Alex Rühle liest bei »Wege durch das Land« aus seinem Kinderbuch
Gespenst spukt in der Werburg

Spenge (WB). Wer sagt denn, dass richtige Schlossgespenster nur in Burgen hausen?! Beim Musik- und Literaturfestival »Wege durch das Land« hat der Journalist und Kinderbuchautor Alex Rühle aus seinem Buch »Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst« gelesen und klar gestellt: »In einem Türschloss kann man sehr wohl wohnen!«

Montag, 03.06.2019, 18:00 Uhr
Alex Rühle ist Kulturredakteur der Süddeutschen Zeitung und las bei »Wege durch das Land« an der Spenger Werburg aus seinem neuesten Kinderbuch. Foto: Daniela Dembert

OWL-weites Festival ist zum zweiten Mal zu Gast

Das OWL-weite Festival gastierte bereits zum zweiten Mal an der Spenger Werburg, zuletzt 2014 mit einer Erwachsenenveranstaltung, am vergangenen Sonntag mit Familienprogramm.

Gemütliches Fletzen im Schatten von Schirmen und Pavillons war angesagt auf der Wiese zwischen Herrenhaus und Scheune. In den Pausen reichte der Werburgverein frisch gebackene Waffeln und Torte.

Paul staunt nicht schlecht, als er beim Versuch, den Schlüssel in einem Türschloss seines Wohnhauses umzudrehen, feststellt, dass dieses bewohnt ist. Und zwar von Zippel, dem Schlossgespenst. Zippel seinerseits staunt auch nicht schlecht. Als er Paul näher kennenlernt, erfährt er von allerlei beeindruckenden Eigenheiten der Menschen. Wohin verschwindet die Mandarine denn nun wirklich, wenn Paul sie in den Mund steckt? Und was ist das für ein herrlicher Wasserfall in dem rundlichen weißen Becken im Badezimmer?

Alex Rühle hat ein Händchen fürs Kinderbuch. Dem Kulturredakteur der Süddeutschen Zeitung hören nicht nur die Kinder gern zu. Naseweis, frech, verspielt und manchmal auch ein bisschen schüchtern wirken seine Helden ebenso authentisch wie witzig.

Musikmacher müssen nicht zwingend das Instrument beherrschen

In der Person von Bummelkasten, alias Bernhard Lütke, treffen Experimentierfreude, Kreativität, Witz und Musikalität aufeinander und feiern ordentlich ab. Der A-capella-Beatboxmann braucht außer seiner Loopstation, mit der er eigenen Gesang und Geräusche aufnimmt und wieder abspielt, kaum Requisiten. Ohne pädagogischen Zeigefinger, dafür mit reichlich unkonventionellem Humor, spielt der Berliner mit Worten und beweist, dass Musikmachen nicht zwingend mit dem Beherrschen eines Instruments verbunden sein muss.

»Eigentlich hätten wir gern schon 2018 anlässlich des 550-jährigen Jubiläums der Werburg mitgemacht. In diesem Jahr ist es aber terminlich einfach entspannter und dieses Kinderprogramm ist spitze«, sagte Dr. Werner Best, Vorsitzender des Werburgvereins.

Die Werburg passe als Veranstaltungsort einfach wunderbar ins Konzept, findet Helene Grass, künstlerische Leiterin des renommierten Festivals. »Es gibt hier dieses tolle Familienmuseum, das unheimlich liebevoll vom Verein betrieben wird. Ideal für eine Familienveranstaltung.«

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