Paderborns Trainer wird seinen bis 2021 laufenden Vertrag erfüllen
Mit Baumgart in die 2. Liga

Paderborn (WB). Eine gründliche Analyse der Saison hatte Paderborns Geschäftsführer Sport Fabian Wohlgemuth bereits vor einigen Wochen angekündigt, zwei Tage nach dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga teilten die Ostwestfalen ein erstes Ergebnis mit: Steffen Baumgart erfüllt seinen noch bis zum 30. Juni 2021 laufenden Vertrag und bleibt Chefcoach.

Dienstag, 30.06.2020, 04:00 Uhr aktualisiert: 30.06.2020, 05:00 Uhr
Er wird den Kampf in der 2. Liga mit dem SC Paderborn führen: Trainer Steffen Baumgart bleibt. Foto: Oliver Schwabe

In einer Pressemitteilung des Vereins stellte Baumgart, der seit April 2017 in Paderborn arbeitet, am Montag noch einmal seine enge Bindung zum Verein heraus: „Der SCP ist nicht nur ein Arbeitgeber für mich, dieser Verein ist mir in den vergangenen Jahren sehr ans Herz gewachsen. Für mich steht es außer Frage, dass ich meinen Vertrag erfüllen möchte.“

Dieses sehr klare Baumgart-Bekenntnis zum Klub überraschte in der Form. Gegenüber dem WESTFALEN-BLATT hatte sich der 48-Jährige in einem Interview (WB vom 27. Juni) noch so geäußert: „Ich konzentriere mich weiterhin voll auf den SC Paderborn. Niemand weiß aber, was in vier Wochen ist. Natürlich unterhalte ich mich mit anderen Vereinen, das habe ich auch schon in der Vergangenheit gemacht.“ Dem wollte Baumgart am Montag auch auf Nachfrage nicht widersprechen: „Ich habe hier immer sauber gearbeitet, ich werde da auch nicht rumeiern. Bislang gab es keine Gespräche, aber ich werde nicht weglaufen, wenn man sich mit mir unterhalten will. Allerdings habe ich einen gültigen einen Vertrag in Paderborn und bereite jetzt die 2. Liga vor.“ In der vom Verein verbreiteten Mitteilung wurde Baumgart noch etwas deutlicher: „Wir stehen vor der Aufgabe, eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen, die in der 2. Liga eine gute Rolle spielen kann. In dieses Projekt will ich mich unbedingt einbringen und freue ich mich sehr darauf.“

Planung vorantreiben

Sollten doch noch andere Vereine Paderborns Auf- und Abstiegstrainer kontaktieren, wäre der gebürtige Rostocker nicht zum Nulltarif zu haben. Nach WESTFALEN-BLATT-Informationen ist die vor einem Jahr vereinbarte Ausstiegsklausel nicht mehr gültig. Die lief nur bis Ende Mai, die Saison endete aber erst am Samstag.

Wohlgemuth, offiziell seit dem 1. Mai als Nachfolger des mittlerweile fristlos entlassenen Martin Przondziono im Amt, hatte immer betont, nach dem Abstieg nicht unvermittelt zur Tagesordnung übergehen zu wollen. Die Aufarbeitung der Saison 2019/2010 hat der 40-Jährige zwar noch nicht abgeschlossen, am Montag positionierte er sich aber eindeutig: „Es geht um die Zukunftsfähigkeit und eine Verbesserung unserer Wettbewerbsfähigkeit. Gemeinsam mit Steffen Baumgart werden wir nun die Planung für die Zweitliga-Saison 2020/2021 vorantreiben.“

Eine Spur führt wohl nach Dresden: Nach einem Bericht des Fachblatts „Kicker“ soll der SCP an Linus Wahlqvist interessiert sein. Der Schwede kann den Zweitliga-Absteiger aus Sachsen ablösefrei verlassen und soll in Paderborn nach den Abgängen von Laurent Jans (FC Metz) und Mohamed Dräger (SC Freiburg) die Lücke auf der Position des rechten Verteidigers schließen. Allerdings sind an dem 23-Jährigen mit CD Leganes (1. Liga Spanien), Blackburn Rovers, FC Millwall und FC Reading (alle 2. Liga England) auch noch andere Klubs interessiert.

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