SC Paderborn: Hannover 96 bestätigt Interesse an Manager Krösche Ist auch Leipzig an ihm dran?

Paderborn (WB). Die Liste der Angebote für SC Paderborns Manager Markus Krösche wird scheinbar immer länger. Jetzt soll der 38-Jährige auch ein Kandidat bei RB Leipzig sein. Hannover 96 hat sein Interesse an Krösche derweil bestätigt.

Von Matthias Reichstein
Der Schreibtisch ist voll, die Planungen für die kommende Saison hat Markus Krösche fast abgeschlossen.
Der Schreibtisch ist voll, die Planungen für die kommende Saison hat Markus Krösche fast abgeschlossen. Foto: Jörn Hannemann

»Wir beschäftigen uns mit ihm«, sagte 96-Haupt-Gesellschafter Martin Kind (74) dem »Sportbuzzer«. Nach Informationen dieser Zeitung soll es bereits ein erstes Gespräch gegeben haben. Über Inhalte wurde nichts bekannt, doch das Thema könnte sich schnell erledigen, wenn eine andere Offerte tatsächlich konkret wird.

Nach einem Bericht der »Bild« soll auch der Erstligadritte RB Leipzig den gut vernetzten Krösche ins Visier genommen haben.

Baumgart bleibt verhalten

Vor einem Jahr der Hamburger SV, zuletzt der 1. FC Nürnberg, jetzt Hannover 96 und vielleicht auch noch Leipzig – SCP-Präsident Elmar Volkmann (72) will die vielen Meldungen nicht mehr kommentieren (»Ich schaue gar nicht mehr hin. Das macht auch keinen Sinn«), kann aber nachvollziehen, wenn sein Sportchef allen Angeboten offen gegenübersteht: »Ich halte das für absolut verständlich und auch selbstverständlich.«

Eher verhalten beobachtet Trainer Steffen Baumgart die Diskussionen rund um den Paderborner Sport-Geschäftsführer: »Ich glaube, hier wird mehr geschrieben, als tatsächlich dran ist.« Er scheint aber auch auf den Tag einer Trennung vorbereitet zu sein: »Wir machen jeden Tag unsere Arbeit und sind bei der Kaderplanung für die kommende Saison sehr weit.«

Emotionale Bindung

Baumgart findet es sogar »schade für Markus, dass sein Name überall gehandelt wird«, Krösche selbst sieht die Angebote mittlerweile auch als Bestätigung seiner Arbeit und verzichtet gleichzeitig auf Treubekenntnisse. Er sei keiner, der das eine sage und dann das andere tue und fügt hinzu: »Ich muss auch immer meine persönliche Weiterentwicklung berücksichtigen.«

Gleichzeitig unterstrich er auch noch einmal seine enge und emotionale Bindung zum SCP: »Ich weiß, was ich am SC Paderborn habe. Der Verein ist super und meine Position in diesem Klub ist es auch. Deshalb sende ich keine Signale, dass ich hier unbedingt weg will. Ich habe auch keinen Handlungsbedarf, weil ich hier eine sehr spannende und interessante Mannschaft habe.«

»Niemand ist unersetzlich«

Bis auf zwei, drei Veränderungen, die der SCP aber nicht beeinflussen könne, seien die Planungen für die kommende Spielzeit abgeschlossen, bestätigte auch Krösche. Einige Ab- und Zugänge stehen fest, deutlicher wollte er aber nicht werden. Dennoch dürfte klar sein, wer nach dieser Spielzeit nur schwer zu halten ist: Spielmacher Philip Klement, Außenstürmer Bernard Tekpetey, Linksverteidiger Jamilu Collins und auch Sebastian Vasiliadis im defensiven Mittelfeld sind aktuell die spannendsten Profis im SCP-Trikot.

Auch für dieses Quartett gilt, was Krösche schon seit seinem Amtsantritt im März 2017 immer wieder deutlich gemacht hat: »Niemand ist unersetzlich und damit unverkäuflich. Gute Leistungen wecken Begehrlichkeiten und wenn Spieler die Chance bekommen, sich sportlich und finanziell zu entwickeln, dann stehen wir als SC Paderborn auch in der Verantwortung, nicht alles kaputt zu machen.« Deshalb sei der SCP auch hier vorbereitet. Krösche: »Wir haben für jede Position Spieler im Blick, die für uns interessant sind.«

Manager und Spieler werden hochgehandelt – und was ist mit dem Trainer? Baumgart gab dazu gestern einen klaren Kommentar ab: »Ich fühle mich hier in Paderborn sehr wohl und bin nicht auf Arbeitssuche.« Ein Satz, der nicht nur dem Präsidenten gefallen dürfte.

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