SCP-Stürmer kehrt zurück in die Startelf und macht ein überragendes Spiel
Michel zeigt, wo er hingehört

Paderborn (WB/pk). Das erste Zweitligator bei der Startelfpremiere von Winter-Neuzugang Kai Pröger, die Klatsche von Fürths Keeper Sascha Burchert im Bruderduell gegen Paderborns Torwarttrainer Nico Burchert: Es gab genug Rasengeschichten am Samstag in der Benteler-Arena, die spektakulärste aber lieferte ein anderer: Sven Michel.

Montag, 04.02.2019, 07:40 Uhr aktualisiert: 04.02.2019, 07:42 Uhr
Nicht zu halten: Paderborns Sven Michel (rechts, hier gegen den Fürther Maximilian Wittek) war überragend. Foto: Jörn Hannemann

In Regensburg beim Anpfiff nur zweite Wahl und später eingewechselt, war die Nummer elf der Gastgeber der überragende Spieler auf dem Platz. Zwei eigene Tore, dazu zwei Vorlagen – viel mehr geht nicht.

Dass er am Mittwoch zunächst nur auf der Bank saß, war weder für Michel selbst noch für Trainer und Manager ein Aufreger. »So etwas gehört zum Fußball dazu, dass man mal nicht zu den ersten Elf zählt. Mich hat das eher gepusht als aufgeregt. Heute haben wir als Mannschaft alles richtig gemacht«, sagte Michel.

Auch für Manager Markus Krösche war die Nicht-Berücksichtigung des besten Paderborner Torschützen der Vorsaison (19 Treffer) kein Drama: »Wir haben einen ausgeglichenen Kader. Und je höher das Niveau ist, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man mal nicht von Anfang an spielt. Was heute passiert ist, ist das, was wir erwarten. Sven war enttäuscht, hat es professionell genommen, ein richtig gutes Spiel gemacht und gezeigt, dass er auf den Platz gehört.«

Zweitbester SCP-Torschütze

Für Trainer Steffen Baumgart war das keine Überraschung, als Reaktion auf dessen Nicht-Nominierung beim Jahn wollte der Coach den Auftritt Michels ohnehin nicht werten: »Keiner der Jungs muss eine Reaktion zeigen, weil sie immer gut arbeiten. Das war auch in Regensburg so, obwohl wir verloren haben. Mit Sven habe ich eine klare Richtlinie. Er wirft sich immer rein, auch wenn er eingewechselt wird. Für mich war schon vor dem Spiel am Mittwoch klar, dass er am Samstag beginnt. Er hat einen sehr guten Job gemacht, wie alle anderen.«

Dennoch stach Michel aus einer außergewöhnlichen Mannschaftsleistung heraus. Hinter Philipp Klement ist er mit acht Toren gemeinsam mit Bernard Tekpetey zweitbester SCP-Schütze. Obwohl er zwei Monate verletzt war.

Kommentare

Klaus Müller  wrote: 04.02.2019 09:34
Der Rasen oder wie man das nennt..
Lieber Herr Hornberger,
was ist denn bitte mit dem Rasen in der Bentler-Arena passiert? 6 Wochen hat keiner drauf gespielt und er sieht aus, als wäre er gar nicht existent. Hat der Greenkeeper gekündigt? Jeder Profi-Verein hat Lampen, die auch das Wachstum zur jetzigen Zeit fördern. Oder der Rasen gehört halt ausgetauscht.
Das ist höchstens Niveau der Reginalliga und gleicht einem "Bolzplatz".
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