Personelle Probleme beim Bundesliga-Schlusslicht aus Paderborn
SCP bangt vor dem Spiel in Leipzig um Schonlau und Holtmann

Paderborn (WB). Fünf Spieltage vor Schluss wird die Liste der Ausfälle bei Bundesliga-Schlusslicht SC Paderborn deutlich länger. Vor dem Gastspiel bei RB Leipzig am Samstag (15.30 Uhr, Sky) bangt Trainer Steffen Baumgart um Gerrit Holtmann und Sebastian Schonlau.

Freitag, 05.06.2020, 05:25 Uhr aktualisiert: 05.06.2020, 07:36 Uhr
Sebastian Schonlau (vorn, hier im Luftkampf mit dem damaligen Leipziger Stefan Ilsanker) wird am Samstag wohl ausfallen. Foto: dpa

Gar nicht gut sieht es bei Holtmann aus. „Er kann noch nicht einmal richtig auftreten. Deshalb ist es sehr unwahrscheinlich, dass er am Samstag von Beginn an auflaufen kann“, sagte Baumgart. Auf Schonlau wird der Coach wohl freiwillig verzichten. Der 25-Jährige hat seit Wochen mit Achillessehnenproblemen zu kämpfen, stellte sich aber zur Verfügung. „Die Schwierigkeiten werden immer größer. Da werden wir uns mal tief in die Augen schauen und entscheiden, ob es nicht aus Rücksicht auf seine Gesundheit besser ist, ihn mal komplett rauszunehmen“, erklärte Baumgart.

Wieder dabei ist Klaus Gjasula. Mit 15 Verwarnungen aus 25 Spielen führt der defensive Mittelfeldspieler die Gelbliste der Liga an. „Er ist kein brutaler Treter finde ich, es ist jetzt nicht so, dass er die Leute aus den Schuhen tritt, da sind auch viele taktische Fouls dabei”, nahm ihn Leipzigs Coach Julian Nagelsmann in Schutz und machte seinen Profis prompt einen Vorschlag, wie man dem albanischen Nationalspieler am besten aus dem Weg geht: „Schnell spielen ist eine Idee.“

Und genug Tempo hat der Champions-League-Teilnehmer. „Sie spielen etwas anders als der BVB, aber mit ihrer Offensivkraft, der Geschwindigkeit und der Gradlinigkeit liegen sie auf einer Wellenlänge“, warnt Baumgart. Zur Erinnerung: Gegen die Schwarz-Gelben bezog der SCP nach einer ordentlichen ersten Hälfte eine deftige 1:6-Klatsche .

„Gerade uns kleineren Klubs fehlen die Emotionen von den Rängen“

Vier Spieltage nach dem Re-Start äußerte sich Baumgart im Rahmen der virtuellen Pressekonferenz grundsätzlich positiv über das Hygienekonzept der DFL, hält aber auch Diskussionen über mögliche Veränderungen für sinnvoll. Als Beispiel nannte der 48-Jährige die Arbeit von Medienvertretern. „Wir haben Kameraleute, die mit Maske arbeiten, bei denen im Umkreis von 30 Metern keiner rumsteht. Wir haben Reporter, wir haben die Jungs von Sky, die auch ihre Arbeit machen müssen, wo du die Hälfte nur verstehst, weil sie einen Knödel im Mund haben oder anders ausgedrückt: weil sie mit Maske davor arbeiten, obwohl wir drei Meter voneinander entfernt sind.“

Der emotionale Fußballlehrer vermisst, wen wundert es, besonders die Zuschauer: „Gerade uns kleineren Klubs fehlen die Emotionen von den Rängen. Bei unserem 1:2-Anschlusstreffer gegen den BVB hätten wir das Stadion im Rücken gehabt und viel Kraft von Außen bekommen. Uns fehlen diese Einflüsse, die Bayern, Bayer oder der BVB bleiben immer bei sich. Die brauchen das nicht.“

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