Acht Millonen Euro Kosten – Plätze sollen bis zum Jahresende fertiggestellt sein SCP sieht in neuem Trainingszentrum einen »Meilenstein«

Paderborn (dpa). Fußball-Zweitligist SC Paderborn treibt seinen Prozess der Professionalisierung voran.

Bei der Grundsteinlegung (von links): Josef Ellebracht Geschäftsführer der Stadiongesellschaft, Paderborns Bürgermeister Michael Dreier und Martin Hornberger, geschäftsführender SCP-Vizepräsident.
Bei der Grundsteinlegung (von links): Josef Ellebracht Geschäftsführer der Stadiongesellschaft, Paderborns Bürgermeister Michael Dreier und Martin Hornberger, geschäftsführender SCP-Vizepräsident. Foto: Jörn Hannemann

In der Grundsteinlegung für das neue Trainings- und Nachwuchsleistungszentrum sieht der Erstligaabsteiger einen »Meilenstein«, wie der Verein am Mittwoch mitteilte. Die Trainingsplätze sollen bis zum Jahresende fertiggestellt sein. Das Funktionsgebäude soll zwei Monate danach in Betrieb genommen werden.

Das neue Trainingszentrum kostet rund acht Millionen Euro und wird gemeinsam mit der Stadt Paderborn realisiert.

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#lass mal ehrlich bleiben

Offenbar gehen die beteiligten Herren davon aus, dass sich die Alzheimer-Krankheit in Paderborn epidemisch ausgebreitet und bei den Bürgern zum Totalverlust des Kurzzeitgedächtnisses geführt hat, denn anders sind die Wortbeiträge bei der Grundsteinlegung kaum zu erklären. Dem ist aber mitnichten so; vielmehr ist die im letzten Herbst öffentlich geführte Auseinandersetzung um die Planung und besonders die Finanzierung der Trainingsplätze vielen noch in sehr guter Erinnerung. Auf ihrem Höhepunkt trat Vizepräsident Ellebracht mit Plänen über sechs (!) Fußballfelder und ein Funktionsgebäude allein vor die Presse und behauptete, alles sei mit den Entscheidungsträgern in Verwaltung und Politik abgesprochen worden. Bei der Finanzierung sah Präsident Finke den SCP07 lediglich in der Pflicht, einen "Obulus" beizusteuern, die Hauptsache hätte folglich die Stadt Paderborn zu zahlen, quasi als Ausgleich für den mit dem Erstligaaufstieg verbundenen Werbeeffekt für die Stadt. Wer sich öffentlich so gestritten hat, macht sich völlig unglaubwürdig, wenn er, wie der Vizepräsident Ellebracht, die "gute Zusammenarbeit mit der Stadt" lobt, "die von gegenseitigem Respekt geprägt gewesen sei". Und die vom Bürgermeister gelobte "Kompromissbereitschaft der SCP-Verantwortlichen" war wohl eher der Anerkennung der Tatsache geschuldet, dass man einem nackten Mann nicht in die Tasche greifen kann.

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