Auch Atalanta Bergamo soll Interesse an Paderborns Stürmer haben Streli Mamba plötzlich europaweit begehrt

Paderborn (WB). Seit seinem Dortmunder Doppelpack wird viel geredet über Streli Mamba. Selbst redet der urplötzlich europaweit begehrte Stürmer des SC Paderborn 07 derzeit eher ungern. Nach der Partie gegen RB Leipzig muss der 25-Jährige von Teammanager Ole Siegel dazu bewegt werden, den wartenden Journalisten für einige Momente Rede und Antwort zu stehen. Der in der Vorsaison noch mit dem FC Energie Cottbus in die Regionalliga abgestiegene Angreifer lässt in seinem ersten Erstligajahr weiterhin wesentlich lieber Taten sprechen.

Von Elmar Neumann
Torschützen unter sich: Streli Mamba und Klaus Gjasula (von links) verkürzten gegen Leipzig auf 2:3.
Torschützen unter sich: Streli Mamba und Klaus Gjasula (von links) verkürzten gegen Leipzig auf 2:3. Foto: Thomas F. Starke

Im Signal-Iduna-Park hatte er die Seinen mit 2:0 in Führung geschossen, in der Benteler-Arena brachte er die Gastgeber mit seinem Treffer zum 1:3 (62.) zurück ins Spiel, nachdem ihm ein erstes Tor direkt nach der Pause (47.) wegen einer minimalen Abseitsposition aberkannt worden war. Nach seinem Aufsehen erregenden Auftritt gegen die schwarz-gelbe Abwehrreihe bescherte der Deutsch-Kongolese auch den Verteidigern der in Weiß gekleideten roten Bullen jede Menge Arbeit. Allen voran Dayot Upamecano (21), den er in den zwei besagten, beinahe identischen Szenen jeweils relativ langsam aussehen ließ.

„Ich habe noch nichts gehört“

Während Leipzigs französischer Abwehrchef vom FC Barcelona umworben wird und die RB-Verantwortlichen versuchen, ihm die auf 80 Millionen Euro taxierte Ausstiegsklausel abzukaufen, hat es der vom SCP ablösefrei verpflichtete Mamba auf die Liste eines anderen Champions-League-Teilnehmers geschafft.

Wie „calciomercato.it“ berichtet, soll neben dem Premier-League-Klub West Ham United, Vereinen aus den Niederlanden und einigen Bundesligisten insbesondere Atalanta Bergamo an einer Verpflichtung Interesse bekunden und extra einen Scout nach Dortmund entsandt haben. Dieser dürfte die Heimreise beeindruckt angetreten haben und nach dem Treffer gegen Leipzig, Mambas fünftem Tor im neunten Spiel, ist die Zahl der Beobachter nicht gesunken. „Ich habe noch nichts gehört“, zeigt sich der Umworbene bei diesem Thema wortkarg.

„Potenzial früh erkannt“

Es sind turbulente Tage, die der gebürtige Göppinger durchlebt, in denen er aber lieber den Blick aufs Team als auf seine persönliche Bilanz und Zukunft richtet: „Ja, ich habe letzte Woche gegen Dortmund wohl das bislang beste Spiel in meiner Karriere gemacht und auch heute wieder getroffen. Das ist gerade ein ganz guter Flow. Allerdings geht es hier doch noch immer um Mannschaftssport. Ich kann so viele Tore schießen, wie ich will – wenn wir ohne Punkte vom Platz gehen, nützt uns das gar nichts.“ Seinem Marktwert aber schon. Bei der nächsten Berechnung wird „transfermarkt.de“ bestimmt auf eine erheblich höhere Summe kommen als die aktuell aufgerufenen eine Million Euro und das dürfte dann nicht die letzte Steigerung gewesen sein.

„Wir haben Strelis Potenzial früh erkannt, aber seine Entwicklung fängt gerade erst an“, sagt Manager Martin Przondziono, der aus Bergamo noch nichts gehört hat: „Ich habe auch nur vom angeblichen Interesse anderer Vereine gelesen. Mit uns hat bislang niemand Kontakt aufgenommen.“

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