SC Paderborn schlägt MSV Duisburg 4:0 – Klement, Gueye, Tekpetey und Vasiliadis treffen Relegationsrang drei rückt näher

Paderborn (WB/MR). Wieder dran! Der SC Paderborn hat den Rückstand auf Relegationsrang drei in der 2. Fußball-Bundesliga auf einen Zähler verkürzt. Mit einem 4:0 (2:0) gegen den MSV Duisburg setzte der SCP seine Erfolgsserie fort und greift nun die Aufstiegsplätze an. Der Ligadritte Union Berlin hat mit 49 Zählern nur noch ein Pünktchen Vorsprung. Der Erfolg über die Zebras war nach acht erfolglosen Versuchen der erste Liga-Heimsieg gegen die Meidericher.

Großer Jubel nach dem Tor zum 3:0 durch Bernard Tekpetey.
Großer Jubel nach dem Tor zum 3:0 durch Bernard Tekpetey. Foto: Jörn Hannemann

Mit zwei Änderungen begann der SCP. Babacar Gueye und Bernard Tekpetey kamen neu ins Team, dafür mussten Klaus Gjasula und und Kai Pröger auf die Bank. Die Hausherren starteten mit viel Schwung, machten sofort Druck und hatten sich nach nur neun Minuten schon drei Eckbälle erspielt. Die blieben wirkungslos, die erste knackige Chance hatten dann die Gäste: Nach einem Zuspiel von Schnellhardt hatte Stanislav Iljutcenko (12.) freie Bahn, doch Leopold Zingerle im SCP-Tor konnte abwehren.

In der gleichen Minute antwortete der SC Paderborn: Gueye steuerte allein auf MSV-Schlussmann Felix Wiedwald zu, doch der reagierte mit einer Fußabwehr und verhinderte den Rückstand.

Paderborner kämpfen im Schneetreiben

Danach blieb es bei nasskalten Bedingungen sehr unterhaltsam. Der Ex-Paderborner Moritz Stoppelkamp (17.) prüfte Zingerle, bekam aber nicht genug Druck auf den Ball. Das machte Philipp Klement in Minute 24 viel besser: Aus gut 20 Metern zog Paderborns Taktgeber ab und hämmerte den Ball unter die Latte. Ein Flatterball, aber nicht unhaltbar.

Im anschließenden Schneetreiben behielt Zingerle den Durchblick. Bei ihm konnte sich der SCP bedanken, dass die zunächst noch knappe Führung hielt. Nach einem Distanzschuss von Iljutcenko (32.) reagierte er glänzend und lenkte den Ball noch um den Pfosten. Auf den Posten war er auch drei Minuten später. Diesmal war es wieder Stoppelkamp, allerdings aus spitzem Winkel, der den starken SCP-Keeper prüfte. Oliveira Souza und wieder Stoppelkamp mit einer Doppelchance in Minute 38 konnten den Münchner im Tor der Paderborner auch nicht überwinden.

Da hatten die Ostwestfalen Glück, doch dann schlug der im Angriff eiskalte SCP in Person von Baba Gueye (42.) zurück: Christopher Antwi-Adjei zog auf dem linken Flügel kurz an, spielte nach innen, der Ball landete etwas glücklich bei Gueye, der dann aus kurzer Distanz vollstreckte.

SCP soll Interesse an Marcel Hilßner haben

Direkt nach der Pause hatte Tekpetey (49./50.) die Entscheidung auf dem Fuß, traf aber erst nur das Außennetz und scheiterte eine Minute später an Wiedwald. Im dritten Versuch klappte es dann doch: Nach einem Sprint von Antwi-Adjei über das halbe Spielfeld – Ausgangspunkt war eine Ecke für den MSV – hatte Tekepety nach dem Zuspiel erst noch Mühe bei der Ballannahme, schloss den klasse Konter dann aber doch zum 3:0 (59.) ab.

Das war aber noch nicht alles: Zingerle rettete noch einmal vor dem eingewechselten Havard Nielsen (78.), Sebastian Vasiliadis setzte mit seinem vierten Saisontor (79.) dann aber den Schlusspunkt. An seinen Flachschuss kam Wiedwald nicht heran. Das war’s.

Der SC Paderborn soll nach einem Bericht des Fußball-Fachblatts »Kicker« an Marcel Hilßner interessiert sein. Der 24-jährige Flügelspieler steht bis zum 30. Juni noch beim Drittligisten Hansa Rostock unter Vertrag und könnte dann ablösefrei gehen.

Am kommenden Samstag ist der SCP bei Holstein Kie l zu Gast. Das Hinspiel war eins für die Geschichtsbücher: Der SCP führte zur Pause bereits 3:1 und lag nach 80 Minuten 3:4 zurück. In der Schlussminute rettete Ben Zolinski mit seinem zweiten Treffer wenigstens noch einen Punkt.

SC Paderborn: Zingerle – Dräger, Schonlau, Hünemeier, Collins – Vasiliadis – Tekpetey (64. Pröger), Klement, Antwi-Adjei – Michel (82. Ritter), Gueye (70. Zolinski)

MSV Duisburg: Wiedwald – Wiegel, Hajri (68. Gyau), Nauber, Wolze – Albutat – Schnellhardt, Engin – Stoppelkamp, Oliveira Souza (74. Nielsen) – Iljutcenko (68. Verhoek)

Schiedsrichter: Badstübner (Windsbach)

Tore: 1:0 Klement (24.), 2:0 Gueye (42.), 3:0 Tekpetey (59.), 4:0 Vasiliadis (79.)

Gelbe Karte: Vasiliadis (3)

Zuschauer: 11.111

Kommentare

Chapeau

Ich bin seit ewiger Zeit ein Fan von Arminia Bielefeld. Das sollte einen jedoch nicht davon abhalten, die Leistung des SC Paderborn anzuerkennen. Es ist schon aller Ehren Wert, was dort über die dritte Liga entwickelt worden ist. Nach dem Aufstieg ein Aspirant für den Relegationsplatz zu sein, kann einem nur Respekt abverlangen. Schade, dass in Bielefeld offenbar die Kompetenz fehlt, es den Paderbornern gleichzutun. Paderborn spielt einen für die zweite Liga technisch anspruchsvollen Fußball. Wenn sie die Abwehr noch stabilisieren können, steigen sie spätestens nächstes Jahr wieder auf. Und das zu Recht.

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