Jeder Aufstiegskandidat hat noch zwei direkte Duelle Der Vierkampf in Liga drei

Paderborn (WB). Das Rennen um den Aufstieg in die 2. Liga ist zu einem Vierkampf geworden: Sechs Spieltage vor Schluss trennen nur sechs Punkte SC Paderborn, 1. FC Magdeburg, SV Wehen Wiesbaden und Karlsruher SC. Zusätzliche Brisanz verspricht der Spielplan: Jeder der vier Kandidaten hat noch zwei direkte Duelle gegen die Konkurrenten.

Von Matthias Reichstein
In einer komfortabloen Situation: die Spieler des SC Paderborn können in den kommenden Partien ihren Vorsprung auf die Verfolger ausbauen.
In einer komfortabloen Situation: die Spieler des SC Paderborn können in den kommenden Partien ihren Vorsprung auf die Verfolger ausbauen. Foto: Besim Mazhiqi

Wobei der SC Paderborn in der komfortabelen Situation ist, die Zweikämpfe zunächst beobachten zu dürfen. »Die Konkurrenten werden jetzt zwangsläufig Punkte verlieren. Deshalb bietet sich für uns die Riesenchance, den Vorsprung auszubauen «, sagt Manager Markus Krösche. Der 37-Jährige sieht die kommenden drei Partien deshalb als Paket: »Wir haben zwei Heimspiele und ein Derby. Das wird nicht einfach, aber unsere Mannschaft ist im Moment sehr gut drauf, wirkt stabil und hat die Qualität, alle drei Begegnungen zu gewinnen.«

Durch den Heimpatzer des SV Wehen Wiesbaden gegen Zweitligaabsteiger Würzburger Kickers (0:2) konnte der SCP das Polster auf Relegationsrang 3 bereits wieder auf fünf Punkte vergrößern. Der Vorsprung betrug auch schon mal neun Zähler (16. Spieltag), doch der SCP ist mit dieser Ausgangsposition hochzufrieden. »Bei aller Euphorie dürfen wir nie vergessen, wo wir herkommen. Vor einem Jahr standen wir fast mit beiden Beinen in der Regionalliga«, mahnt Mittelfeldspieler Robin Krauße.

Dennoch: Wer seit dem vierten Spieltag nie schlechter als auf Rang 2 platziert war und von 32. Spieltagen 26 als Tabellenerster abschloss, für den wäre bereits ein Relegationsplatz ein herber Dämpfer. Der Absturz auf den bis auf die Qualifikation für den DFB-Pokal wertlosen vierten Platz wäre fatal. Ein Thema, das Krösche nicht zum Thema machen will: »Mit diesen Szenarien beschäftige ich mich nicht.«

Wehen hält sich konstant in der Spitzengruppe

Stichwort Platz 4: Auf diesen Rang beendete der aktuelle Zweite 1. FC Magdeburg die vergangenen beiden Serien. Seit Spieltag fünf stand der FCM aber immer auf Relegations-Rang 3 oder besser. Wie stark Paderborns aktuell schärfster Rivale ist, zeigt dieser Vergleich: Magdeburgs 1:0-Erfolg am 20. September war die erste Niederlage für Trainer Steffen Baumgart nach 18 Pflichtspielen.

Konstant hält sich der SV Wehen Wiesbaden, am 5. Mai Paderborns letzer Heimgegner, in der Spitzengruppe. »Wehen spielt eine überragende Serie. Die werden uns jetzt aber nicht den Gefallen tun, nach der ersten Heimniederlage in diesem Jahr den Ligaspielbetrieb zu beenden«, sagt Baumgart. Der hält an seiner Marschroute fest: »Wir registrieren die Ergebnisse der anderen, schauen aber nur auf uns. Der nächste Gegner heißt Jena. Dass parallel Magdeburg auf Karlsruhe trifft, sieht der 33. Spieltag so vor. Mehr interessiert mich das nicht.«

KSC ist Erster in der Rückrunden-Tabelle

Stichwort KSC: Der Zweitligaabsteiger stellt das beste Team der Rückrunde: ungeschlagen, 31 Punkte aus 13 Spielen und bis auf Rang 4 vorgearbeitet – als Trainer Alois Schwartz kam, hatte Karlsruhe bereits neun Zähler Rückstand auf Rang 3, zehn Punkte fehlten auf Platz 2.

Übrigens: Rein rechnerisch könnte sich auch der Ligaachte Würzburger Kickers noch Aufstiegshoffnungen machen. Realistisch sind die nicht. Das gilt auch für Hansa Rostock und Fortuna Köln auf den Plätzen 5 und 6. Die Rostocker um Paderborns Ex-Trainer Pavel Dotchev sind seit sieben Spieltagen sieglos, die Fortunen kassierten mit dem 0:2 in Meppen die dritte Niederlage in Folge. Auch Krösche rechnet nicht mehr mit einer Überraschung: »Die vier, die jetzt oben stehen, punkten konstant. Da wird keiner mehr rankommen.«

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