Fußball Abpfiff bei Anpfiff für die Franzosen

Fünf Tage vor dem Achtelfinalspiel herrschte gute Laune bei den Franzosen. Es wurde viel gelacht beim Training. Mittelstürmer Olivier Giroud verfolgte die Einheit zwar die meiste Zeit nur von einer Kühlbox aus. Es scheint aber nichts Schlimmes zu sein.

Von dpa
Frankreichs Coach Didier Deschamps kann sich noch nicht auf seinen Achtelfinalgegner vorbereiten.
Frankreichs Coach Didier Deschamps kann sich noch nicht auf seinen Achtelfinalgegner vorbereiten. Foto: Marius Becker

Clairefontaine (dpa) - Zum Anpfiff der Partie des möglichen EM-Achtelfinalgegners beendete Didier Deschamps dann doch das Gute-Laune-Training seiner französischen Nationalmannschaft. Ein bisschen Laufen zu Beginn, dann ein paar Passübungen und zum Schluss ein Spiel auf kleinem Feld ohne Torhüter.

Nach etwa 80 Minuten war die Einheit vorbei. Die Spieler, von denen Mittelstürmer Olivier Giroud die meiste Zeit nur eine Zuschauerrolle geblieben war, machten sich wieder auf den Weg zum Duschen.

Giroud lief zunächst noch mit, setzte sich dann aber an die Seitenlinie und dehnte sich, umgeben von Betreuern der Équipe tricolore. Nach einer ernsthaften Blessur sah es aber nicht aus. Das Trainingsspiel verfolgte der Angreifer vom englischen Fußball-Club FC Arsenal auf einer Kühlbox sitzend. Ansonsten standen Trainer Deschamps alle Spieler seines 23-köpfigen Kaders zur Verfügung.

Und das Ensemble um Dimitri Payet, Paul Pogba und Antoine Griezmann hatte jede Menge Spaß, gelacht wurde viel bei den Franzosen, ehe sie im Centre National du Football in Clairefontaine mit Interesse die Partien von Weltmeister Deutschland gegen Nordirland und Polen gegen die Ukraine verfolgt haben dürften. Aus der Gruppe C zählt der Gruppendritte zu den möglichen Kontrahenten für die Gastgeber-Mannschaft in Lyon.

Wen Deschamps dann aufstellt, ist die große Frage, die die Fußball-Fans der Grande Nation bis kurz vor dem Anpfiff beschäftigen wird. In den drei Gruppenspielen - 2:1 gegen Rumänien, 2:0 gegen Albanien und 0:0 gegen die Schweiz veränderte Deschamps jedesmal seine Startformation. Zuletzt ließ er unter anderem Giroud auf der Bank und beorderte André-Pierre Gignac vom mexikanischen Club Tigres UANL in die Spitze.

Giroud zählt zu vier Spielern der Franzosen, denen bei einem Einzug ins Viertelfinale eine Sperre drohen könnte. Der Mittelstürmer sowie der Mittelfeldantreiber N'Golo Kanté und die beiden Innenverteidiger Laurent Koscielny und Adil Rami wurden bisher mit der Gelben Karte verwarnt. Bei der nächsten am Sonntag käme in der Runde der besten Acht die Zwangspause.

Umso intensiver wird Deschamps an seiner Mannschaft in den kommenden Tagen arbeiten. Nach dem für Medien offenen Training tritt am Mittwoch keiner der Spieler vor die Medien, Verbandspräsident Noël Le Graët hat sich angekündigt. Am Donnerstag riegelt Deschamps seine Mannschaft komplett ab. Erst am Freitag werden sich wieder zwei Akteure den Fragen stellen, bevor es am Nachmittag nach einer weiteren Trainingseinheit hinter verschlossenen Türen nach Lyon geht.

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