SC Paderborn plant die Rückkehr des Torjägers von Norwich City
Die Spur führt zu Srbeny

Paderborn (WB). Auf der Suche nach einem Torjäger ist der SC Paderborn scheinbar in der englischen Premier League fündig geworden: Nach WESTFALEN-BLATT-Informationen plant der Bundesligist die Rückkehr von Dennis Srbeny! Der Angreifer stürmt für Norwich City, kam in dieser Saison aber erst zu acht Kurzeinsätzen und stand beim bereits abgeschlagenen Schlusslicht der Liga daher insgesamt erst 39 Minuten auf dem Platz.

Montag, 06.01.2020, 02:56 Uhr aktualisiert: 06.01.2020, 05:01 Uhr
Sein ganz spezieller Gruß nach jedem Tor: Dennis Srbeny erzielte für den SCP in 15 Spielen neun Treffer. Foto: Besim Mazhiqi

In Paderborn hat der Name des mittlerweile 25-Jährigen dagegen nichts an Glanz verloren. Srbeny kam im Juni 2017 ablösefrei vom Regionalligisten BFC Dynamo mit einer Empfehlung von 18 Toren in 33 Spielen zum SCP. Beim damaligen Drittligisten stieg er innerhalb weniger Monate zum Topscorer auf, schoss in 15 Spielen neun Tore und bereitete elf weitere Treffer vor.

Baumgart behielt reicht

Das waren absolute Topwerte, und nach einem 2:0-Sieg beim Chemnitzer FC hatte Paderborn am 20. Januar 2018 auch die Führung in der 3. Liga übernommen, als die Offerte vom Tabellen-13. der Championship kam.  Nur fünf Tage später wurde der Transfer als perfekt gemeldet.

Der mit 6,3 Millionen Euro hoch verschuldete Verein erhielt eine Ablösesumme in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Zum Vergleich: nur für Nick Proschwitz (Hull City; 3,3 Millionen Euro), Uwe Hünemeier (Brighton & Hove; 2,7), Philipp Klement (VfB Stuttgart; 2,5) und Bernard Tekpetey (Schalke 04; 2,5) kassierten die Ostwestfalen mehr.

Trainer Steffen Baumgart trug den Abgang seiner Torgarantie übrigens von Beginn an vorbehaltlos mit: „Dennis ist ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft, aber ich bin fest davon überzeugt, dass wir unsere Ziele auch ohne ihn erreichen können. Wir werden unseren Weg weitergehen.« Er sollte recht behalten, Baumgart und Ex-Manager Markus Krösche hatten allerdings auch vorgesorgt und mit Phillip Tietz (kam von Eintracht Braunschweig, spielt nun für SV Wehen Wiesbaden), Kwame Yeboah (Borussia Mönchengladbach, jetzt Western Sydney) sowie Philipp Klement (FSV Mainz 05, jetzt VfB Stuttgart) drei Neue verpflichtet. Am Ende stand daher ein souveräner Zweitligaaufstieg. Auch ohne Dennis Srbeny.

Kein Kommentar des Managers

Norwich City, damals wie heute trainiert vom Steinhausener Daniel Farke, gelang in der vergangenen Spielzeit der Sprung in die Erstklassigkeit, steht hier aktuell aber wie der SCP auch am Ende. Srbeny kommt nur noch als Joker zum Einsatz, hat aber zumindest beim 2:0-Sieg in Everton einmal gestochen. Nicht sehr viel besser war seine Bilanz in der Aufstiegssaison (15 Spiele, ein Tor), dementsprechend ist auch der Marktwert des gebürtigen Berliners mittlerweile auf unter eine Million Euro gesunken. Das wiederum macht ihn für den SCP interessant. Ebenso die Tatsache, dass die wuchtige Spitze in Paderborn nur eine kurze Zeit der Eingewöhnung brauchen würde.

Manager Martin Przondziono sagte dazu gestern: „Ich kommentiere in der Öffentlichkeit keine Namen.“ Da hielt sich der 50-jährige zurück, sehr deutlich wurde er bei einem anderen Spieler: Isaac Kiese Thelin.  Der 27-jährige Schwede, noch bis 2022 beim RSC Anderlecht unter Vertrag, soll nach Informationen der dänischen Zeitung „BT“ das Interesse des SCP geweckt haben. Hier winkt Przondziono ab: „Diesen Namen höre ich zum ersten Mal.”

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