Landtagswahl in NRW Hannelore Kraft schließt Koalition mit Linken aus

Kein Erfolg im Saarland, Wahlschlappe in Schleswig-Holstein: Für die SPD steht bei der NRW-Wahl am Sonntag viel auf dem Spiel. Auf den letzten Metern hat Landeschefin Kraft nun ein rot-rot-grünes Bündnis ausgeschlossen. Da bleibt eigentlich nur noch die große Koalition.

Von dpa
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft steht seit 2010 an der Spitze einer Koalition aus SPD und Grünen.
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft steht seit 2010 an der Spitze einer Koalition aus SPD und Grünen. Foto: Bernd Thissen

Düsseldorf (dpa) - Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat eine Koalition mit der Linken nach der Landtagswahl am kommenden Sonntag ausgeschlossen.

«Mit mir als Ministerpräsidentin wird es keine Regierung mit Beteiligung der Linken geben», stellte die SPD-Politikerin am Mittwochmorgen im Sender WDR5 klar. Die Linken stellten unrealistische und unbezahlbare Forderungen. «Damit ist keine seriöse Politik möglich», sagte Kraft, die als Spitzenkandidatin ihrer Partei auf eine Wiederwahl hofft.

Sie steht seit 2010 an der Spitze einer Koalition der SPD mit den Grünen. Diese hat jedoch nach allen Umfragen derzeit keine Aussicht mehr auf eine Mehrheit im nordrhein-westfälischen Landtag. Die Linke ist derzeit nicht im Parlament vertreten, liegt in jüngsten Umfragen aber zwischen fünf und sechs Prozent. Damit käme für die SPD im Falle eines Wahlsiegs theoretisch nur noch eine große Koalition infrage. Ein Bündnis mit Grünen und FDP hatten die Liberalen bereits ausgeschlossen.

Der CDU-Herausforderer, der Landesvorsitzende Armin Laschet, hatte Kraft wiederholt aufgefordert, Klarheit über mögliche Koalitionen zu schaffen.

Kraft zeigte sich in dem Interview trotz der eher schlechten Aussichten des rot-grünen Bündnisses auf eine Wiederwahl zuversichtlich. Jetzt seien noch 40 Prozent der Wähler in NRW unentschieden, sagte Kraft. «Die Wählerinnen und Wähler entscheiden am Sonntag und dann sehen wir weiter», sagte sie.

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