Die Leiste schmerzt: Paderborns Mittelfeldspieler wird in Dortmund untersucht Noch keine Diagnose bei Vasiliadis

Paderborn (WB). Auch drei Tage nach der Leistenverletzung von Sebastian Vasiliadis gibt es noch keine genaue Diagnose. Am Dienstag stellt sich der defensive Mittelfeldspieler des Bundesligisten SC Paderborn bei einem weiteren Spezialisten in Dortmund vor. »Wir brauchen aus unterschiedlichen Positionen Bilder und die müssen dann auch richtig interpretiert werden. Erst dann können wir sagen, wie schwerwiegend die Verletzung bei Vasi ist«, sagte Teammanager Ole Siegel.

Von Matthias Reichstein
Bei Sebastian Vasiliadis ging am Freitag nichts mehr: Sebastian Schonlau (links) und Jamilu Collins kümmerten sich.
Bei Sebastian Vasiliadis ging am Freitag nichts mehr: Sebastian Schonlau (links) und Jamilu Collins kümmerten sich. Foto: imago

Sebastian Vasiliadis und die Leiste – Probleme hatte der angehende griechische Nationalspieler bereits im Sommer.  Da wurde der 22-Jährige von den Mannschaftsärzten Dr. Matthias Porsch sowie Dr. Karl-Friedrich Schünemann behandelt. Am Montag suchte Vasiliadis auch zunächst den Orthopäden Porsch auf, am Nachmittag führte der Neuroradiologe Schünemann eine Computertomografie durch und Vergleich die aktuellen Bilder mit denen aus dem Sommer. Eine abschließende Diagnose soll aber erst am Dienstag erfolgen. Erst dann wird auch entschieden, wann Vasiliadis wieder ins Training einsteigen kann.

Nur schwer zu ersetzen

Paderborns Trainer Steffen Baumgart wollte sich gestern nicht näher äußern. »Wir müssen abwarten, alles andere wäre Spekulation«, sagte der 47-Jährige. Dass der zweikampf- wie laufstarke Mittelfeld-Mann als Abräumer vor der Abwehr nur schwer zu ersetzen sein wird, ließ aber auch der Coach durchblicken: »Langfristig kann eine Mannschaft jeden Ausfall kompensieren, kurzfristig ist das manchmal etwas schwerer.«

Zumal sich mit dem Ausfall von Vasiliadis auch das Spiel des SCP verändern könnte. Beim 3:3 in Dortmund wechselte Baumgart mit dem offensiv stärkeren Hamid Sabiri einen Spielertyp mit anderen Fähigkeiten ein. Er machte seine Sache auch gut, aber eben anders. »Sollte es so kommen, dass Vasi ausfällt, werden wir uns gegen Leipzig etwas einfallen lassen«, versicherte Baumgart und versprach mit einem Augenzwinkern: »Wir werden deshalb nicht mit nur neun Feldspielern auflaufen.«

Hohe Belastung

Und was sagt Sebastian Vasiliadis? Der junge Profi hofft noch: »Mir ging es schon besser, aber auch schon sehr viel schlechter. Ich bin kein Arzt und vertraue den Spezialisten, aber vielleicht beruhigt sich wieder alles und es ist am Ende gar nicht so schlimm.«

Wie wichtig Vasiliadis für das Spiel des SCP ist, zeigt diese Statistik: Bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung in Dortmund hatte er als einziger SCPer noch keine Meisterschaftsminute versäumt. Allerdings nahmen die Belastungen zu: Zuletzt war er für die beiden gewonnenen EM-Qualifikationsspiele der griechischen Nationalmannschaft gegen Armenien in Eriwan (1:0) und in Athen gegen Finnland (2:1) nominiert worden.

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