Zum zweiten Mal innerhalb von 13 Monaten scheitert der SCP in Runde vier
»Das tut noch mehr weh«

Paderborn (WB/MR). Zum zweiten Mal innerhalb von 13 Monaten in Runde vier des DFB-Pokals gescheitert: Nach dem 0:6 gegen die Rekord-Bayern schmerzte das 0:2 gegen den Ligakollegen Hamburg aber deutlich mehr. »Diesmal war die Ausgangslage ein bisschen anders, deshalb hatten wir uns schon mehr erhofft, und daher tut diese Niederlage auch noch viel mehr weh«, sagte Marlon Ritter.

Mittwoch, 03.04.2019, 14:48 Uhr aktualisiert: 03.04.2019, 14:50 Uhr
Marlon Ritter zieht ab. Insgesamt kommt der SCP gegen den HSV aber viel zu selten zum Abschluss. Foto: Jörn Hannemann

Spielmacher Philipp Klement war das bittere, weil eigentlich chancenlose 0:2 auch anzusehen: »Wer im Viertelfinale ein Heimspiel gegen einen Ligakonkurrenten hat, der will natürlich weiterkommen. Das haben wir heute verdient nicht geschafft.« Der 26-Jährige sah einen taktisch besonders gut eingestellten Gast aus dem Norden. »Die haben zum ersten Mal hinten mit einer Dreierkette gespielt und uns damit überrascht. Wir selbst hatten dagegen viel weniger Balleroberungen, aber gerade davon lebt nun einmal unser Spiel. Am Ende wurden wir dann auch noch kopflos, da war schon viel Verzweiflung drin.«

Marlon Ritter erkennt einen »deutlichen Qualitätsunterschied«

Sein Trainer sah es etwas anders. »Mich schmerzen Niederlagen immer, völlig egal gegen wen«, sagte Steffen Baumgart und ging dann zur Ursachenforschung über: »Wir haben heute in der Vorwärtsbewegung viele Fehler gemacht, und dann darf man sich nicht wundern, wenn man gegen so einen starken Gegner 0:2 verliert.« Auch Marlon Ritter hatte einen »deutlichen Qualitätsunterschied« erkannt: »Wir haben unsere Stärken heute nicht auf den Platz bringen können.«

Wir haben gegen einen richtig guten Gegner gespielt, das muss man auch mal so deutlich sagen

Leopold Zingerle

Leopold Zingerle ging die Kritik seiner Kollegen etwas zu weit. »Wir haben gegen einen richtig guten Gegner gespielt, das muss man auch mal so deutlich sagen«, meinte der Torhüter und fügte hinzu: »Das 0:1 hat dem HSV in die Karten gespielt, dann bekommen wir relativ zügig noch das 0:2. Dann wird es gegen eine Mannschaft, die den Ball gut halten kann und uns laufen lässt, besonders schwer.« Für den Schlussmann machte wenig überraschend der Doppeltorschütze den Unterschied: »Wir haben ordentlich verteidigt, aber Lasogga macht aus drei Möglichkeiten zwei Tore. Das ist schon eine besondere Stärke.«

Zweimal die Runde der letzten Acht – für Baumgart eine sehr gute Leistung

Mit »besonderen Nebenwirkungen« rechnet Paderborns Keeper aber auch nicht: »Die Enttäuschung ist sehr groß, doch einen Knacks gibt das nicht. Wir haben wieder eine super Saison im DFB-Pokal gespielt, und darauf sollten wir auch ein bisschen stolz sein.« Das war auch Baumgart: »Wir haben uns mehr gewünscht, aber wir sind in kurzer Zeit zweimal ins Viertelfinale eingezogen. Das ist unterm Strich eine sehr gute Leistung.«

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