Saisontreffer vier und fünf: Paderborner Klement gelingt in Köln Doppelpack Der Dirigent wird zum Torjäger

Köln (WB/pk). Er ist der Grund, warum einer der besten Paderborner der Vorsaison Woche für Woche auf der Bank Platz nehmen muss. Auch für Marlon Ritter führt an diesem Philipp Klement momentan kein Weg vorbei.

Im zweiten Versuch: Philipp Klement scheitert per Elfmeter an Timo Horn, verwandelt dann aber den Nachschuss
Im zweiten Versuch: Philipp Klement scheitert per Elfmeter an Timo Horn, verwandelt dann aber den Nachschuss Foto: Imago

Und das Warten von Ritter dürfte noch eine Weile andauern, zumindest wenn es um die Position im zen­tralen offensiven Mittelfeld geht. Denn in einem, wie SCP-Trainer Steffen Baumgart es formulierte, »hochklassigen Spiel« stach einer hervor: Paderborns Nummer 21, Philipp Klement.

Nachträgliches Geburtstagsgeschenk

Er war der Dreh- und Angelpunkt im Spiel des SCP. Dazu wird der Dirigent immer mehr zum Torjäger, sein Doppelpack bedeutete die Saisontore Nummer vier und fünf. »Philipp hat eine enorme Qualität. Er ist wichtig, aber auch nur ein Teil. Wenn ich sehe, was Uwe Hünemeier vor dem 2:2 für einen Pass spielt, war das genauso bemerkenswert«, sagte Manager Markus Krösche, der Montag seinen 38. Geburtstag feiert.

Klement wurde am 9. September 26, durfte sich als Matchwinner des Nachmittags Sonntagabend noch ein Gläschen gönnen. »War ganz schön langweilig heute«, sagte er scherzhaft mit einem breiten Grinsen auf den Lippen und fügte ernst hinzu: »So ein wildes Spiel habe ich selten erlebt.«

Glück mit Elfmeter-Nachschuss

Dabei hätte er auch zur tragischen Figur werden können. Fünf Minuten nach seinem tollen Tor zum 2:2 ging er zum Punkt, scheiterte mit einem schwach geschossenen Elfmeter aber an Torwart Timo Horn, bevor er den Ball im Nachschuss doch noch über die Linie bugsierte.

»Ich wollte ihn in die Mitte schießen, das widerspricht eigentlich meinem Naturell«, gab er anschließend zu Protokoll. Der Ball kam flach und nicht platziert, doch es spricht für Klement, dass er konzentriert blieb und im Nachschuss verwandelte. »Man muss auch mal Glück haben«, zeigte er sich erleichtert über diese Szene und begeistert über das ganze Spiel: »Das hat Spaß gemacht. Köln spielt einen beeindruckenden Fußball, aber so gut sie nach vorne sind, so große Schwächen haben sie hinten.«

Und Klement wusste am besten, wie man diese nutzt.

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