Kommentar zum SC Paderborn
Der Glaube schwindet immer mehr

Leerer Blick, riesige Enttäuschung und auch ein wenig Hilflosigkeit. So niedergeschlagen wie am Samstag in Mainz hat man Steffen Baumgart zuletzt nach dem letzten Spieltag der Drittliga-Saison im Mai 2017 erlebt, als nach dem 0:0 beim VfL Osnabrück der sportliche Total-Absturz in die Regionalliga scheinbar besiegelt war. Damals gab es aufgrund des Lizenzentzugs für 1860 München noch ein Happy End. Und diesmal?

Montag, 02.03.2020, 07:11 Uhr
Der Mainzer Robin Quaison erzielt das 1:0. Foto: Torsten Silz/dpa

Gut, es sind noch zehn Spiele und damit 30 Punkte zu vergeben. Seit dem Wochenende kann es für den SCP sowieso nur noch darum gehen, den Fünf-Punkte-Rückstand auf den Relegationsplatz aufzuholen. Die direkte Rettung als 15. ist nun schon neun Zähler entfernt und illusorisch. Doch auch was ein Erreichen der Entscheidungsspiele gegen den Dritten der 2. Liga angeht, schwindet der Glaube immer mehr. Nicht, weil die Paderborner den Gegnern hoffnungslos unterlegen wären, sondern weil sie von Anfang an in den entscheidenden Momenten zu viele Fehler gemacht haben und das bis heute nicht abstellen konnten. Das setzt auch Baumgart zu. „Wenn ich auf die Statistik gucke, waren wir nicht schlechter“, stellte er fest, musste aber eingestehen: „Wenn man die wichtigen Zweikämpfe nicht gewinnt, reicht das nicht aus. So laufen wir der Musik hinterher und das nicht zum ersten Mal.“

Es ist in der Tat oft das selbe Bild, doch schon aus der Schule weiß man, dass Einträge wie ‚Er oder Sie hat sich stets bemüht‘ nicht zur Versetzung führen. Das ist dann eben nicht ausreichend.

So verzweifelt der Trainer auch war, aufgeben wird er nicht. Sich zu trennen, ist ebenfalls keine Alternative. Was bleibt: immer weitermachen, und vor allem, es besser machen.

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