Paderborn bezieht erneut kein Trainingslager – Mitgliederversammlung am 20. Januar Kapic wird ausgeliehen

Paderborn (WB). Sechs Punktspiele muss der SC Paderborn noch bis zur Winterpause absolvieren. Von den Partien hängt wesentlich ab, ob und wie der Tabellenletzte der Fußball-Bundesliga in der Winterpause noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv wird.

Von Matthias Reichstein
Seltenes Bild: Rifet Kapic (links) für den SCP im Einsatz. Im Test gegen Ipswich Town durfte er 45 Minuten spielen.
Seltenes Bild: Rifet Kapic (links) für den SCP im Einsatz. Im Test gegen Ipswich Town durfte er 45 Minuten spielen. Foto: Oliver Schwabe

»Wir machen kein Harakiri, aber es ist natürlich ein gravierender Unterschied, ob wir zu Weihnachten noch auf Schlagdistanz sind oder nicht«, sagt Manager Martin Przondziono. Soll heißen: Haben die Ostwestfalen nach dann 17 absolvierten Spieltagen noch eine Chance auf den Ligaerhalt, werden die Paderborner wohl kurzfristig von ihrem Ausbildungskurs abrücken und einen fertigen Spieler für ein halbes Jahr ausleihen. »Ich war während der Länderspielpause in Deutschland unterwegs und habe einige Gespräche geführt, aber noch haben wir keinen Profi konkret im Visier«, versichert Przondziono.

Ausleihen

Gleichzeitig plant der Manager, noch einige Spieler auszuleihen. Johannes Dörfler (kam vom KFC Uerdingen) und Marcel Hilßner (Hansa Rostock) lehnten schon Ende August ab, den SCP zu verlassen, nun stehen die beiden erneut auf Przondzionos Liste.

Neu dazugekommen ist Rifet Kapic (zuletzt Grasshopper Club Zürich). Der Königstransfer vom Sommer, eigentlich als Ersatz für Spielmacher Philipp Klement (VfB Stuttgart) geholt, stand bislang – wie Hilßner und Dörfler – noch keine einzige Minute für den Erstligisten auf dem Platz. »Rifet muss endlich auf gutem Niveau über 90 Minuten spielen. Sonst wird diese Saison ein verlorenes Jahr für ihn«, warnt Przondziono. Denkbar wäre ein deutscher Zweitligist, ebenso ein Wechsel in die zweite Liga Frankreichs, Belgiens oder Hollands. »Wir müssen uns ständig hinterfragen, welche Lösung für welchen Spieler die Beste ist. Rifet setzt sich im Moment selbst zu stark unter Druck, das hat man im Test in Lippstadt gesehen«, sagt Przondziono.

Rückkehrer

Andersherum scheint sehr sicher zu sein, dass Ron Schallenberg vom Regionalligisten SC Verl zurückkehrt. »Ron spielt dort eine richtig gute Rolle. Er ist bereits bei anderen Klubs in den Fokus gerückt«, ist Przondziono zufrieden. Ein anderer Kandidat wäre Felix Drinkuth, der an den Halleschen FC (3. Liga) verliehen ist. »Er fühlt sich wohl und liefert gute Leistzungen ab«, sagt Przondziono. Kaum Chancen hat dagegen Sergio Gucciardo. Das Nachwuchstalent ist an den SV Lippstadt (Regionalliga) ausgeliehen, kommt dort aber nur sporadisch zum Einsatz.

Ein Termin für die Jahreshauptversammlung des SCP wurde auch gefunden: Am Montag, 20. Januar (Beginn: 19 Uhr), treffen sich die SCP-Mitglieder im VIP-Zelt an der Arena. Dort werden nur schwarze Zahlen präsentiert, der Verein ist schuldenfrei. Ein Trainingslager im Winter wäre so finanzierbar, doch der SCP entschied anders: Die Profis bleiben erneut daheim.

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