Fußball Von 1:4 bis 4:1: Die Italien-Duelle von Joachim Löw

Fußball-Deutschland redet und rätselt über sein Italien-Trauma. Auch Bundestrainer Joachim Löw hat bislang keine gute persönliche Bilanz gegen die Squadra Azzurra. Alles begann mit einer peinlichen Nacht in Florenz.

Von dpa
Jochim Löws eigene Bilanz als Bundestrainer ist gegen Italien dürftig.
Jochim Löws eigene Bilanz als Bundestrainer ist gegen Italien dürftig. Foto: Arne Dedert

Bordeaux (dpa) - Bundestrainer Joachim Löw will von einem Italien-Komplex nichts wissen.

Seine Spieler könnten von der schlechten Historie unbelastet zum EM-Viertelfinale der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Samstag in Bordeaux gegen die Squadra Azzurra antreten. Löws eigene Bilanz gegen Italien ist aber auch dürftig. Erst im sechsten Anlauf gelang ein Sieg.

1. März 2006: Testspiel, 1:4

Deutschland bereitet sich auf seine Heim-WM vor und erlebt in Florenz ein Debakel. Co-Trainer Löw kann seinem Chef Jürgen Klinsman nicht helfen. Viel fehlte nicht, und das Duo hätte vor der WM gehen müssen.

4. Juli 2006: WM-Halbfinale, 0:2 n.V.

Deutschland feiert sein Sommermärchen. Doch Italien ist, wenn es drauf ankommt, wieder cleverer. Michael Ballack weint, Klinsmann geht wenig später und Löw übernimmt den Posten als Bundestrainer.

9. Februar 2011: Testspiel, 1:1

Die erste Partie gegen Italien für Löw als Chefcoach. Wie 2006 spielt man in Dortmund. Giuseppe Rossi verdirbt mit seinem späten Ausgleich den Prestigeerfolg. Mirsolav Klose hatte das deutsche 1:0 geschossen.

28. Juni 2012: EM-Halbfinale, 1:2

Das Trauma. Fußball-Deutschland denkt schon ans Finale gegen Spanien. Doch Italien gewinnt in Warschau das Taktik-Duell. Die Niederlage schmerzt Löw - und bringt ihm Erkenntnisse für den WM-Sieg 2014.

15. November 2013: Testspiel, 1:1

Der WM-Härtetest wird überschattet vom Kreuzbandriss von Sami Khedira. An diesem Abend in Mailand scheint das Turnier 2014 für den Mittelfeldmann unerreichbar. Das Remis wird zur Nebensache.

29. März 2016, Testspiel, 4:1

Die Befreiung. Drei Tage nach einem unnötige 2:3 gegen England vertreibt der höchste Sieg gegen Italien seit mehr als 76 Jahren aufkommende EM-Bedenken. Auch Löw tut dieser Sieg richtig gut.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.