Paderborner Debütanten Stöger und Wahl erhalten trotz der Niederlage viel Lob Zwei gute Noten

Paderborn (WB). Der Blick traurig, der Kopf gesenkt, das Mitteilungsbedürfnis überschaubar. Auch die beiden Debütanten Kevin Stöger und Hauke Wahl gaben nach der Paderborner Derby-Niederlage gegen Bielefeld das Bild ab, das von Verlierern zu erwarten ist. Vom Lob, das sie für ihren ersten Auftritt kassierten, wollten sie nicht allzu viel wissen.

Von Elmar Neumann
Debütant mit guten Ansätzen: Paderborns Nachverpflichtung Kevin Stöger im Zweikampf mit Bielefelds Florian Dick.
Debütant mit guten Ansätzen: Paderborns Nachverpflichtung Kevin Stöger im Zweikampf mit Bielefelds Florian Dick. Foto: Oliver Schwabe

»Wir haben verloren, da kann ich mit meiner eigenen Leistung schlecht zufrieden sein. Es ging nicht um mich oder einen anderen einzelnen Spieler, sondern um den Sieg«, sagte Stöger. Seine neuen Teamkollegen aber fanden bei all der Kritik am eigenen Spiel sehr wohl Zeit, zwei gute Noten zu verteilen. Allen voran der Kapitän Marvin Bakalorz: »Kevin hat vorne ein sehr gutes Spiel gemacht und Hauke hat uns hinten Stabilität verliehen. Das war von beiden ein viel versprechender Anfang.« Stöger, neben Niklas Hoheneder und Dominik Wydra einer von nun drei Österreichern im Team, hatte vor allem im ersten Durchgang einige auffällige Szenen. Insbesondere  als er mit einem öffnenden   Pass auf Florian Hartherz einen entscheidenden Anteil an der Vorbereitung des Führungstreffers verbuchte. Nach Wiederbeginn tauchte auch der  mit einer Ablösesumme von einer Million Euro teuerste Neuzugang der Vereinsgeschichte etwas ab und vergab in Minute 79 eine der wenigen Paderborner Gelegenheiten zum Ausgleich.

Während der erst seit dem vergangenen Donnerstag 22-jährige Neuzugang aus Stuttgart mehrfach andeutete, dass er der kreative Kopf werden könnte, den der SC Paderborn  auf der Spielmacher-Position so dringend benötigt, stand der ehemalige Kieler Wahl seinen Mann in der Innenverteidigung an der Seite von Hoheneder. Dafür erntete er von seinem neuen Partner  reichlich Respekt: »Wenn man bedenkt, dass das sein erstes Zweitligaspiel war, hat er das richtig abgeklärt gemacht. Es hat sich auch für mich gut angefühlt. Das könnte wirklich  sehr gut passen.«

In Ruhe arbeiten

So löblich, so angenehm. Wahl selbst blickte aber lieber nach vorne als zurück und verzichtete am liebsten auf die nun anstehende Länderspielpause: »Ginge es nach mir, wäre mir jetzt eine Englische Woche sehr recht, in der wir innerhalb kürzester Zeit mehrmals zeigen könnten, dass wir besser sind, als wir es gegen Bielefeld gezeigt haben.« In diesem Fall aber hat Hauke keine Wahl und muss die Auszeit akzeptieren. Etwas Positives  kann der SCP-Novize, der bereits 59 Drittliga-Einsätze in seiner Vita  zu bieten hat, der Zwangspause allerdings doch abgewinnen: »Andererseits haben wir jetzt zwei Wochen Zeit, um in Ruhe zu arbeiten und an ein paar entscheidenden Schrauben zu drehen.« Der Ex-Storch formuliert eine Hoffnung, der Ex-Schwabe gibt ein Versprechen: »Wir werden in diesen zwei Wochen hart arbeiten, uns weiter steigern und dann in Leipzig voll angreifen. Da bin ich mir völlig sicher.« Das Leipziger Stadion wollen die zwei Neuzugänge erhobenen Hauptes verlassen.

Neben jeder Menge Trainingseinheiten absolviert der SCP in der Pause auch zwei Spiele innerhalb von nur 24 Stunden. Morgen Abend (19 Uhr) steht in Lippstadt das Duell mit der Warsteiner-Masters-Elf auf dem Plan. Am Mittwoch (19 Uhr) folgt in der Benteler-Arena das Abschiedsspiel für Markus Krösche gegen Bayer Leverkusen, wo der langjährige Paderborner Kapitän nun als Co-Trainer von Roger Schmidt arbeitet

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