Im Netz gibt es die ersten Duelle zwischen dem SCP und dem HSV Das Vorspiel läuft schon

Paderborn (WB). Bis das DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen dem SC Paderborn 07 und dem Hamburger SV am Dienstag, 2. April, oder Mittwoch, 3. April, angepfiffen wird, vergehen noch fast zwei Monate. Auf den Social-Media-Kanälen hat das ligainterne Duell aber natürlich schon direkt nach der Auslosung begonnen.

Von Elmar Neumann
Enges Rennen: Philipp Klement (Paderborn, links) und Lewis Holtby (Hamburg) treffen im Pokalwettbewerb aufeinander.
Enges Rennen: Philipp Klement (Paderborn, links) und Lewis Holtby (Hamburg) treffen im Pokalwettbewerb aufeinander. Foto: Oliver Schwabe

»Viertelfinale gegen den HSV und dazu noch zuhause. Mehr kannst du nicht erwarten, wenn du eine Chance auf das Weiterkommen haben willst!!«, twitterte SCP-Verteidiger Uwe Hünemeier und musste nicht lange auf angriffslustige Antworten warten. Neben der einen oder anderen wohl unvermeidlichen Hoyzer-Anspielung war auch eine Replik dabei, die viel darüber aussagt, dass sich beide Seiten ein schwierigeres Los hätten vorstellen können. »Viertelfinale gegen Paderborn. Mehr kannst du nicht erwarten, wenn du eine Chance aufs Weiterkommen haben willst!!«,  lautete die nur fast wortgleiche Erwiderung eines HSV-Fans.

Vorspiel läuft

Das Vorspiel läuft, die Terminierung der Halbfinalistensuche wird aber noch etwas auf sich warten lassen. Sicher ist nur, dass das Paderborner Heimspiel aus den bekannten Lärmschutz-Gründen mit einer Anstoßzeit um 18.30 Uhr versehen wird. Da der FC Schalke noch am Sonntag zuvor im Bundesliga-Einsatz ist, scheint dessen Partie gegen Bremen ein klarer Mittwoch-Kandidat. Alles weitere ist offen. »Vermutlich dauert es acht bis zehn Tage, bis wir wissen, ob wir Dienstag oder Mittwoch spielen. Zunächst wird jetzt erst einmal über die beiden Live-Spiele diskutiert«, sagt Paderborns Geschäftsführer Martin Hornberger, der den Verein bei der live aus dem Deutschen Fußballmuseum in Dortmund übertragenen Auslosung vertrat. Direkt vor der Partie SCP - HSV hatte Handballer Fabian Böhm dem 1. FC Heidenheim die undankbarste aller Optionen aufgebürdet – ein Spiel beim FC Bayern München. Aus finanzieller Sicht, vermutet Hornberger, hätte es den Ligaarivalen aber unglücklicher treffen können: »Das Stadion in München wird auch gegen Heidenheim voll sein. Wenn man dann an die höheren Ticketpreise der Bayern denkt, wird sich die 45-prozentige Beteiligung an den Zuschauereinnahmen für die Heidenheimer bestimmt lohnen.«

 Daran, dass auch die Benteler-Arena im zweiten Viertelfinalspiel der Paderborner Vereinsgeschichte mit 15.000 auf das Halbfinale Hoffenden ausverkauft sein wird, gibt es ebenfalls keine Zweifel. Hornberger rechnet mit »deutlich mehr Anfragen, als wir Karten zur Verfügung haben werden«. Die Eintrittspreise gilt es mit dem DFB und dem Hamburger SV abzustimmen. Dauerkarteninhabern und Mitgliedern wird wieder über einen bestimmten Zeitraum ein Vorkaufsrecht eingeräumt. Genauere Informationen gibt es aber auch in diesem Fall erst, wenn der Termin festgelegt ist.

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Stdionnutzung

Ein weiteres Thema in diesem Zusammenhang wäre die Geschichte um den Stadionbau, der just 2005 begann.

Erst in zweiter Instanz gab ein Richter aus Münster den Klägern Recht, die ohne Kompromissbereitschaft die Werkzeuge der Justiz in die Hände gelegt bekamen, eine ganze Stadt in Geiselhaft zu nehmen.

Das führte zum jahrelangen Verzögern und Verteuern des Projekts, dass den SCP Millionen und wohl auch den Abstieg 2008 beschert hat, weil die Stadt nach jahrelangem Zögern Fehler im Bebauungsplan gemacht hatte.

Stadt und Kläger haben den SCP also Millionen gekostet, die erst 2014 durch den Aufstieg getilgt werden konnten/mussten.
Von wegen, die Stadt habe den SCP unterstützt! Auch so eine Legende!!!

Außer Bürgermeister Paus, der in zahllosen Leserbriefen an seine Versprechen erinnert wurde, war niemand in der Kommunalpolitik für das Stadion, bis es 2005 nach dem Aufstieg kommen MUSSTE. Dann geschahen die Fehler der Hast und Hektik im Rathaus.

Und die Kläger? Bis heute kein Einlenken. Selbst die Schallschutzwand, die eingeklgt wurde und eigentlich auf dieser Straßenseite kontraproduktiv ist, oder die gefühlt 20 000 Fahrradparkplätze konnten nicht helfen.

Da reiten einige nach wie vor ihren Egotrip. Moralisch sind die auf jeden Fall im Unrecht!

Traurig und einfallslos

Dass in den regionalen Medien zum Viertelfinal-Los des SC Paderborn 07 fast nur das Thema "Hoyzer" einfällt, zeugt nicht von besonderer Kreativität. Man könnte die wirtschaftlichen Aspekte beleuchten, die im zweiten Jahr hintereinander dafür sorgen, dass die Schulden nicht längst in zweistelliger Millionenhöhe sind, und trotz des Erfolgs vor einem Jahr ein so dickes Minus stand.

Auch ist die Tatsache, dass der erste Erstligasieg des SCP in Hamburg statt fand.

Legendär an 2004 bzw. 2005 war die Pressekonferenz vom leider verstorbenen Wilfried Finke, der DEutschland darauf aufmerksam machen musste, dass man aus einem Esel auch mit Geld kein Rennpferd machen könne.

Wenn aber das damalige Pokalspiel immer wieder zum Fanal des Wettskandals gemacht wird, dann muss man eben auch sagen, dass dieses Spiel weder das erste noch einzige manipulierte Spiel war.

Und ebenfalls zur Erinnerung:

Der HSV führe früh aber glücklich mit 2:0, während der SCP Chance um Chance erarbeitete. Alleine Rene Müller hätte in der ersten Halbzeit mehrere Tore machen müssen.

Dann kam der Eingriff von Hoyzer durch einen Elfmeter. Allerdings sagte der ebenfalls leider verstorbene Udo Lattek, man bekäme eben Elfmeter, wenn man 80 Minuten im Strafraum des Gegners sei. Das beschrieb das Spiel am treffensten.

Die rote Karte war nach wiederholter Schiri-Beleidigung keine Fehlentscheidung. Und die Tore 2 und 3 des SCP waren absolut regulär. Eigentlich hätte van Boyten noch vom Platz fliegen müssen.

Und am Ende hat die Reaktion der HSV-Anhänger klar gezeigt, wen sie für die Niederlage verantwortlich gemacht haben: nur der Mannschaft - nicht dem Schiri.

Das wäre mal einer joernalistischen Klarstellung wert. Aber das löst wohl zu viel Gegenwind aus und beschädigt die Legende, die man beim DFB und in Hamburg gestrickt hat.

PS: Der HSV wurde anschließend in Millionenhöhe entschädigt. Das ist der eigentliche Skandal!

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