Köln kommt als fünftbeste Rückenrundenmannschaft nach Paderborn Kölner Jakobs stand auf der SCP-Liste

Paderborn (WB). Fragen zur Aufstellung oder zu taktischen Umstellungen blockte Steffen Baumgart am Mittwoch konsequent ab. Vor dem Heimspiel am Freitag (20 Uhr) gegen den 1. FC Köln rückte Paderborns Trainer mehr die Einstellung seiner Mannschaft in den Blickpunkt. Da hat der 48-Jährige nullkommanull Zweifel – daran hat sich auch nach der schwachen Vorstellung beim 0:2 in Mainz nichts geändert: „Wir sollten hier die Kirche im Dorf lassen. Die Mainzer haben uns nicht an die Wand gespielt und wir waren auch nicht komplett unterlegen.“

Von Matthias Reichstein
Schnell, jung, torgefährlich: Kölns Ismail Jakobs (vorne, gegen Wolfsburgs Kevin Mbabu) stand auf Paderborns Liste.
Schnell, jung, torgefährlich: Kölns Ismail Jakobs (vorne, gegen Wolfsburgs Kevin Mbabu) stand auf Paderborns Liste. Foto: imago

Ein schwaches Zweikampfverhalten und eine durchaus überschaubare Anzahl an eigenen Chancen – beides war in Mainz deutlich zu beobachten, diese Kritikpunkte räumt auch Baumgart ein. Genau das muss bis Freitag sehr schnell sehr viel besser werden, denn mit dem 1. FC Köln kommt die fünftbeste Mannschaft der Rückrunde. Sieben Siege aus den vergangenen neun Spielen sind eine imponierende Bilanz, 29 Punkte nach nun 23 Spielen ebenso. „Die haben zuletzt nur gegen den BVB und die Bayern verloren, und das ist in dieser Saison auch schon anderen passiert“, zeigt sich auch Baumgart beeindruckt.

Die Entwicklung des Zweitligameisters überrascht ihn dabei nicht, eher der schlechte Start: „Sie hatten im Sommer schon sehr viel Qualität im Kader und sind verdient aufgestiegen. Nach dem Trainerwechsel (Gisdol löste Beierlorzer ab, Anm. d. Red.) machen sie es sehr gut und eilen von Sieg zu Sieg. Köln gehört zu den Mannschaften, die am besten umschalten. Da kommt eine ganze Menge auf uns zu.“

Auch an individueller Klasse. Jhon Cordoba (zehn Saisontore) fällt zwar gelbgesperrt aus, mit Kölns Top-Verdiener Anthony Modeste steht aber eine hochkarätige Alternative bereit. Auf der Außenbahn dribbelt aktuell Ismail Jakobs (zwölf Einsätze, zwei Tore, ein Assist) viele Gegner durcheinander. Unter Achim Beierlorzer spielte der 20-Jährige noch keine Rolle, das änderte sich erst mit der Amtsübernahme von Gisdol. So gesehen, steht auch der Name Jakobs für die Wende am Rhein.

Bereits über Wechsel einig

Lange Zeit davor hatten bereits die Paderborner das Potenzial des Linksaußen erkannt und waren sich im Sommer über einen Wechsel einig. „Ich weiß gar nicht, warum es nicht geklappt hat“, bestätigte Baumgart am Mittwoch das Interesse. Letztlich soll der damalige FC-Geschäftsführer Armin Veh den Transfer verhindert haben. „Da weinen wir aber nicht mehr hinterher. So etwas ist im Fußball normal. Ich freue mich lieber darüber, wie gut sich der Junge entwickelt hat“, sagt Baumgart.

Gut entwickelt haben sich ebenso viele Paderborner, auch wenn die Punktebilanz das nicht widerspiegelt. „Sportlich sieht es nicht gut aus“, eröffnete Baumgart die Pressekonferenz entsprechend und schloss den sportlichen Teil so: „Wir müssen viel schneller lernen, denn bald ist alles vorbei.“ In Zahlen könnte man die Situation so hochrechnen: Den 16 Punkten nach 24 Spieltagen sollte die gleiche Anzahl noch einmal folgen. Dafür gibt es aber nur noch zehn Spiele Zeit.

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Nicht neu

Das Gerücht gab es schon letzten Sommer.

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