SCP holt nur einen Punkt in Augsburg – Gjasula gegen BVB gesperrt
Wieder zu wenig

Paderborn/Augsburg (WB). Drittes Spiel nach dem Neustart der Fußball-Bundesliga, wieder ein Remis: Der SC Paderborn kam gestern Abend beim FC Augsburg nicht über ein 0:0 hinaus. Das ist im Abstiegskampf (viel) zu wenig, auch weil Düsseldorf Schalke schlug . Besonders bitter: Der SCP hatte auch noch die deutlich besseren Chancen und war mal wieder ganz nah dran an einem Dreier.

Mittwoch, 27.05.2020, 22:43 Uhr aktualisiert: 27.05.2020, 23:04 Uhr
Augsburgs Marco Richter (rechts) und Klaus Gjasula, der gestern seine 15. Gelbe Karte sah, kämpfen um den Ball. Foto: dpa

Mit zwei Änderungen schickte Trainer Steffen Baumgart den SCP ins Spiel. Auf der rechten Seite verteidigte etwas überraschend Laurent Jans für „Mo“ Dräger. Neben Dennis Srbeny stürmte zum ersten Mal nach seiner Verletzungspause wieder Streli Mamba (Teilriss der Bizepssehne im rechten Knie) von Beginn an. Für den Torjäger (fünf Saisontreffer) blieb Kai Pröger zunächst auf der Bank, den freien Platz auf rechten Außenbahn besetzte Christopher Antwi-Adjei. Augsburgs neuer Trainer Heiko Herrlich tauschte nur auf einer Position und brachte wie erwartet seinen Kapitän Daniel Baier (der machte gegen den SCP sein 300. Bundesligaspiel), Carlos Gruezo blieb erst einmal draußen.

Sky-Experte Didi Hamann hatte sich schon vor dem Anpfiff festgelegt, zog dabei ein bisschen den Vergleich zur unglücklich verpassten Meisterschaft des FC Schalke 04 im Jahr 2001 und machte dem SCP damit ein nettes Kompliment: „Der SC Paderborn wird für mich der Absteiger der Herzen.“

Gastgeber Augsburg war sofort gut im Spiel und hatte deutlich mehr Ballbesitz, doch die erste große Chance des Spiels hatten die Ostwestfalen: Nach einem schönen Konter über Klaus Gjasula kam Mamba etwas zu spät und verpasste so die scharfe Hereingabe von Antwi-Adjei um ein paar Zentimeter. Da war mehr drin.

In der Folgezeit kam der SCP immer besser ins Spiel, erhöhte den Druck. Und wieder war es Mamba, der für Gefahr sorgte: In Minute 21 steuerte er allein auf Andreas Luthe zu, umkurvte den Schlussmann, ließ sich dabei aber zu weit nach außen drängen und vergab.

Nur 60 Sekunden später war es erneut Antwi-Adjei – der sich auf seiner angestammten Position sichtlich wohler fühlte – der Ausgangspunkt. Nach seiner kurz ausgeführten Ecke (22.) zog Gerrit Holtmann ab und Luthe hatte mit dem verdeckten Schuss so seine Mühe. Irgendwie war es wie so oft: Paderborn hatte gute Umschaltsituationen, belohnte sich aber nicht.

Leopold Zingerle verlebte dagegen zunächst einen eher ruhigen Arbeitstag. Nur einmal wurde Paderborns Hüter in Durchgang eins (Schuss von Baier/25.) ernsthaft gefordert. Gefährlich wurde es auch noch nach einem Kopfball von Ruben Vargas (34.), doch der flog über das Tor.

Auch im zweiten Abschnitt waren die Augsburger zunächst besser im Spiel. Rani Khedira (53.) und erneut Vargas (54./59.) verpassten aber die Führung. Doch wie schon in Durchgang eins hatte Paderborn auch diesmal die erste richtig gute Gelegenheit: Holtmann (61.) hatte bei seinem Flachschuss am rechten Strafraumeck aber Pech, der Ball knallte an den Pfosten.

Nun wurde das Team um Kapitän Uwe Hünemeier wieder mutiger, hatte mehr Ballbesitz und folgerichtig auch die nächste Gelegenheit. Der eingewechselte Sven Michel (70.) steuerte nach glänzendem Zuspiel von Dennis Srbeny allein auf Augsburgs Besten zu, doch erneut war Luthe der Sieger.

Baumgart riskierte in der Schlussphase alles, brachte nur noch offensive Spieler, wurde aber nicht belohnt. Im Gegenteil: Sarenren Bazee (89.) zwang Zingerle noch zu einer Glanztat.

Am Sonntag im Heimspiel gegen Borussia Dortmund (18 Uhr, Sky) ist Gjasula gesperrt. Der Mittelfeldspieler sah gestern bereits seine 15. (!) Gelbe Karte .

Augsburg: Luthe - Framberger, Jedvaj (75. Gouweleeuw), Uduokhai, Max (82. Lichtsteiner) - Khedira, Baier (67. Gruezo) - Richter (67. Bazee), Löwen (75. Cordova), Vargas - Niederlechner

Paderborn: Zingerle - Jans (88. Zolinski), Hünemeier, Schonlau, Collins - Antwi-Adjei, Vasiliadis (88. Ritter), Gjasula (79. Sabiri), Holtmann (62. Pröger) - Srbeny, Mamba (62. Michel)

Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach)

Gelbe Karte: – / Gjasula (15)

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