Kommentar zum SC Paderborn Das Vertrauen schwindet zusehends

Angesichts ihrer ausgeprägten Außenseiterrolle haben Verantwortliche und Spieler des SC Paderborn 07 bislang davon abgesehen, vor einem Spiel davon zu sprechen, dieses gewinnen zu müssen. Auch vor dem Auftritt in Köln war nichts derart Forderndes zu hören.

Von Elmar Neumann
Paderborns Kai Pröger steht nach der Partie auf dem Platz.
Paderborns Kai Pröger steht nach der Partie auf dem Platz. Foto: Marius Becker/dpa

Dabei war spätestens nach den Ergebnissen vom Samstag klar: Das Aufsteigerduell ist eine Begegnung, die man unbedingt gewinnen sollte. Union Berlin schlägt Freiburg, Düsseldorf besiegt Mainz, Augsburg punktet selbst gegen die großen Bayern. Und der SCP? Der verliert gegen seinen vermeintlichen Lieblingsgegner. Die Resultate des achten Spieltags haben noch keine die Liga entscheidenden Folgen, sind für den Aufsteiger aber immerhin so schwerwiegend, dass auch der Rückstand auf Rang 17 nicht mehr mit einem Sieg wettzumachen ist.

Natürlich, es sind noch 78 Punkte zu vergeben und theoretisch zu holen, aber die Tabellensituation ist noch das kleinere Paderborner Problem. In Köln haben die Spieler erstmals eingeräumt, dass der Fehlstart nicht spurlos an ihnen vorübergeht, Selbstbewusstsein und Selbstverständnis angekratzt sind. Sie haben damit nur das gesagt, was auf dem Spielfeld nicht mehr zu übersehen ist und mit jeder weiteren Niederlage noch deutlicher zum Tragen kommen wird: Das Vertrauen in die eigene Stärke schwindet zusehends und die Tatsache, dass Trainer Steffen Baumgart öffentlich bekundet hat, in der Winterpause am liebsten personell nachlegen zu wollen, spricht dafür, dass auch er von der Qualität des Kaders nicht mehr 100-prozentig überzeugt ist.

In der aktuellen Verfassung ist allerdings zu befürchten, dass der SCP im Winter schon so weit abgeschlagen sein könnte, dass sich weitere Investitionen nicht lohnten. Um ein solches Szenario zu verhindern, ist ein Sieg gegen Düsseldorf ein Muss.

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