Paderborns Sebastian Schonlau musste gesperrten Klaus Gjasula im Mittelfeld ersetzen
Neue Rolle

Paderborn (WB/MR). Nach der dritten Gelbsperre für Klaus Gjasula war Paderborns Trainer Steffen Baumgart ausgerechnet vor dem Gastspiel des Tabellenzweiten aus Dortmund zum Umbau der Defensive gezwungen, seine Entscheidung überraschte dann nicht wenige: Sebastian „Bascho“ Schonlau nahm er aus dem Abwehrzentrum heraus und beorderte den 25-Jährigen als Gjasula-Ersatz ins defensive Mittelfeld. Dafür kam der Kapitän zum ersten Mal nach dem Re-Start wieder zum Einsatz, Christian Strohdiek spielte neben Uwe Hünemeier den zweiten Innenverteidiger.

Dienstag, 02.06.2020, 02:00 Uhr aktualisiert: 02.06.2020, 05:03 Uhr
Zweikampf vor leeren Rängen: Sebastian Schonlau im Duell mit Dortmunds Dreifach-Torschützen Jadon Sancho Foto: dpa

„Grundsätzlich haben sie es gut gemacht. Ich würde deshalb nicht sagen, dass diese Entscheidung nicht aufgegangen ist“, sagte Baumgart nach dem 1:6 . Der 48-Jährige gab aber zu: „Bascho hat seine Stärken in der Innenverteidigung. Das wissen wir.“

Steffen Baumgart war es auch. der vor drei Jahren den umgekehrten Weg ging, Sebastian Schonlau aus dem Mittelfeld herausnahm und ins Abwehrzentrum beorderte. „An dieser Entscheidung hatte ich schon etwas zu knabbern. Aber heute weiß ich, dass der Trainer alles richtig gemacht hat. Da bin ich besser aufgehoben und deshalb freue ich mich, dass wir diesen Schritt am Ende gemeinsam gemacht haben“, blickt Schonlau zurück.

„Im besten Alter“

Den Zweitligaaufstieg 2018 (35 Einsätze) und den direkten Durchmarsch in die 1. Liga 2019 (29 Spiele) erlebte Schonlau als Stammkraft hautnah mit und auch nach seiner Verletzung zu Beginn dieser Saison (Sehnennanriss) hatte er sich sofort wieder ins Team gespielt. „Bascho wird von vielen verkannt. Er hat das Potenzial, auch langfristig Bundesliga zu spielen“, glaubt Baumgart. Das funktioniert aber wahrscheinlich nur, wenn Schonlau den Verein im Sommer verlässt. „Ich beschäftige mich natürlich mit meiner Zukunft, zumal ich jetzt im besten Alter bin, um möglichst hoch Fußball zu spielen“, schließt auch Schonlau selbst nichts aus.

Sein Vertrag läuft noch ein Jahr

Sein Vertrag beim SCP läuft noch ein Jahr, erste Gespräche mit dem neuen Manager Fabian Wohlgemuth haben auch stattgefunden. Wobei das Ergebnis noch völlig offen ist. „Ich weiß, was ich dem Verein, der Mannschaft und besonders dem Trainer zu verdanken habe. Im Moment tauschen wir uns nur aus und haben so eine gute Basis für die kommenden Wochen gefunden“, sagt Schonlau. Weiter ins Detail geht er nicht, zumal Schonlau seine Schwerpunkte im Moment auch ganz woanders setzt: „Noch haben wir fünf Spiele, erst dann wird abgerechnet und danach starte ich erst einmal in den Urlaub.“

Der wird diesmal frühestens Ende Juli enden, der Ligastart 2020 soll auch erst Mitte September folgen. Wohlgemuth ist daher überzeugt, dass sich damit der Transferschluss auch bis Ende September verlängert. Dann wäre genug Zeit, die Zukunft zu klären. Auch die von Sebastian Schonlau.

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