Paderborn schlägt Freiburg 2:0 – Gjasula und Collins sind gegen Wolfsburg gesperrt
Sieg in Unterzahl

Freiburg (WB/MR). Was für ein Fußball-Krimi in Freiburg. Nach eher ruhigen ersten Halbzeit erkämpfte sich der SC Paderborn im Breisgau einen 2:0 (0:0)-Sieg. Und das in Unterzahl! Jamilu Collins hatte nach einer knappen halben Stunde Gelb-Rot gesehen. Die Tore zum zweiten Auswärtssieg schossen Christopher Antwi-Adjei (48.) und Hamid Sabiri (85.).

Samstag, 25.01.2020, 17:33 Uhr aktualisiert: 25.01.2020, 19:04 Uhr
Christopher Antwi-Adjej bejubelt seinen Treffer zum 1:0. Foto: dpa

Mit zwei Änderungen begann der SCP: Für den verletzten Luca Kilian kam Christian Strohdiek in die Startelf. Kilian hatte sich im Abschlusstraining eine muskuläre Verletzung im Oberschenkel zugezogen und wird wohl für drei Wochen ausfallen. Für Strohdiek war es eine kleine Premiere, der Kapitän war nach dem 5. Spieltag (1:2 bei Hertha) nicht mehr zum Einsatz gekommen. Im zentralen Mittelfeld rückte Hamid Sabiri ins Team, dafür blieb Sven Michel draußen. Taktisch stellte Baumgart auch um. Statt 4-4-2 agierte der SCP im 4-3-3.

Allerdings spielte Klaus Gjasula hier den etwas defensiveren Part und hatte auch nach 14 Minuten die erste auffällige Szene: Nach einem taktischen Foul an Kwon sah der Albaner die zehnte Gelbe Karte und ist zum zweiten Mal in dieser Saison für ein Spiel gesperrt.

Der SCP Paderborn agierte im ersten Abschnitt clever. Das frühe Pressing behagte den Gastgebern gar nicht, die Ostwestfalen waren das aktivere Team und hatten auch die ersten Chancen: Zunächst war es Sabiri (22.), der mit einem sehenswerten Solo für Gefahr sorgte, aber von Freiburgs Keeper Alexander Schwolow gestoppt wurde. Die anschließende Ecke von Sebastian Sebastian Vasiliadis landete über Umwege bei Jamilu Collins (23.), der zog ab, scheiterte aus 18 Metern Distanz nur ganz knapp.

Danach wurde die Partie offener. Nach Flanke von Kwon (28.) behinderten sich die völlig freien Robin Koch und Lucas Höler gegenseitig, Leopold Zingerle im SCP-Tor musste nur noch zupacken.

Auf der Gegenseite konnte Dennis Srbeny (38.) eine Kopfballablage von Sabiri nicht nutzen. Der Torjäger bekam fünf Meter vor dem Tor keinen Druck auf den Ball. Gefährlich wurden die insgesamt eher enttäuschenden Hausherren nur noch einmal: Jonathan Schmid (39.) hatte nach einem Konter freie Schussbahn, vergab aber kläglich und verfehlte das Tor um zwei Meter.

Der zweite Abschnitt begann mit einem Paderborner Paukenschlag: Nach Pass von Srbeny narrte Antwi-Adjei (48.) Freiburgs Schmid und traf zur zur nicht unverdienten 1:0-Führung. Direkt im Anschluss konnte Antwi-Adjei sogar nachlegen, doch sein Schuss wurde leicht abgefälscht. Antwi-Adjei drehte jetzt richtig auf, bediente in Minute 53 Srbney, auch der hatte freie Bahn, verzog aber. Das musste das 2:0 sein.

Die Pfiffe der Schwarzwälder wurden lauter, doch Freiburg gab noch längst nicht auf. Und hatte wieder etwas Pech: Nils Petersen (57.) traf mit seinem Kopfball aus kurzer Distanz den Rücken von Mitspieler Lucas Höler.

Nach einer knappen Stunde kam Collins im Zweikampf gegen Lucas Höler einen Schritt zu spät, sah nach seinem zweiten Foul die zweite Gelbe Karte und damit Gelb-Rot. In Unterzahl geriet der SCP nun mächtig unter Druck. Der eingewechselte Vincenzo Grifo (63.), Petersen (64./82.), Kwon (65.), Höfler (70.) und Koch (88.) hatten alle Möglichkeiten, doch das SCP-Bollwerk hielt.

Paderborn setzte mit einem Spieler weniger nur noch Konter, einige aber sehr gut. Und immer war Kai Pröger beteiligt. Einmal (65.) traf er nur die Latte, vier Minuten vor dem Ende konnte ihn Höler nur mit einen Foul stoppen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Sabiri sicher zum 2:0.

Am kommenden Sonntag (18 Uhr) trifft der SCP daheim auf den VfL Wolfsburg. In der Hinrunde holte der Club mit dem 1:1 gegen die Gäste den ersten Bundesligapunkt. Die Freiburger sind ebenfalls erst wieder am Sonntag (15.30 Uhr) im Bundesliga-Einsatz, dann geht es zum 1. FC Köln.

SC Freiburg: Schwolow – Gulde (56. Höfler), Koch, Heintz – Schmid, Haberer, Abrashi (46. Grifo), Günter – Kwon (70.Waldschmidt), Höler – Petersen

SC Paderborn: Zingerle – Jans, Strohdiek, Schonlau, Collins – Vasiliadis, Sabiri (88. Zolinski), Gjasula (75. Gjasula) – Pröger, Srbeny (62. Holtmann), Antwi-Adjei

Schiedsrichter: Dingert (Gries)

Zuschauer: 23.500

Tore: 0:1 Antwi-Adjei (48.), 0:2 Sabiri (Foulelfmeter/85.)

Gelbe Karten: Höler, Haberer, Heintz, Waldschmidt / Gjasula

Gelbe Karte Trainer: Baumgart (3)

Gelb-Rote Karte: Collins (59.)

Kommentare

Elsener  wrote: 26.01.2020 00:55
neue Erkenntnis

Heute mit nur einer nominellen Spitze gespielt (Srbeny) anstatt sonst mit zwei. Ergibt einen Mann mehr, den man flexibel ins Mittelfeld packen kann (Sabiri) zusätzlich zu den beiden eher defensiven Gjasula und Vasiliadis.

Dazu Pröger und Jimmy als pfeilschnelle Außenspieler - beide ware heute super!

Dieses 4-5-1- könnte ein Rezept für die Zukunft sein.

Sonst noch? Tucker und Schonlau insgesamt mit einer sehr aufgeräumten Leistung. Zingerle gut, Jans endlich mal gut. Sabiri eher unauffällig aber mit coolem & extrem wichtigen Elfer. Srbeny sehr gut. Collins gut aber auch zu ungestüm.

Trinkt n paar Bier auf der langen Heimfahrt und dann haut rein, Jungs - ihr könnt das!

Total 1 comments
Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7217062?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198358%2F
Verdi ruft zu bundesweiten Warnstreiks auf
An einer Straßenbahn der Verkehrsbetriebe Karlsruhe hängt ein Plakat mit der Aufschrift Warnstreik. D.
Nachrichten-Ticker