Solidarität unter allen Bundesligisten – Kontrolle über Fitnessuhren
Trotz Erlaubnis: SCP trainiert nicht im Team

Paderborn (WB/MR). Der komplette Kader des SC Paderborn wird vor Montag nicht auf den Trainingsplatz zurückkehren. Das bestätigte Manager Martin Przondziono am Mittwoch auf Anfrag: „Alle Bundesligisten haben am Dienstag solidarisch beschlossen, die Füße still zu halten. Das setzen wir um und warten die weitere Entwicklung ab.“

Donnerstag, 02.04.2020, 08:27 Uhr aktualisiert: 02.04.2020, 08:30 Uhr
SCP-Manager Martin Przondziono will bis Montag abwarten. Foto: Hannemann

Das NRW-Gesundheitsministerium hatte in einem Schreiben klargestellt, dass Profisportler einen Beruf haben und dass sie in ihrer Berufsausübung nicht beschränkt werden dürfen. Allerdings müssten spezielle Sicherheitsrichtlinien wie Abstände und Training nur in Zweiergruppen eingehalten werden. „Dieser Beschluss bringt uns im Moment auch nicht wirklich weiter. Ich möchte jetzt aber nicht den Druck auf die Politik erhöhen. Da gibt es andere Themen, die aktuell wichtiger sind“, sagte Przondziono.

Training per Tablet

Am Mittwoch absolvierte der SCP-Kader unter Anleitung von Athletikcoach Felix Sunkel ein Cyber-Training. Die Paderborner Profis konnten den 39-Jährigen auf ihrem Tablet sehen, um so alle Übungen durchführen zu können. Sunkel steuerte die Einheiten und griff bei den Übungen optimierend ein. Das Ausdauer-, Intervall- und Krafttraining kann die „normalen“ Einheiten zwar nicht ersetzen, Przondziono sah die Einheit aber auch unter einem anderen Aspekt: „Wir müssen nach fast drei Wochen Pause für ein bisschen Abwechslung sorgen. Außerdem ist es für Mannschaftssportler wichtig, im Team interagieren zu können, selbst wenn sie räumlich getrennt sind.“

Wie gut die Profis in Form sind, können die Vereine über Fitnessuhren kontrollieren. Die sogenannten „relevanten Daten“ jedes Spielers, wie etwa die Herzfrequenz, werden direkt auf Monitore übertragen.

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