SCP-Torwart im Pokal erstmals nicht zwischen den Pfosten
Ratajczaks Zukunft ungewiss

Paderborn (WB/MR). Paderborns stolze Pokalserie endete am Dienstag mit dem 0:2 im Viertelfinale gegen den Hamburger SV. Für Schlussmann Michael Ratajczak kam schon vor dem Anpfiff der Abpfiff: Der 36-Jährige saß zum ersten Mal seit seinem Wechsel zum SC Paderborn im Pokal nur auf der Bank. Trainer Steffen Baumgart gab Stammkeeper Leopold Zingerle den Vorzug.

Donnerstag, 04.04.2019, 09:59 Uhr aktualisiert: 04.04.2019, 10:02 Uhr

Der Torwarttausch hatte sich bereits im Vorfeld angedeutet , als sich Baumgart – entgegen seiner üblichen Vorgehensweise – nicht auf Ratajczak als Nummer eins festlegen wollte. Denn bis Dienstagabend galt beim SCP eigentlich das ungeschriebene Gesetz: Zingerle steht in der Meisterschaft zwischen den Pfosten, Ersatzkeeper Ratajczak in den Pokalwettbewerben. Zweimal gewann er so mit dem SCP den Westfalenpokal (2017 und 2018) und hatte im DFB-Pokal sieben Einsätze in Folge. »Ich war von meiner Nominierung überrascht, habe mich aber natürlich gefreut. Für mich war es eine schöne Erfahrung, auch mal eine Pokalpartie mitzunehmen«, sagte Zingerle, der unmittelbar nach dem Abschlusstraining von Baumgart informiert worden war.

Rein sportliche Entscheidung

Der 24-Jährige dachte aber auch an seinen schärfsten Konkurrenten: »Für Rata war es richtig schade, aber der Trainer entscheidet, und das müssen alle Spieler auch genau so akzeptieren.« Baumgart begründete den Torwarttausch später so: »Beide hatten im Vorfeld gut trainiert, aber Leo macht seine Sache seit Wochen richtig gut, und deshalb war es eine rein sportliche Entscheidung.«

Der Vertrag von Ratajczak läuft zum 30. Juni aus, was danach kommt, ist ungewiss. Gegenüber dem WESTFALEN-BLATT äußerte er sich einmal so: »Ich habe Ideen für die Zeit danach, aber wenn es nach mir geht, stehe ich noch mit 40 im Tor.« Beim SCP kann man sich aber auch vorstellen, Ratajczak nach Vertragsende als Torwarttrainer im Juniorenbereich zu übernehmen. Abschließende Gespräche stehen aber noch aus.

Kommentare

Arminia lebenslang Fr.  wrote: 05.04.2019 22:54
Der Trainer hat sich verzockt
In Paderborn sieht man über Jahre die Klasse der Torhüter im 2.Rang nicht .
Lukas Kruse war gesetzt ,jetzt Zingele . In der 1.Liga hatte man Alex Nübel vom TSV Tudorf in der Hinterhand .
Habe ihn oft beobachtet ,Breitenreiter sah das Talent ,traute sich nicht zu einem Wechsel .Nach dem Abstieg nahm er ihn mit zu S04 .
In der 2.Liga sah man das Talent von Heuer Fernandes nicht (bis auf Effenberg )
In der 3.Liga war Ratajczak auch besser als Kruse . Dann kam Zingerle (für ihn spricht die Jugend )
,er spielt wie Kruse nur im 3 bis 3- Bereich .Er ist in seiner Entwicklung stehen geblieben .Er hält das was man halten muss ,aber auch nicht mehr .
Beim ersten Gegentor macht er 2 Schritte nach vorn ,geht aber nicht zum Ball . Entweder gehe ich zum Ball oder bleibe auf der Linie . Klarer Torwartfehler .
Ratajczak ist ein Toptorhüter ,von ihm kann manch junger Hüter viel lernen .

Das Talent von Alex Nübel hatte ich zu Bundeligazeiten schon erkannt .Hatte es in mehreren Kommentaren erwähnt .Er hat Talent eines Manuel Neuer .Es muss nur erkannt werden .Breitenreiter führte lange Gespräche mit Nübel nicht mit Kruse oder, Buchart (oder so ähnlich )
Der Trainer hat sich verzockt mit seinen Torhüterwechsel im Pokal .Die Kritik muss er annehmen .
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