Kommentar zum SC Paderborn
Kritik wird zum Bumerang

Es war eine fast perfekte Vorlage der schwächelnden Konkurrenz, die der SC Paderborn am Samstag bekam. Die Bayern ließen in Mainz nichts anbrennen und stürmten an die Tabellenspitze. Augsburg drehte nach 0:1 die Partie gegen Bremen und stürzte die Norddeutschen noch tiefer in den Keller und die Krise. Schließlich wurde Düsseldorfs neuem Trainer Uwe Rösler in letzter Sekunde sein Traumeinstand auf der Fortunen-Bank durch den Frankfurter Timothy Chandler zunichte gemacht.

Montag, 03.02.2020, 09:26 Uhr aktualisiert: 03.02.2020, 09:30 Uhr
Die Paderborner diskutieren nach der roten Karte gegen Gerrit Holtmann. Foto: Jörn Hannemann

So ergab sich für den Aufsteiger aus Ostwestfalen eine vor Wochen nicht für möglich gehaltene Konstellation. Ein Sieg gegen Wolfsburg und der SCP springt auf Platz 15, einen direkten Nicht-Abstiegsplatz. Paderborn nutzte diese große Chance nicht und ist durch das Düsseldorfer Unentschieden wieder Letzter. Nach der Führung schlug sich der SCP durch den Schlag von Gerrit Holtmann selbst und zahlte Lehrgeld.

Dass die Rote Karte keine Fehlentscheidung war, das sahen auch die Paderborner Verantwortlichen so. Dass sie sich dennoch und zum wiederholten Mal benachteiligt fühlten, ist ebenso nachvollziehbar. Es ehrt Trainer Steffen Baumgart, dass er ehrlich bleibt, auch wenn er weiß, dass er dem Verein damit schadet. Es scheint tatsächlich so, dass die Kritik für Paderborn zum Bumerang wird.

Das Ergebnis gegen Wolfsburg war ex­trem ärgerlich und ein Rückschlag. Keine Frage. Denn dieser Gegner wäre in Gleichzahl definitiv zu schlagen gewesen. Aber auch, weil der Kader im Winter verstärkt wurde, und in Paderborn im Gegensatz zu anderen Abstiegskandidaten Ruhe herrscht, ist ein weiteres Jahr in der 1. Liga weiter möglich.

Kommentare

Arnold Höppe  wrote: 04.02.2020 11:48
Bereits im Stadion beschlich mich und einige umstehende Zuschauer das Gefühl, dass dieses Spiel manipuliert bzw. gesteuert sein könne: Entweder zum Vorteil des Schiedsrichters oder im Sinne des DFB, der anstelle des SC Paderborn eher Vereine wie den Hamburger SV oder VfB Stuttgart in der 1. Bundesliga platzieren möchte. Wer dieses Spiel komplett gesehen hat, kommt leicht auf diesen Gedanken. Es wäre nicht das erste manipulierte Spiel... Und als Konsequenz überlege ich derzeit ernsthaft, ob ich weiterhin zu Spielen der Fußball-Bundesliga fahre. Die Entscheidungen über die gesamte Spielzeit (nicht eben nur die rote Karte) waren so unglaublich, dass man sich als Zuschauer ebenfalls betrogen fühlt.
Franz  wrote: 03.02.2020 14:15
Rote Karte übertrieben!
Die Situation mit der roten Karte kann sicherlich unterschiedlich bewertet werden.Doch eins ist Fakt der
Spieler Holtmann hat den Gegenspieler nicht ins Gesicht geschlagen.Wenn das eine rote Karte ist was
muß dann der Wolfsburger Spieler(mit gelb vorbelastet) der den Gegenspieler mit offener
Sohle auf den Knöchel tritt für eine Strafe bekommen? Sind das die Vorgaben für die Schiedsrichter
Tritte gegen Gegenspieler nicht zu ahnden und im Vergleich dazu harmlose Rangelei mit Rot zu
bestrafen. Das ist einfach nur noch lächerlich und so einen Schiedsrichter kann man nicht ernst nehmen.
Klaus Müller  wrote: 03.02.2020 10:18
In der Tat
Das stimmt, die Frage ist nur, ob der Bumerang nicht mittelfristig eher dem DFB schadet! Die Kritik der letzten Wochen nimmt der DFB offensichtlich zum Anlass, um noch krassere Entscheidungsunterschiede bewusst zu manifestieren. Wenn ein Verein 3x hintereinander für gleiche Vergehen härter bestraft wird als die Gegner, kann man nicht mehr von Zufall reden. Das ist unmöglich.
Gleiches ergibt sich aktuell bei Gladbach. Der DFB erweist sich gerade einen Bärendienst und macht sich selbst unglaubwürdig.
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