Startelf-Debütant Fridjonsson erfuhr erst in der Mannschaftssitzung, dass er spielt
„Ich habe ihn einfach aufgestellt“

Mainz (WB/pk). Vor einer Woche bei den Bayern in der 81. Minute eingewechselt und seinen Bundesliga-Einstand gefeiert, am Samstag in Mainz zum ersten Mal in der Startelf: Passend zu seinem 24. Geburtstag am 22. Februar ist Winter-Neuzugang Samuel Fridjonsson endgültig beim SC Paderborn angekommen. „Wir wollten mehr Stabilität und Ballsicherheit im Mittelfeld und die Trainingseindrücke von Samuel waren sehr gut“, begründete Steffen Baumgart seine Entscheidung.

Montag, 02.03.2020, 08:18 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 08:20 Uhr
Samuel Fridjonsson begann erstmals. Foto: imago

Wer denkt, der Coach habe seinen Neuling in stundenlangen Einzelgesprächen und tagelang darauf vorbereitet, sieht sich getäuscht. „Ich habe ihn einfach aufgestellt“, verriet Baumgart und Fridjonsson bestätigte: „Ich habe es erst heute in der Mannschaftssitzung erfahren.“ Das war kurzfristig, für ihn aber kein Problem. „Man muss seine Chance nutzen, wenn man sie bekommt“, sagte er.

Analyse auf Englisch

Doch gerade in der Anfangsphase hatte man schon das Gefühl, dass sich der isländische Nationalspieler noch an den deutschen Fußball gewöhnen muss. Was aber auch daran gelegen haben könnte, dass er nach seiner letzten Station in Norwegen drei Monate keine Wettkampfpraxis mehr hatte.

Fridjonssons Auftritt in Mainz begann mit zwei Ballverlusten und war zunächst genauso unglücklich wie der der gesamten Mannschaft. Danach wurde es aber besser. Nach einer Ecke von Kai Pröger und Kopfballverlänger­ung Christian Strohdieks fehlte gar nicht viel und Fridjonsson hätte nach neun Minuten fast das Führungstor für den SCP erzielt. Das gelang nicht und so überwog bei ihm am Ende auch die Enttäuschung: „Es war ein hartes Spiel und wir haben verloren. Es ist schwierig, Gründe dafür zu finden“, analysierte er auf Englisch kurz und knapp.

Lob für den Neuen

Vom Kapitän und von seinen Chefs gab es viel Lob. „Samuel hat sich gut eingefügt und viel Qualität. Das ist ein super Junge, dem man nicht groß unter die Arme greifen muss“, sagte Strohdiek. Manager Martin Przondziono attestierte ihm eine „alles in allem ganz ordentliche Leistung“, sagte aber auch: „Man sieht, dass er noch Zeit braucht, er hat das aber in der zweiten Halbzeit nach der Auswechslung von Klaus (Gjasula, Anm. d. Red.) allein in der defensiven Zentrale gut gemacht.“ So sah es auch Baumgart, für ihn war die Premiere seiner neuen Nummer 6 auf der Sechs rundum gelungen: „Samuel hat sehr gut gespielt. Am Ende hat ihm aufgrund der fehlenden Kraft die Klarheit gefehlt.“

Unser Kommentar zur Lage beim SC Paderborn.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7305355?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198358%2F
Schleusener rettet Nürnberg vor dem Abstieg - Oral: «brutal»
Das Team des 1. FC Nürnberg jubelt über den erlösenden Treffer zum 3:1.
Nachrichten-Ticker