Doppelpack von Christopher Antwi-Adjej beim 3:1 (0:0) gegen Heidenheim SC Paderborn springt auf Platz zwei

Paderborn (WB). Was für eine verrückte Geschichte. Drei Spieltage vor Saisonende rückt für den SC Paderborn die 1. Bundesliga immer näher. Nach Kiel räumte der SCP mit dem am Ende verdienten 3:1 (0:0)-Sieg am Sonntag gegen den 1. FC Heidenheim innerhalb von einer Woche den zweiten Konkurrenten aus dem Weg und sprang selbst durch den fünften Dreier im sechsten ungeschlagenen Spiel in Folge auf Platz zwei.

Von Peter Klute
Paderborns Christopher Antwi-Adjej (Mitte) und Robert Glatzel (links) aus Heidenheim im Kampf um den Ball. Im Hintergrund läuft Heidenheims Niklas Dorsch.
Paderborns Christopher Antwi-Adjej (Mitte) und Robert Glatzel (links) aus Heidenheim im Kampf um den Ball. Im Hintergrund läuft Heidenheims Niklas Dorsch. Foto: Friso Gentsch/dpa

Nächste Station auf dem Weg ins Oberhaus ist am kommenden Freitag die Bielefelder Alm. Dann steigt das Ostwestfalen-Derby beim DSC Arminia.

Paderborns Trainer Steffen Baumgart ließ seine Anfangsformation gegenüber dem 2:1 in Kiel unverändert. Kapitän Christian Strohdiek kehrte nach überstandenen Rückenproblemen aber zumindest in den Kader zurück. Heidenheims Coach Frank Schmidt musste aufgrund einer Knieverletzung kurzfristig auf seinen österreichischen Spielmacher Nikola Dovedan verzichten. Das tat den Gästen von der Ostalb weh, doch das merkte man ihnen zunächst nicht an.

Schnatterer mit erster Chance für Heidenheim

Sie kamen gut ins Spiel und wären beinahe früh in Führung gegangen. Nach einem dicken Stellungsfehler von SCP-Rechtsverteidiger Mohamed Dräger passte Denis Thomalla nach innen, wo sein Kapitän Marc Schnatterer ganz frei stand, das Tor von Leopold Zingerle aber um einen Meter verpasste (sechste Minute). Da fehlte nicht viel am 0:1, da hatte Paderborn großes Glück. Bis zur ersten richtigen Chance des SCP dauerte es 13 Minuten, da schoss Toptorjäger Philipp Klement (schon 15 Saisontreffer) den Ball knapp links am Tor von Heidenheims Keeper Kevin Müller vorbei.

Insgesamt merkte man in der Anfangsphase beiden Mannschaften an, dass es um viel ging. Denn nicht weniger als der Aufstieg stand auf dem Spiel. Dann wurde es kribbelig für Zingerle. Der Schlussmann kam außerhalb des Strafraums gegen Robert Glatzel zu spät, da aber Sebastian Schonlau noch als letzter Mann hinter ihm stand, beließ es Schiedsrichter Alexander Sather aus Grimma bei der Gelben Karte. Den anschließenden Freistoß setzte Norman Theuerkauf an die Latte (18.). Da wäre Zingerle nicht rangekommen.

SCP zu Beginn mit vielen Ungenauigkeiten

Heidenheim war besser weil vor allem abgeklärter und einem Treffer näher. Der Tabellendritte aus Paderborn leistete sich bis dato viele Ungenauigkeiten und wirkte doch sehr nervös. In der 23. Minute gab es eine weitere Gelegenheit für die Schwaben: Ecke Theuerkauf, Kopfball Sebastian Griesbeck, über das Tor. Fast im Gegenzug wurde ein Schuss von Sven Michel nach Ablage von Babacar Gueye gerade noch geblockt. Einen Versuch von Christopher Antwi-Adjei nach anschließender Ecke parierte Müller kurz danach im Nachfassen.

Wenige Minuten vor der Pause mussten die Gäste nach dem Ausfall von Dovedan zwei weitere wichtige Spieler ersetzen. Timo Beermann und Marc Schnatterer konnten verletzungsbedingt nicht weitermachen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte tauchte dann Michel noch mal frei vor Müller auf, zog aber am langen Eck vorbei. So ging es torlos in die Kabinen.

Antwi-Adjei bringt Paderborn mit Doppelpack auf Kurs

Unmittelbar vor dem Wiederanpfiff versammelte Paderborns Co-Trainer Daniel Scherning die Seinen auf dem Rasen im Kreis und heizte ihnen noch einmal richtig ein. Ob es daran lag, dass es nach 52 Minuten 1:0 für die Hausherren stand? Antwi-Adjei drückte die Kugel nach einem Zuspiel von Sebastian Vasiliadis an Müller vorbei über die Linie. Es war sein sechstes Tor in den vergangenen sieben Spielen.

Da zu diesem Zeitpunkt Union Berlin gegen den Hamburger SV vorne lag, war der SCP Zweiter. Und Antwi-Adjei legte nur sieben Minuten später nach sehenswerter Vorarbeit von Kai Pröger sogar nach. Gueye hatte in der Folge gleich zweimal die Möglichkeit, auf 3:0 zu erhöhen. Das gelang Pröger in der Nachspielzeit, bevor Robert Andrich noch abschwächte.

Paderborn: Zingerle - Dräger, Schonlau, Hünemeier, Collins - Vasiliadis - Pröger, Klement, Antwi-Adjei (87. Tekpetey) - Gueye (67. Zolinski), Michel (73. Gjasula)

Heidenheim: Müller - Busch, Mainka, Beermann (40. Reithmeir), Theuerkauf - Griesbeck, Dorsch, Andrich - Schnatterer (40. Multhaup) - Thomalla (71. Leipertz), Glatzel

Tore: 1:0 Antwi-Adjei (52.), 2:0 Antwi-Adjei (59.), 3:0 Pröger (90.+2), 3:1 Andrich (90.+3)

Gelbe Karten: Zingerle /

Zuschauer: 12.588

Schiedsrichter: Sather (Grimma)

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