Paderborn erwartet Kiel – Klement entscheidet selbst über Einsatz Michel trainiert wieder

Paderborn (WB). Der letzte Einsatz liegt fast sieben Wochen zurück, jetzt steht Sven Michel vor seinem Comeback: Paderborns Toptorjäger der vergangenen Aufstiegssaison hat seine Achillessehnenprobleme auskuriert und trainiert seit Beginn dieser Woche wieder mit der Mannschaft.

Von Matthias Reichstein
Wieder für den SCP am Ball: Sven Michel hat seine Achillessehnenverletzung auskuriert.
Wieder für den SCP am Ball: Sven Michel hat seine Achillessehnenverletzung auskuriert. Foto: Oliver Schwabe

Ob er nach so langer Zwangspause bereits am Freitag (Anstoß: 18.30 Uhr) im Heimspiel gegen Holstein Kiel in den Kader zurückkehrt, ließ Trainer Steffen Baumgart gestern aber noch offen: »Wir wissen, was wir an Sven haben. Jetzt schon Nein zu sagen, wäre deshalb viel zu früh.«

Michel stand zum letzten Mal beim Paderborner Überraschungssieg gegen den Aufstiegsfavoriten 1. FC Köln auf dem Rasen und setzte mit seinem zweiten Saisontor zum 5:3 den Schlusspunkt. Danach verpasste der 28-Jährige acht Pflichtspiele in Folge. Hoffnungen, dass Michels Ausfallserie nun endet, sind zwar da, aber nicht sonderlich groß. »Wir warten ab, wie seine Sehne auf die höheren Belastungen reagiert. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass er dabei ist, ist sehr gering«, sagt Baumgart.

Für Spielmacher Philipp Klement stehen die Chancen deutlich besser

Für eine Rückkehr von Spielmacher Philipp Klement stehen die Chancen deutlich besser. Der 26-Jährige verpasste wegen muskulärer Probleme am vergangenen Samstag in Duisburg (0:2) seine ersten Zweitligaminuten in der laufenden Spielzeit, stieg am Mittwoch wieder ins Teamtraining ein und hinterließ einen guten Eindruck. Doch auch hier will Baumgart den Freitag abwarten und letztlich den Spieler entscheiden lassen: »Wenn sich Philipp Klement fit fühlt, ist er eine klare Option. Er muss das Zeichen geben, dann steht er gegen Kiel wieder auf dem Platz.«

Unabhängig von den beiden möglichen Rückkehrern könnte es aber noch andere personelle Veränderungen geben. Die Formkurve von Klaus Gjasula zeigte zuletzt deutlich nach unten, erste Option wäre im defensiven Mittelfeld Sebastian Vasiliadis. »Klaus ist noch kein gestandener Zweitligaspieler. Formschwankungen sind da völlig normal«, sagt Baumgart. Ob der 46-Jährige daraus Konsequenzen zieht, ließ er offen. Ebenso bieten sich Ben Zolinski in der Spitze und Christopher Antwi-Adjei auf der Außenbahn an.

Heim- und Auswärtsbilanz beider Klubs sind gleich

Mit den Gästen von der Ostsee kommt übrigens eine Art Kopie des SCP nach Paderborn. Heim- und Auswärtsbilanz beider Klubs sind gleich, ebenso die Spielidee: Kiel und Paderborn zeichnet der Mut zu Risiko aus, beide Vereine verfügen über eine starkes Kollektiv und und versuchen ihren Fußball durchzusetzen – unabhängig vom Ergebnis oder Tabellenstand. »Kiel bietet mit den attraktivsten Fußball der gesamten Liga. Die Mannschaft hat einen klaren Plan, agiert und spielt nicht abwartend«, lobt Baumgart und nennt dann doch einen Unterschied: »Die Kieler haben mehr Erfahrung. Auch durch das starke vergangene Jahr.« Da wären die Störche fast in die 1. Liga aufgestiegen und wurden erst in der Relegation vom VfL Wolfsburg (1:3, 0:1) gestoppt.

Die Spieltage 17 bis 21:

15. Dezember (Sa. 13.00) SCP - Dresden 23. Dezember (So. 13.30)SCP- Darmstadt

30. Januar (Mi. 18.30) Regensburg - SCP

2. Februar (Sa. 13.00) SCP - Fürth

9. Februar (Sa. 13.00) Bochum - SCP

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