16 Mal Gelb: Paderborns Klaus Gjasula stellt einen unrühmlichen Rekord ein
Der Karten-König

Paderborn (WB/MR). Es gibt Rekorde, dafür bekommt man keine schmucken Urkunden. Es sind aber sehr oft Marken, die für den Eintrag in die Geschichtsbücher reichen. Zumindest in die der Fußball-Bundesliga. Einen Platz hat seit Samstag Klaus Gjasula sicher. Der 30-Jährige sah beim 1:1 gegen RB Leipzig seine 16. Gelbe Karte. Damit zog er vier Spieltage vor Saisonschluss mit dem Rekordhalter Tomasz Hajto gleich.

Montag, 08.06.2020, 02:38 Uhr aktualisiert: 08.06.2020, 15:02 Uhr
Interview auf Abstand: Rekordhalter Klaus Gjasula muss seine Gelbflut erklären. Er zog mit Tomasz Hajto gleich. Foto: dpa

„Es ist, wie es ist. Ich kann es nicht ändern“, nimmt der robuste Abräumer vor der eigenen Abwehr die Gelbflut mittlerweile gelassen hin. Wobei Gjasula mit der hohen Zahl an Verwarnungen schon hadert: „Es war auch diesmal eine 50:50-Entscheidung. Ich spiele den Ball, trete aber auch Mukiele auf den Fuß. Da kann man Gelb geben, muss man nicht. Und so war es auch in Augsburg. Auch da spiele ich den Ball, trete meinen Gegenspieler aber auch auf den Fuß.“

Baumgart: „Ein Großteil davon war auch völlig verdient“

Paderborns Karten-König – auch ein Opfer? So weit wollte sein Trainer dann doch nicht gehen: „Er hat jetzt 16 Karten gesehen und ein Großteil davon war auch völlig verdient.“ Womit Steffen Baumgart so seine Probleme hat, ist bei so genannten Rudelbildungen auf dem Rasen. Wenn eine Meute von Spielern nach Entscheidungen den Schiri umlagert, sind die Unparteiischen angehalten, hart durchzugtreifen. „Hier ist im Zweifel Klaus immer mit einer Gelben dabei, weil er mit seinem Helm auffällt. Da ist er optisch klar im Nachteil“, ist Baumgart überzeugt.

30. Spieltag: Leipzig - SC Paderborn 1:1

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Foto: Hannibal Hanschke/dpa
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Der Mann mit dem Helm (Spitzname: Gladiator oder Spartacus), der seit einem Jochbeinbruch vor sieben Jahren das Schutzschild aus Carbon und Schaumstoff trägt, hatte erst vor einer Woche beim 1:6 gegen Borussia Dortmund seine dritte (!) Gelbsperre abgebrummt und war in Sachsen nach 21 Minuten von Schiri Deniz Aytekin verwarnt worden. „Ich mache mein Spiel, manchmal sieht man dafür Karten. Es freut mich, dass andere das auch so sehen und ich nicht abgestempelt werde“, sagte der Deutsch-Albaner und spielte damit auch auf Aussagen von Julian Nagelsmann an. Leipzigs Trainer hatte sich im Vorfeld der Partie – wie berichtet – so über den albanischen Nationalspieler geäußert: „Er ist kein brutaler Treter, finde ich. Es ist jetzt nicht so, dass er die Leute aus den Schuhen tritt. Da sind auch viele taktische Fouls dabei.“

Hajto: „Würde diesen Gelbe-Karten-Rekord gerne behalten“

Bei Tomasz Hajto, der einst für den FC Schalke 04, MSV Duisburg und den 1. FC Nürnberg in der 1. Liga spielte, war das etwas anders. Der Pole, der heute in der Nähe von Krakau lebt, galt als eisenharter Verteidiger und wurde auf Schalke zum „Holzer der Herzen“. Seinen unrühmlichen Rekord stellte der heute 47-Jährige aber in der Saison 1998/99 im Trikot des MSV auf.

Die Zeitschrift „Reviersport“ spürte Hajto, der als Bundesliga-Experte beim TV-Sender „Polsat Sport“ arbeitet, kürzlich auf. „Sogar in Polen wird schon darüber diskutiert. Deshalb würde ich diesen Gelbe-Karten-Rekord schon gerne behalten“, sagte Hajto und ergänzte noch: „Gjasula ist auf einem guten Weg mich abzulösen. Aber 20 Jahre hat mein Rekord gehalten – das ist auch nicht schlecht.“

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