurück und warnt vor der ausgeglichenen 2. Liga: „Wichtig ist jetzt, dass jeder Spieler nach dem Abstieg diese Klasse auch annimmt und wir uns in der 2. Liga etablieren. Die neue Saison wird garantiert nicht leichter, aber ich bin überzeugt davon, dass wir eine gute Runde spielen.“

Eine stabile Defensive wäre da der Grundstein, ohne Tore gibt es aber keine Siege. Hauptverantwortlicher dafür ist Dennis Srbeny. Der Berliner beendete am Sonntag beim 5:0-Sieg im Pokalspiel gegen den SC Wiedenbrück seine Torflaute, traf dreimal und erzielte damit seine ersten Treffer seit Mai. Damals spielte der SCP noch in der 1. Liga und Srbeny traf gegen die TSG Hoffenheim zum 1:1-Endstand. „Tore machen ist mein Job. Wie sehr mich die lange Zeit ohne persönlichen Erfolg beschäftigt hat, konnte man ganz gut an meiner Reaktion nach meinem 2:0 sehen“, sagte Srbeny.

Da fiel ganz viel Last ab, wobei seine Mitspieler und insbesondere Christopher Antwi-Adjei kräftig mithalfen. Die Vorbereitungen waren so gut, dass der 26-jährige die Bälle nur noch einzuschieben brauchte. „Das Team hat Klasse. Wir haben uns als Mannschaft schon gefunden, auch wenn das die Ergebnisse der Vorbereitung nicht gezeigt haben“, lobt Srbeny.

Dafür haben die fünf Treffer gegen den Viertligisten für viel Selbstvertrauen gesorgt. „Man darf das nicht überbewerten, aber zu einem guten Saisonstart gehört auch das Weiterkommen im Pokal“, sagt Schonlau. Srbeny blickt auch eher optimistisch in die Saison. Das Programm sei mit Holstein Kiel, Hamburger SV, 1. FC Heidenheim und Hannover 96 zwar knackig, aus Sicht des Mittelstürmers habe das auch Vorteile: „Wir wissen schon in vier Wochen sehr genau, wo wir als SC Paderborn stehen.“ Und dann wollen sie auch über Ziele reden.

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