Zum Auftakt ist beim SC Paderborn auch der Trainer am Ball – Sabiri und Michel fehlen – mit Video und Fotostrecke
Baumgart mischt mit

Paderborn (WB). Kein Abgang, kein Neuzugang: Mit dem bekannten Kader startete der SC Paderborn am Donnerstag in die Vorbereitung auf die Rückrunde der Fußball-Bundesliga. Mit Hamid Sabiri und Sven Michel fehlten allerdings zwei Profis beim Trainingsbeginn. Das Duo hatte sich am Vormittag stark erkältet abgemeldet. „Beide sind fieberfrei, ich rechne nicht mit einer längeren Pause“, gab Steffen Baumgart Entwarnung.

Freitag, 03.01.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 03.01.2020, 11:22 Uhr
Abgegrätscht: Steffen Baumgart war zum Start mittendrin. Der Trainer zeigt Streli Mamba, wie man Zweikämpfe führt. Foto: Oliver Schwabe

Erstes Training des SC Paderborn im neuen Jahr

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Foto: Oliver Schwabe
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Paderborns Cheftrainer zeigte sich nach der einstündigen Einheit, bei der er selbst kräftig mitmischte und die lediglich zur „Ballgewöhnung“ dienen sollte, wie gewohnt tiefenentspannt. Dass noch keine Neuer zum Auftakt dabei war, berührte den 47-Jährigen zumindest öffentlich nicht: „Das Glas bleibt halb voll. Die Jungs, die da sind, geben Vollgas. Wenn noch Spieler kommen, würde mich das freuen. Dann wären wir auf einem gutem Weg, alles für den Klassenerhalt zu tun, was in unserem Rahmen möglich ist.“

Gesucht: Jungs, die auch mal Teller waschen

Ein zentraler Mittelfeldspieler und ein Stürmer sollen noch kommen, das ist seit Wochen bekannt. Getan hat sich bislang noch nichts. „Wir haben noch drei Wochen Zeit, aber es ist schwierig. Ich suche Spieler, die bereit sind, sich auf uns einzulassen“, wiederholte Manager Przondziono eine alte Forderung und wurde dann etwas genauer: „Ich suche keinen, der hier vier Monate 1. Liga spielen will. Ich suche Jungs, die auch bereit sind, nach dem Mittagessen mal Teller abzuwaschen.“ Parallel dazu versucht Przondziono auch Spieler zu verleihen.  Marlon Ritter und Rifet Kapic gehören dazu, sie müssen dringend Spielpraxis sammeln, ebenso Nachwuchsspieler wie Johannes Dörfler, Jan-Luca Rumpf oder Dominik Bilogrevic. Marcel Hilßner würden die Paderborner sogar verkaufen, zwei Vereine aus der 3. Liga sollen Angebote abgegeben haben.

Verträge von Gjasula, Zolinski und Hünemeier laufen aus

Paderborns Geschäftsführer Sport muss in den kommenden Wochen auch noch andere Personalien (mit-)entscheiden. Bei den Leihspielern Laurent Jans (FC Metz) und Gerrit Holtmann (FSV Mainz 05) besitzt der SCP eine Kaufoption, „Mo“ Dräger würde nach Lage der Dinge im Sommer zum SC Freiburg zurückkehren. „Das ist im Moment nicht das allererste Thema“, wehren Przondziono und Baumgart bei diesem Trio die Fragen ab. Konkreter wird der Trainer aber bei drei anderen Spielern. Die Verträge von Klaus Gjasula, Ben Zolinski und Uwe Hünemeier laufen aus. Dazu Baumgart: „Ich würde die Zusammenarbeit gerne fortsetzen. Sie sind wichtig für den SCP, egal in welcher Liga wir künftig spielen.“

Kilian vom „Kicker“ gekürt

Mit Ranglisten im Fußball, egal welcher Art, tut sich Baumgart bekanntlich schwer. Er selbst hebt auch nur äußerst selten mal einzelne Spieler hervor. Ein Fußball-Fachblatt präsentierte jetzt die 18 Gewinner der Hinrunde. Beim SCP kürte der „Kicker“ Luca Kilian zu dem Profi, der besonders zufrieden auf die ersten 17 Spieltage zurückblicken kann. Wobei Kilian erst am 6. Spieltag gegen Bayern München (2:3) seine Premiere feierte. „Luca hat gute Spiele gemacht und hat sich sehr gut entwickelt. Das ging aber auch nur, weil die Jungs neben ihm immer da waren“, blickt Baumgart auch hier lieber auf das große Ganze.

Trainingsbedingungen noch nicht zufriedenstellend

Wobei Kilian zweifellos eine starke Runde spielte. Baumgart zählte noch andere auf. Sebastian Vasiliadis gehört für ihn unstrittig auch zu den „Gewinnern“. Wie die zu Saisonbeginn verletzten Leopold Zingerle und Sebastian Schonlau zurückgekommen sind, imponierte Baumgart ebenso wie Klaus Gjasula: „Er hat vergangene Saison fast gar nicht gespielt, zählt jetzt zum Stamm und ist albanischer Nationalspieler.“ Doch Baumgart wäre nicht Baumgart, wenn er seine Aufsteiger nicht erden würde: „Unser Punktestand sagt eindeutig, dass wir noch viel besser werden müssen.“

Die Bedingungen im Trainingszentrum waren am Donnerstagnachmittag noch nicht zufriedenstellend. Baumgart ist dennoch überzeugt, dass die Entscheidung in Paderborn zu bleiben, richtig war: „Die klimatischen Bedingungen sind hier wie am 18. Spieltag.  Außerdem ist das keine normale Vorbereitung. Wir haben nur 18 Tage Zeit, da ist es wichtig, was wir in der Kürze leisten können. Nicht, wo wir uns wohler fühlen.“

Am Samstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit gegen Lotte

Zum ersten Mal im neuen Jahrzehnt ist der SCP am kommenden Samstag am Ball. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit trifft der Erstligist auf den West-Regionalligisten Sportfreunde Lotte. Der Drittligaabsteiger hat die Hinrunde mit 24 Punkten auf dem zehnten Platz abgeschlossen. Am Mittwoch ist der beste Zweitligaaufsteiger, der VfL Osnabrück (26 Punkte, Platz sechs), der nächste Gegner. Auch diese Partie findet ohne Zuschauer statt. Übrigens nicht im Trainingszentrum. Hier werden die Plätze geschont. Baumgarts knappe Begründung: „Wir wollen das Fußballspielen üben, nicht lange Bälle.“

Zum Abschluss der Testspiele geht’s am Samstag, 11. Januar (Anstoß: 13 Uhr, Eilenriedestadion), zum Zweitligisten Hannover 96.

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Kommentare

chefplaner  wrote: 03.01.2020 14:46
Ambitionen
So ist es. Wir brauchen Spieler, die ihre Ziele noch nicht erreicht haben und daher hungrig sind.

Spieler, die nur wegen des Geldes und der Ligazugehörigkeit kommen wollen, aber Paderborn eher ein Rückschritt ist, die sind wenig motiviert und vergiften die Mannschaft.

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