Entlassener Manager: Gütetermin vor dem Paderborner Arbeitsgericht endet ergebnislos
Rechtsstreit zwischen dem SCP und Przondziono geht in die nächste Runde

Paderborn (WB/MR). Der Rechtsstreit zwischen Erstliga-Absteiger SC Paderborn und seinem Ex-Manager Martin Przondziono geht in die nächste Runde. Der Gütetermin vor dem Paderborner Arbeitsgericht endete am Dienstagmittag nach nur 45 Minuten ergebnislos.

Dienstag, 28.07.2020, 13:33 Uhr aktualisiert: 28.07.2020, 13:36 Uhr
SCP-Präsident Elmar Volkmann (rechts) und Rechtsanwalt Prof. Christoph Schickhardt. Foto: Oliver Schwabe

Zunächst muss die „sachliche Zuständigkeit des Arbeitsgerichts“ geprüft und damit entschieden werden, ob die Kündigungsschutzklage von Przondziono vor dem Landgericht verhandelt werden muss. Die Vorsitzende Richterin Corinna Bösing (auch Direktorin des Arbeitsgerichts) kündigte eine Entscheidung bis Ende August an. Parallel forderte sie beide Seiten auf, die Zeit für eine Lösung zu nutzen. Sollte es zu keiner Einigung kommen und der Fall weiter vor dem Arbeitsgericht verhandelt werden, käme es zu einer mündlichen Verhandlung, dem sogenannten Kammertermin.

Richterin Bösing hatte bereits am Dienstag versucht, zwischen den beiden Seiten zu vermitteln und einen Vergleich anzustoßen. Doch weder der SC Paderborn, vertreten durch Präsident Elmar Volkmann und Rechtsanwalt Prof. Christoph Schickhardt, noch Przondzionos Rechtsbeistand Dr. André Soldner waren zu einem Kompromiss bereit.

Es geht allerdings auch um viel Geld: Der am 20. April zunächst freigestellte und am 4. Mai fristlos entlassene Martin Przondziono, der am Dienstag selbst nicht vor Ort war, bekommt seit Mai kein Gehalt mehr. Sein Vertrag lief aber eigentlich noch bis zum 30. Juni 2021. Der 51-Jährige soll beim SCP angeblich 20.000 Euro im Monat verdient haben.

Martin Przondziono im Februar 2020 in der Paderborner Benteler-Arena.

Martin Przondziono im Februar 2020 in der Paderborner Benteler-Arena. Foto: Jörn Hannemann

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